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Rezension: “Star Wars – Crimson Climb”

Deutscher TitelStar Wars - Crimson Climb
OriginaltitelStar Wars - Crimson Climb
Buchautor(en)E.K. Johnston
ÜbersetzerTobias Toneguzzo, Andreas Kasprzak
VerlagPanini
Umfang (Seiten)318
Preis17
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2023
ISBN978-3833244957

Der Aufstieg von Q’ira hat seinen Weg nun in Buchform geschafft.

Inhalt (Klappentext)

Einst ließ sich Qi’ra von den Träumen und Versprechungen eines Jungen mit betörendem Lächeln bezaubern, nur um ihm dann brutal entrissen und zu den Weißwürmern zurückgebracht zu werden, während Han Solo seinen Weg in die Freiheit fand. Jetzt ist Freiheit ein Luxus, den sie sich nicht leisten kann, während sie sich aufs Überleben konzentriert und verzweifelt versucht, Corellia zu verlassen. Doch ihr Schicksal scheint sich zu wenden, als ein Vertreter des Verbrechersyndikats Crimson Dawn Qi’ra aus der Gefangenschaf t befreit und sie zum Anführer des Syndikats bringt – dem geheimnisvollen und wankelmütigen Dryden Vos. Vos bietet Qi’ra eine Chance an, die sie noch nie zuvor hatte: die Möglichkeit, sich ein einigermaßen angenehmes Leben aufzubauen, wenn sie ihren Wert für seine Organisation unter Beweis stellen kann. Da ein Scheitern den sicheren Tod bedeutet, weiß Qi’ra, dass sie in die gnadenlose, mörderische Welt von Crimson Dawn eintauchen muss. Was sie noch nicht weiß, ist, wer sie sein wird, falls sie das alles überleben sollte …

Kritik

“Crimson Climb” springt in die Zeit nach dem Anfang von Solo und zeigt uns Qi’ras Karriere bei Crimson Dawn – aber wer hätte das bei diesem Titel nicht schon vermutet? Auch auf dem Cover ist sie zu sehen – und das auch recht verdient, denn die Comicreihe Crimson Reign gehörte sicher mit zu dem Besten, dass Star Wars in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Und das ist vor allem der guten Story geschuldet, denn Qi’ra schafft es beinahe, Vader und Palpatine zu töten. Im Grunde ist sie nur eine Sekunde davon entfernt… aber darum soll es jetzt nicht gehen, sondern um den vorliegenden Roman aus der Feder von E.K. Johnston.

Die hat bereits die ganzen “Zofen”-Romane sowie “Ahsoka” geschrieben, kennt sich also in Star Wars durchaus aus. Auch hier legt sie den Fokus auf Qi’ra, so dass auch dieser Roman eine Charakterstudie wird. Zunächst muss sie vor Proxima um ihr Überleben betteln, später steigt sie bei Crimson Dawn auf. Viele Nebencharaktere gibt es nicht – wobei, das ist so nicht ganz korrekt. Es gibt viele Nebencharaktere, aber eigentlich sticht nur Dryden Vos etwas hervor, die anderen tauchen nur immer in kurzen Abständen auf und erhalten nur wenig Profil. Das ist bei einem Roman, der Qi’ra in den Mittelpunkt stellt, sicher auch in Ordnung, führt aber eben auch dazu, das man auch nur mit ihr mitfühlt.

Immerhin gelingt es aber, darzustellen, wie Qi’ra so skrupellos geworden ist, wie sie später dargestellt wird. Dass sie nämlich auch mal jemanden über die Klinge springen lässt, um zu überleben, nimmt man ihr von Anfang an ab. Lediglich etwas später, als sie schon bei Crimson Dawn ist und es nicht mehr ganz so brutal zugeht (wobei das natürlich relativ ist), hätte man ihren Gesinnungswandel stellenweise noch besser aufarbeiten können. Im Großen und Ganzen geht aber auch das in Ordnung und man wächst quasi mit Qi’ra. Und auch ihr Doppelspiel mit Vos überzeugt.

Dem entgegen steht aber auch, dass die restliche Handlung vielleicht nicht das Gelbe vom Ei ist. Qi’ra arbeitet sich von kleinen zu großen Aufträgen vor und ist dabei intelligent genug, immer eine Nase vorn zu liegen. Richtig originell wird es allenfalls gegen Ende, als sich die Syndikate offen bekriegen. Aber auch das wird eher oberflächlich angerührt und auch die sonstigen Charaktere, die in dem Zuge auftauchen, sind eher Klischees. Die unsympathischte von allen ist natürlich die Verräterin, die es auszuschalten gilt. Was auch sonst?

Am Ende wird sogar noch der Bogen zu Darth Maul geschlagen, auch wenn die Einlage in der Jedi-Ruine an Indiana Jones erinnert (was aber wohl von der Autorin beabsichtigt war). Ob das jetzt hätte sein müssen, sei natürlich dahingestellt. In dem Zuge wäre vielleicht auch Qi’ras Entwicklung NACH „Solo“ interessant.

Zudem wirkt es etwas komisch, wenn keiner mehr die Jedi kennt, obwohl diese erst 10 Jahre vorher ausgelöscht wurden. Auch wird Mauls Identität nicht enthüllt wird. Wohl, um die Überraschung des Filmes nicht zu verderben. Was gut gemeint ist, verpufft aber etwas, denn wer guckt die ersten 10 Minuten es Films, liest dann das Buch und schaut dann weiter? Natürlich soll es Leute geben, die das Buch VOR dem Film lesen…

Und zuletzt wird noch eine Brücke zum Ende der Comicreihe geschlagen, als Qi’ra in einer Bar sitzt und Crimson Dawn zerstört. Eine nette Geste – und auch diese Zeit wäre interessant. Nun ja, E.K. Johnston hat ja später auch noch zwei weitere Zofen-Bücher schreiben dürfen, vielleicht erlaubt man es ihr ja auch hier. Irgendwie schade, dass ein Qi’ra Filmprojekt nicht zustande kam.

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Die Geschichte dreht sich um Qi’ras Charakter und ist stellenweise schon etwas seicht und vorhersehbar. Immerhin, wer darüber hinwegsehen kann, wird gut unterhalten, da Qi’ras Wandlung durchaus glaubhaft ist und auch das Ränkespiel mit Vos seinen Reiz hat. 4 Sterne, aber gerade so.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Die Geschichte dreht sich um Qi’ras Charakter und ist stellenweise schon etwas seicht und vorhersehbar. Immerhin, wer darüber hinwegsehen kann, wird gut unterhalten, da Qi’ras Wandlung durchaus glaubhaft ist und auch das Ränkespiel mit Vos seinen Reiz hat. 4 Sterne, aber gerade so.Rezension: "Star Wars - Crimson Climb"
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