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SF-Zone News

Nina Ruzicka (ru)17.07.09

"Machthunger"

Howard Weinstein

Inhalt

Der Planet Thiopa liegt außerhalb des Territoriums der Föderation. Als dort eine Hungersnot ausbricht, bittet der thiopanische Protektor Stross Starfleet um Hilfe. Die Enterprise soll die Not leidende Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgen und einem Vordringen der skrupellosen Ferengi vorbeugen.

Fünf randvoll mit Hilfsgütern gefüllte Frachter im Schlepptau, nähert sich die Enterprise Thiopa - und wird auch schon attackiert. Bei den Angreifern handelt es sich um Nuaraner, eine Spezies, die sich durch irrationale Aggressivität auszeichnet und die zum Großteil für die Zustände auf Thiopa verantwortlich ist. Tatsächlich hatte zwischen dem diktatorischen Regime auf dem Planeten und den Nuaranern lange Zeit ein Wirtschaftsabkommen geherrscht. Die Nuaraner beuteten Thiopas Bodenschätze aus und gaben den Bewohnern dafür Technologie. Die völlige Zerstörung des Ökosystems war die Folge.

Doch nicht nur die verärgerten ehemaligen Handelspartner machen Captain Picard die Erfüllung seiner Mission schwer. Wie sich herausstellt, steckt Protektor Ross in Bedrängnis. Die aufrührerische Sekte der "Verweiler" hat sich zum Ziel gesetzt, sein Regime zu stürzen. De facto benötigt Ross die Hilfsgüter der Föderation also, um den Einfluss der Aufrührer zurückzudrängen. Just als er sich den Föderationsgesandten im besten Licht präsentieren will, verüben die "Verweiler" mehrere Anschläge, und letztlich wird sogar Commander Riker entführt.

Damit aber noch nicht genug, hat Captain Picard auch an Bord seines Schiffes mit einer weiteren Plage zu kämpfen: Der noxorianische Botschafter Frid Undrun, der für die korrekte Übergabe der Hilfsgüter verantwortlich ist, ist ein Bürokrat und Paragraphenreiter wie er im Buche steht und auch nach Rikers Verschwinden nicht gewillt, seine Prioritäten der geänderten Sachlage anzupassen.

Kritik

Auf dem Planeten Thiopa bricht eine Hungersnot aus. Der Planet bittet die Sternenflotte um Hilfe, um dem Vordringen der skrupellosen Ferengi vorbeugen. Es kommt wie gewohnt natürlich anders...
Das Buch ist gerade in Anbetracht der Tatsache, dass es zu den frühen TNG-Romanen zählt, gut und auch spannend geschrieben. Zwar haben wir wieder mal das Phänomen, dass sich Wohl und Wehe eines ganzen Planeten auf einen beziehungsweise zwei Handlungsschauplätze konzentrieren, doch stört dies insofern weniger, als die Charaktere sehr detailliert und individuell gezeichnet werden. Man erfährt nähere Details sowohl über Lord-Protektor Ross und einige Personen seines Beraterstabs als auch über die Anhänger der dem radikalen Rückschritt verschriebenen Sekte der "Verweiler".

Kommen wir aber zu den Kritikpunkten: Die Handlung rund um den Botschafter ist eine Schwachstelle und das Konzept dahinter relativ leicht durchschaubar: Undrun wird auf der einen Seite als unerträglicher Nörgler dargestellt, auf der anderen Seite ist er aber ein erstaunliches Sensibelchen, das nicht zögert, Guinan und Data von seinen Nöten zu beichten. Und bald wird klar: Obwohl er eine schreckliche Nervensäge ist, hat er eigentlich ein gutes Herz und beneidet die Charakterstärke Picards und Rikers. Letztlich kommt es, wie es kommen muss und der Botschafter wandelt sich vom Saulus zum Paulus. Etwas platt, wie ich zugeben muss, aber immerhin fallen sich letztlich nicht alle um den Hals.

Leider tritt auch das Phänomen des überhasteten Schlusses zu Tage. Der Fallstrick vieler Serienautoren: Zunächst wird sehr viel Wert auf detailgetreue Beschreibungen gelegt, bis plötzlich der Platz zu knapp zu werden scheint und die Handlung mehr oder minder über die letzten paar Seiten hinweg galoppiert. Wobei in diesem Fall aber doch zwei Punkte überraschen: Zum einen gelingt es Picard ausnahmsweise nicht, die Streitparteien zu einen. Obwohl dem Planeten eine Umweltkatastrophe gigantischen Ausmaßes droht, sind weder die Regierung noch die Terroristen bereit, einen Kompromiss zu finden. Also bleibt Captain Picard nichts anderes übrig, als die Thiopaner ihrem Schicksal zu überlassen. Seine einzige Übertretung der Ersten Direktive besteht darin, dass er die Hilfsgüter gerecht verteilt und jeder der beiden Parteien die Hälfte überlässt anstatt alles dem Regierungsoberhaupt auszuhändigen. Die Katastrophe wird kommen, doch die Föderation darf sich nicht ungefragt einmischen. Der zweite clevere Schachzug - falls es sich um einen solchen handelt und der Autor es nicht schlicht und einfach vergessen hat - besteht in der Tatsache, dass man von den Ferengi, auf die zu Beginn der Handlung so massiv hingewiesen wurde, nicht mal einen Schatten sieht.

Einige kleinere Fehler seien noch angemerkt: Riker kann sich trotz eines fehlenden Kommunikators mit den Thiopanern unterhalten, und Wesley überwindet bereits jetzt die Raum-Zeit-Schranke, da er zum einen einem Vortrag des Botschafters in den Unterdecks lauscht, während er gleichzeitig auf der Brücke mit einem jungen Fähnrich flirtet. Ganz abgesehen davon ist Wesley zum Handlungszeitpunkt 16 Jahre alt, was nicht sein kann, da wir uns in der zweiten Season befinden (was durch die Anwesenheit von Dr. Pulaski bewiesen ist).

Der witzigste Fehler aber betrifft wieder den Botschafter. Der wird als ein sehr kleiner Mann, wohl nicht größer als 120 Zentimeter, beschrieben. Dennoch schafft er es in einer Szene, einer ausgewachsenen Erdenfrau seinen Arm um den Hals zu schlingen. Wenn das wahr ist, müssen die Noxorianer wirklich lange Arme haben.

"Machthunger" können Sie unter anderem bei Amazon erwerben.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Machthunger"

Originaltitel "Power Hungry"

Buchreihe The Next Generation

Autor Howard Weinstein

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch:
1 bis 2 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 271 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/4771

ISBN 3-4530-4483-5

(ru - 17.07.09)


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