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TZN

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"Du kennst ja den Spruch, der da lautet: Brich immer deine Brücken hinter dir ab, man weiß nie, wer versuchen könnte, dir zu folgen."

 − Enabran Tain
 − in "DS9: Der geheimnisvolle Garak, Teil 1"

August 2010

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 94 (#147)

 features

 

Aufstieg oder arbeitslos?

Darsteller-Artikelserie

Wie es den DS9-Darstellern nach dem Ende der Serie erging

Fluch oder Segen?

Erfindungen aus "Star Trek"

Ein kritischer Blick auf die Wunder der Zukunftstechnologie

Oger oder Prinzgemahl?

"Shrek Forever"

Eindrücke zur Abschiedsvorstellung des grünen Anti-Helden

 

Vorwort

Kein Sommerloch in Sicht


Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie eigentlich schon alle Weihnachtsgeschenke? Jetzt fragen Sie sich sicher, wie ich darauf komme. Nun, ein Blick auf meinen Kalender verrät mir, dass wir bereits August haben − damit ist über die Hälfte des Jahres rum und zumindest in Niedersachsen fallen alle noch kommenden Feiertage auf ein Wochenende. Was ist mit Ihren guten Vorsätzen für das Jahr 2010 geworden? Noch haben Sie fünf Monate, um sie umzusetzen. Sie planen dieses Jahr zu Silvester etwas Besonderes? Dann sollten Sie jetzt schon buchen. Ja, glauben Sie mir ruhig, mir ist jetzt schon ein Flyer für eine große Silvesterparty in die Hand gedrückt worden. Also, halten Sie sich ran!

Kinomäßig bietet der August meiner Meinung nach nicht besonders viel. Ab dem 12. läuft allerdings die Neuverfilmung der Serie "Das A-Team". Und im TV sorgen neue Folgen von "Eureka" für spannende Unterhaltung. Verpassen sollten Sie im September auch nicht die fünfteilige Mystery-Serie "Paradox", die RTL II ausstrahlen wird. Und last but not least hat sich kabel eins anscheinend die Rechte für die Neuauflage der Sci-Fi-Serie "V − Die außerirdischen Besucher kommen" gesichert. Ein genauer Ausstrahlungstermin steht allerdings noch nicht fest.


Nun wünsche ich Ihnen jedoch viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Für wen hat "Star Trek" den Durchbruch gebracht...

...und wer ist an "Star Trek" gescheitert? − Teil 3: DS9.

Erfindungen aus "Star Trek"...

...die lieber nicht Realität werden sollten.

Die Ereignisse des Monats

Geburtstage, Conventions und Bücher.

"Shrek Forever"

Hoecker brilliert mit seiner Rumpelstilzchensynchro!

"Ich bin mein Himmel und meine Hölle"

Autor Wolfgang Brunner über die Schreiberei und ein Leben ohne Handy und Auto.

"Raumstation Alpha-Base − 8: Feind" und "Planet Eden − Teil 6"

Zwei Hörspiele für laue Sommerabende.

Kino-Guide August

"Summer Wars" und "Die Legende von Aang".

UFO-News

Was tut sich auf der Erde in Sachen Himmel?

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

...die Folge "Der geheimnisvolle Garak, Teil 1" 1995 eine Emmy-Nominierung für "Outstanding Hairstyling" erhielt?

...die Schauspielerin der Melanie in der Folge "Der Besuch" Rachel Robinson ist, die Tochter von Andrew Robinson, dem Darsteller des Elim Garak?

...es sich in der Folge "Kleine grüne Männchen" bei der Frau auf dem Pin-up-Kalender um Rita Hayworth handelt?


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Für wen hat "Star Trek" den Durchbruch gebracht...

...und wer ist an "Star Trek" gescheitert? - Teil 3: DS9

Innerhalb von über 700 Episoden und mittlerweile elf Kinofilmen sind Hunderte von Darstellern aufgetreten, die durch "Star Trek" zu Ruhm und Ehren, aber auch nur bis zum Äquivalent der Sozialhilfe gekommen sind. An dieser Stelle werden aus Platz- (und Zeit-)gründen nur die Hauptdarsteller und der ein oder andere "Ausreißer" beleuchtet.

Avery Brooks: Der sympathische Darsteller ist fanpräsent. Auf der vorletzten FedCon in Bonn kam er mehr als sympathisch rüber. Dieselbe Weltberühmtheit wie die von Shatner oder Stewart blieben dem "Hawk"-Darsteller zwar verwehrt, doch begnügt er sich mit TV- und Kinonebenrollen, aber spricht auch für Hörbücher.

Nana Visitor: Vier Jahre Ehe mit dem Stationsarzt sind genug ... außer der relativ kurzen Ehe mit Fadil ist sie nur sporadisch zu sehen, u. a. in "Battlestar Galactica" für eine Episode.

Siddig el Fadil/Alexander Siddig: Witzig ist die Abstammung des Darstellers. Während sein Vater der Bruder des ehemaligen sudanesischen Premiers ist, ist seine Mutter die Schwester von Kirk-Killer Malcolm McDowell. Bashir Darsteller Fadil macht keinen Hehl draus, dass er mit dem Charakter mehr als unzufrieden war. Das TrekZone Network berichtete (hier nachzulesen). Dem Darsteller ist bislang auch eine größere Filmkarriere verwehrt verblieben. Nicht nur das: Die Liaison mit Kira-Darstellerin Visitor, die während der Serie aufflammte, ging auch in die Brüche. Sein Glück sucht er in Historienschinken. Mehr oder weniger erfolgreich.

Terry Farrell: Das attraktive Ex-Model hat ziemlich hoch gepokert, als sie für ihre Kinokarriere die Serie nach sage und schreibe sechs Staffeln verlassen hat. Sie hat hoch gepokert und verloren, da sie nicht die Konditionen bekam, die sie haben wollte. Das war ziemlich dämlich, weil die heiß ersehnten Filmrollen mehr als ausblieben. Aber auch wenn Farrell die Serie nicht verlassen hätte, ist es unwahrscheinlich, dass sie nach einer weiteren Staffel etwas anderes hätte machen können. Stattdessen hat sie vier Staffeln lang in einer anderen Serie mitgespielt und wurde nach diesen vier Staffeln ersetzt. Ihrer Nachfolgerin als Dax

Nicole deBoer hatte zwar die eine oder andere Rolle, aber die große Karriere blieb auch ihr verwehrt.

Colm Meaney: Anders als der schottische Bordingenieur ist Meaney ein erfolgreicher Charakterdarsteller und häufig im TV und im Kino bis heute noch vertreten. Der sympathische Ire spielt häufig den "kleinen Mann". So gelingt es ihm wie kaum einem Anderen, nicht nur lange in TNG von Anfang (und am Ende), sondern auch durchs gesamte DS9 seinen Charakter zu spielen. Dafür wurde ihm dann die "Star Trek"-Filmkarriere verwehrt.

Armin Shimerman: Der Ferengi-Darsteller hat einige Bücher verfasst, u. a. "The 34th Rule" (in Deutschland [noch?] nicht erschienen). Im Fernsehen und im Kino ist er ab und an zu sehen, aber die große Karriere blieb auch bei ihm aus.

 
 

Für Nog war mit DS9 auch die TV-Karriere beendet.


Chirroc Lofton: Für Lofton blieb nur ein Rap-Album, einige Fanproduktionen. Ansonsten auch hier: Schweigen im Wald.

Aron Eisenberg: Für Nog war mit DS9 auch die TV-Karriere beendet. Es gab mal einen Comic, der von ihm für Malibu geschrieben wurde.

Max Grodénchik: Anders als für Nog ging es für Rom weiter. Es gab hier und da einige Rollen, aber der große Durchbruch war nicht dabei.

Chase Masterson: Heißes Dabogirl = keinen Filmerfolg nach "Star Trek" ... die Gleichung könnte aufgehen, wenn es nur das gewesen wäre. Irgendein Scherzkeks hat ihre echten Kontaktdaten ins Internet gestellt. Die Folge waren Drohanrufe, aber auch Anrufe sexuellen Inhalts, sodass Chase mit ihrem Sohn für mehrere Monate ihr Haus verlassen musste.

Casey Biggs/Marc Alaimo/Andrew Robinson: Die Bösewichter und Cardassianer aus der Serie verdanken Marc Alaimos Nacken das typische cardassianische Aussehen, auch wenn u. a. Alaimo durch seine Darstellung nicht nur Anerkennung bei "Star Trek"-Fans errungen hat und Robinson "A Stitch in Time" geschrieben hat, der demnächst bei Cross Cult auf Deutsch veröffentlicht wird, haben die drei jedoch keine nennenswerten Rollen mehr erhalten.

Rene Auberjonois: Hören wir mal mit ausnahmsweise einem auf, der bereits vor "Star Trek" auf eine gewaltige Anzahl berühmter Filme zurückblicken konnte (z. B. "King Kong", "Hindenburg"), aber auch nach "Star Trek" in diversen Blockbustern mitspielen durfte und sogar noch eine Serie ("Boston Legal" mit Bill Shatner) absolvierte. Auberjonois ist einer der wenigen Darsteller, dem der "Star Trek"-Fluch nicht viel anhaben konnte. Odo sowie seine anderen Gastauftritte ("Star Trek VI", "Enterprise") sind lediglich ergänzend, aber machen den Darsteller nicht aus.

Trek-Cast

Für viele Schauspieler brachte "Star Trek" Ruhm und Ehre und eine steile Karriere, für manche kam nach "Star Trek" jedoch nichts mehr. Lesen Sie hier, wer weiterkam und wer scheiterte, in einem Beitrag von Christian Freitag.


 

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Erfindungen aus "Star Trek"...

...die lieber nicht Realität werden sollten

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, dass es einige der Erfindungen in "Star Trek" auch heute schon geben sollte? So zum Beispiel das Beamen zum schnellen Ort-zu-Ort-Transport ohne großartige Zeitverzögerung oder den Warpantrieb, um die Weiten des Alls zu erkunden und vielleicht gar neues Leben zu entdecken.

Einige der Erfindungen aus "Star Trek" − die dereinst noch milde belächelt wurden − haben es sogar in unsere heutige Realität geschafft: So ist der Kommunikator von Kirk & Co. mittlerweile allen als Handy bekannt. Touchscreens sind in vielen technischen Geräten bereits gang und gäbe und die Phasertechnologie spiegelt sich in der heutigen Lasertechnologie wieder. Ja, selbst das Beamen wird bereits von diversen Wissenschaftlern erfolgreich erforscht − wenn auch in einem so kleinen Bereich, dass das Beamen von Menschen noch immer utopisch ist. Bei all den Ideen und Utopien sollte man allerdings auch vermuten, dass es Erfindungen in "Star Trek" gibt, die man nicht haben muss. Je nach Perspektive werden hier die Meinungen auseinander gehen, aber in jedem Fall kann man die Erfindungen immer von zwei Seiten betrachten.

 
 

Manchmal muss man sich fragen, wie die Menschen früher ohne Handy ausgekommen sind...


Nehmen wir einmal das bereits erfundene Handy. Für Viele ist es ein Segen, können sie doch jetzt immer und überall telefonieren, wie wichtig oder belanglos das Telefonat auch sein mag. Die Erreichbarkeit ist schier unendlich und die Möglichkeiten, die moderne Handys bieten, ebenfalls. Aber neben dem Segen dieser Errungenschaften sind sie zugleich ein Fluch. Manchmal muss man sich fragen, wie die Menschen früher ohne Handy ausgekommen sind, denn egal wo man steht, sitzt oder läuft, das allgegenwärtige Klingeln ist aus irgendeiner Ecke immer zu hören und wenn nicht dies, so wird man im Zweifel mehr oder minder freiwillig Zeuge eines Telefonates oder − wie es unter den Jugendlichen immer beliebter wird − der Musik aus dem Handy, die statt über Kopfhörer für alle Ohren aus den Lautsprechern dringt. "Privatsphäre" und "Unerreichbarkeit" sind in der heutigen Zeit Wörter, die durch das Handy oftmals ad absurdum geführt werden. Doch selbst die Römer wussten schon: factum fieri infectum non potest − Geschehenes kann nicht ungeschehen gemacht werden und somit werden die Handys auch in Zukunft − vielleicht noch mehr als bisher − unser Leben bestimmen. Zum Guten wie zum Schlechten.

Waffen sind immer ein Thema, an welchem sich die Geister scheiden. Die Einen sind Waffennarren, begeistert von dem ein oder anderen Waffentyp und halten viel von diesem Werkzeug, das schlimmstenfalls Leben gewaltsam beenden kann. Die Anderen sind gänzlich gegen sie und sehen sie schlichtweg als gefährlich und unverantwortlich an. Wieder Andere, vielleicht der größte Teil der Bevölkerung, arrangiert sich mit deren Existenz und weiß ob der Gefahren, die sie in sich bergen, aber auch ob der Chancen damit vielleicht einmal das eigene oder anderer Menschenleben zu retten − zum Beispiel zur Anwendung als Drohgebärde. Waffen in "Star Trek" besitzen eine beeindruckende Feuer- und Vernichtungskraft, können gleichzeitig aber in vielen Fällen so "sanft" dosiert werden, dass sie keinen nennenswerten Schaden anrichten und Menschen doch aus Gefahren retten. Erfindungen wie Torpedos in all ihren Varianten besitzen eine erschreckende Macht, die nicht nur Schiffe, sondern ganze Raumstationen oder schlimmstenfalls Planeten vernichten können. Sie in der Realität zu besitzen, würde ein noch höheres Gefahrenpotenzial − trotz aller gesteigerten Sicherheitsaspekte − mit sich bringen, als dies bei den Atombomben bereits in der Vergangenheit der Fall war und manchmal − durch das Kettenrasseln der Atommächte − auch heute noch gerne zur Schau getragen wird. Gleichzeitig bieten sie aber auch Möglichkeiten, die Sicherheit des Planeten zu verstärken − nicht unbedingt vor möglichen außerirdischen Aggressoren, die es ja vielleicht geben könnte − sondern vielmehr vor den natürlichen Begleitern unserer Erde auf dem Flug durchs All, welche hin und wieder gefährlich nahe unseren Weg kreuzen und eines Tages zu Kollisionen und Katastrophen führen könnten.

 
 

Das heutige Computerzeitalter zeigt zur Genüge, wie begeistert Menschen eine prinzipiell gute Erfindung zu illegalen Zwecke missbrauchen und damit immensen Schaden anrichten.


Der Replikator hingegen scheint auf dem ersten Blick ein klares Ja in der Liste der Erfindungen zu erhalten, die es aus dem "Star Trek"-Universum unbedingt auch in der Realität geben sollte. Doch auch hier lohnt ein zweiter Blick. So wunderbar, so hilfreich und so beeindruckend eine solche Technik ist − vor allem auch im Hinblick darauf, welchen Einfluss sie auf die Entwicklung der Gesellschaft haben muss − so gefährlich kann sie sein, wenn damit Missbrauch betrieben wird. Das heutige Computerzeitalter zeigt zur Genüge, wie begeistert Menschen eine prinzipiell gute Erfindung zu illegalen Zwecke missbrauchen und damit immensen Schaden anrichten. Auch ein Replikator könnte − selbst mit entsprechenden Sicherheitsprogrammen − zum Missbrauch genutzt werden: zum Beispiel für die Herstellung von illegalen Waffen, Giften oder Drogen. Gleichzeitig aber muss man sich auch die Frage stellen, wie die Gesellschaftsentwicklung dadurch verändert wird und ob der Replikator nicht plötzlich ein Hemmnis darstellt statt ein Mittel zur Unterstützung und Förderung des Menschen, seiner persönlichen Entfaltung und Entwicklung.

Viele Erfindungen bei "Star Trek" sind nicht unbedingt neu, werden hier aber neu interpretiert oder in einer ganz intensiven Art und Weise ausgeweitet. Zeitreisen gehören ganz sicher dazu. Bereits Mark Twain und andere frühere Autoren nahmen sich des Phänomens der Zeitreise an und betrachteten die Verwicklungen und gegenseitigen Reaktionen der Menschen aufeinander, wenn ein Mensch aus der Zukunft in die Vergangenheit reist. In "Star Trek" findet man diese Art des Reisens in jeder der Serien und es ist reizvoll, mit den Protagonisten zu reisen und am eigenen Leib zu erleben, wie man in den 30er-Jahren oder im Mittelalter wirklich lebte oder wie man in 100 Jahren leben wird. Doch Zeitreisen würden wohl das größte Potenzial an Problemen für die Menschheit und deren Geschichte bergen − wenn sie möglich wären. So genannte Paradoxien und Schmetterlingseffekte werden in der Philosophie und anderen Fachbereiche schon lange im Rahmen der Hypothese über Zeitreisen diskutiert und in ihnen liegt letztlich auch die Krux des ganzen Unterfangens: Eine kleine Änderung in der Vergangenheit, ausgelöst durch eine Person aus der Zukunft, kann die gesamte bis dahin bekannte Zukunft verändern und das für die Person bis dato bekannte Gefüge von Sein und nicht Sein komplett über den Haufen werfen. Da man, bei einer Reise in die Vergangenheit − ja selbst in die Zukunft, wo Eindrücke und vielleicht gar Ideen und Erfindungen aus der Zukunft in die Gegenwart mitgebracht werden könnten − nie weiß, welche Kleinigkeit, welche Aktion genau dies bewirken würde, läuft man jeden Augenblick in der anderen Zeit Gefahr alles zu zerstören, was einst in der Zukunft gewesen ist oder eben noch sein würde.

Und doch gibt es letztlich eine Erfindung des "Star Trek"-Universums, die wohl niemand in dieser Art und Konsequenz zu schätzen wüsste: die Borg und deren Art der Assimilierung von Technologie und Wissen anderer Spezies. Die Technologie der Borg ist ohne Frage beeindruckend und regt teilweise die Phantasie der Menschen nicht nur in "Star Trek" zu ungeahnten Höhenflüge, aber die Art, wie die Borg an eben jenes Wissen gelangen, wird wohl nicht einmal in den wohlwollendsten Augen als Positiv angesehen. Wer möchte schon gerne seine Individualität verlieren, nur der Teil eines Ganzen werden, nie mehr mit sich alleine, immer fixiert auf alle und nie mehr die Möglichkeit besitzen Stille, Ruhe und Abgeschiedenheit zu erleben. Nie mehr nur er oder sie selber sein. Gerade die Individualität ist es, die den Menschen ausmacht und zu etwas Einzigartigem werden lässt und eben jene wird letztlich wohl niemand verlieren wollen.

So bleibt zu sagen, dass beinahe jede Erfindung in "Star Trek" − wie dies auch immer in der Realität ist − aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden kann. Gefahren des Missbrauchs gibt es immer und müssen mit einkalkuliert werden, doch trotz all der Gefahren, bergen sie auch Potenziale und Möglichkeiten, die das Streben des Menschen voranzukommen, nicht stillzustehen und die Welt und das Wissen für sich zu entdecken immer weiter fördern.

Welche Erfindungen aus "Star Trek" sollten Ihrer Meinung nach niemals Realität werden? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

Trek-Zone

Sind alle Erfindungen, die wir in "Star Trek" sehen wirklich erstrebenswert? Ute Kreibaum geht dieser Frage auf den Grund.


 

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Die Ereignisse des Monats

August 2010

Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick, zusammengestellt von Peter Schipfmann.

Trek-Kalender

 
 

Montag

 

Dienstag

 

Mittwoch

 

Donnerstag

 

Freitag

 

Samstag

 

Sonntag

 
 
                           01.August  
                           
   02.August    03.August    04.August    05.August    06.August    07.August    08.August  
       

Convention
The Official Star Trek Convention 2010
Las Vegas (4 Tage)
Infos

   

Geburtstag
Cirroc Lofton
(Jake Sisko)

   
   09.August    10.August    11.August    12.August    13.August    14.August    15.August  
 

Geburtstag
Eric Bana
(Nero)

     

Geburtstag
Bruce Greenwood
(Christopher Pike; "Star Trek XI")

 

Convention
East Coast Official
Star Trek Convention (3 Tage)
Infos

     
   16.August    17.August    18.August    19.August    20.August    21.August    22.August  
       

Geburtstag
Diana Muldaur
(Dr. Kathrine Polaski)

Geburtstag
Jonathan Frakes
(William T. Riker)

     

Geburtstag
Kim Cattrall
(Valeris)

 
   23.August    24.August    25.August    26.August    27.August    28.August    29.August  
   

Buch
Terri Osborne, u. a.
"Star Trek: SCE: What's Past"
Bestellen

Geburtstag
Jennifer Lien
(Kes)

   

Geburtstag
Chris Pine
(James Tiberius Kirk; "Star Trek XI")

   

Geburtstag
Gates McFadden
(Dr. Beverly Crusher)

   
   30.August    31.August                      
   

Buch
Keith R. A. DeCandido
"Deep Space Nine 8.04: Dämonen der Luft und Finsternis"
Bestellen

                     
 


 

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"Shrek Forever"

Hoecker brilliert mit seiner Rumpelstilzchensynchro!

Als ich gesehen hatte, dass ein neuer "Shrek"-Film in die Kinos kommt, dachte ich mit Grauen an eventuelle Endlosfortsetzungen, die einen Hit von damals versauen. Wir erinnern uns: Im ersten Teil von "Shrek" war alles ganz neu. In der Märchenwelt wurde so ziemlich alles entstaubt, was entstaubt werden konnte. Mit so manchem Mythos wurde aufgeräumt. "Shreks" Anarcho-Humor traf genau da, wo er sollte. Er rettete Prinzessin Fiona aus dem höchsten Turm vor den Klauen einer Drachenlady. Und das eigentlich, ohne es zu wollen. Sollte doch die ganze Märchenbande aus seinem geliebten Sumpf abhauen. Das nervige Fellbündel namens Esel sollte auch verschwinden. "Shrek" wollte nur seine Ruhe und kam durch irrwitzige Einfälle nicht nur zur Rettung des Königreiches, sondern auch zu einem Freund und zu einer großen Liebe.

In Teil 2 von "Shrek" kam es wie es kommen musste. Die Schwiegereltern müssen ja auch mal von ihrem Schwiegersohn besucht werden. So war "Shrek 2" zwar nichts anderes als "Meet the Fockers" (die beide übrigens 2004 ins Kino kamen!) und Konsorten wie "Rat mal, wer zum Essen kommt" − nur witziger. Die Glücksfee und ihr Mamasöhnchen Prinz Charming wollten Böses verbreiten. Das Triumvirat wurde mit dem Profikiller "Der gestiefelte Kater" perfekt. "Ice Age" ließ grüßen.

Teil 3 zeigte enorme Abnutzungserscheinungen. Shreks Schwiegerpapa, der Froschkönig, lag in den letzten Zügen und so musste Ersatz her. Sprich: Shrek und Fiona sollten das Königreich übernehmen. Darauf hatte der grüne Oger keinen Bock und so musste eine Legende her: König Arthus. Der Film wurde schnell ad acta gelegt und so konnte man nur hoffen, dass es sich um einen Ausreißer handelte. Technisch wurden die Figuren zwar immer perfekter, aber die Luft war raus. Nicht so bei "Shrek Forever". Back to the Roots hieß es hier, wie so oft in letzter Zeit.

 
 

Shrek ist nach wie vor − glücklich − verheiratet, hat drei wundervolle Kinder und mehrere tolle Freunde, die immer (un)angemeldet reinschneien.


Zu der Story: Shrek ist nach wie vor − glücklich − verheiratet, hat drei wundervolle Kinder und mehrere tolle Freunde, die immer (un)angemeldet reinschneien. Jeden Morgen wird Shrek von seinen wundervollen Kindern geweckt. Seine hübsche liebevolle Frau hat immer einen witzigen Spruch auf Lager, wenn er die Windeln wechselt, er kann auf dem Klo entspannen, trinkt seinen Augencocktail des Nachmittags und seine Freunde erzählen von alten Geschichten ... und die Geburtstagsfeier seiner Kinder steht an.

Alles ist harmonisch. Viel zu harmonisch. Viel zu viel harmonisch. Es ist so harmonisch jeden Tag, dass es beinahe zum Kotzen ist. Jeden Morgen dieselbe Leier, die Blagen stehen am Bett, die Alte sagt auch immer dasselbe beim Pampersvernichten, aufs Klo kann er auch nicht, weil so eine bekloppte Horde sein WC als Sightseeing-Platz missbraucht, er kann nicht mal in Ruhe einen schlucken, weil das Klo verstopft ist und dann kommt diese nervige Bande jeden Abend und erzählt mit jedem Wort denselben Sch... Als die Blagen den ersten Geburtstag feiern, ist da doch tatsächlich so ein Rotzbalg, das einen auf "Mach den Oger" zwingt. Früher haben die Dorfbewohner ihn noch mit Mistgabeln und Fackeln gejagt. Heute muss er Autogramme darauf geben. W I D E R L I C H. Da dreht Shrek dann durch und wirft Fiona an die Rübe, dass es vielleicht besser gewesen wäre, sie nicht aus dem Turm gerettet zu haben. Darüber ist Fiona natürlich entsetzt und versteht nicht, dass nur Shrek nicht sehen kann, dass er nicht glücklich ist.

Das bekommt das abgehalfterte Rumpelstilzchen mit. Mit seinen autogleichen Betrugsverträgen mit den hintersten Klauseln in der Ecke, will er Shrek in eine Falle locken. Hat er doch Prinzessin Fiona aus dem Turm errettet und ihm damit die Tour versaut, sich das Königreich Far Far Away selbst unter den Nagel zu reißen. Schließlich hätte er den König und die Königin beinahe dazu gebracht, seinen Vertrag zu unterschreiben, weil Fiona nicht errettet wurde. Doch kurz vor der Unterschrift hat man die Mitteilung überbracht, dass sie befreit ist.

 
 

Oger Shrek hat nunmehr alles in seiner Macht stehende zu tun, um den Kuss wahrer Liebe zu erhalten, denn sonst löst er sich in Wohlgefallen auf.


Er bietet Shrek an, den "Oger für einen Tag"-Vertrag zu unterschreiben. Als Handel dürfte er sich einen Tag aussuchen, einen unschuldigen Tag in Shreks Leben, von dem er nicht einmal wüsste. Shrek meinte, er könne alles haben und schon ist es passiert... Shrek befindet sich in einer Parallelwelt. Zwar sind alle Charaktere um ihn herum dieselben: Esel, Fiona, Gestiefelter Kater − und auch wieder nicht. Rumpelstilzchen hat sich den Tag von Shreks Geburt ausgesucht und da alle Leben mit Shrek irgendwie zusammenhängen (Fiona und Esel wurden von ihm gerettet, der Gestiefelte Kater hatte 'ne Menge Action), siehts nunmehr ganz anders aus: Fiona ist eine lange rotmähnige Walküre, die die Oger gegen Rumpelstilzchen ins Feld führt, Esel ist ein richtiges Lasttier und der Gestiefelte Kater ist irgendwie ... flauschig. Oger Shrek hat nunmehr alles in seiner Macht stehende zu tun, um den Kuss wahrer Liebe zu erhalten, denn sonst löst er sich in Wohlgefallen auf. Er ist ja nie geboren worden! Doch das ist einfacher gesagt als getan: Wie bringt man die Frau dazu, die man in- und auswendig kennt, die einen selbst aber nicht kennt, ihn zu küssen, ja geschweige denn wenige Stunden zu lieben!?!

Das Ende möchte ich nicht vorwegnehmen. Es sind aber wieder viele wahnwitzige Einfälle und tolle Musik in dem Film, beispielsweise Enya schmettert ihr "Orinocco Flow" bei einer Werbekampagne von Rumpelstilzchen im Hintergrund. Die Figuren sind top animiert. Viele Einzelheiten, die vorher so nicht möglich waren, insbesondere das Fell von Esel und dem Kater sind perfektioniert worden.

Etwas traurig ist man dann doch über das Ende. Vor allem, weil es der letzte Teil ist, was durch den Abspann noch einmal deutlich gemacht wird. Man hat wohl doch Angst über den Verschleiß und die Demontage des Anti-Helden. Der Film hat aber auch trotz seiner witzigen Einfälle nachdenkliche und teilweise sogar traurige Momente. Erst einmal sieht man, was ein Alltagsleben bringt und dann denkt man auch über die Charaktere des Paralleluniversums mit ihren eigenen Geschichten nach...

Kann den Film nur weiterempfehlen, ich habe es nicht bereut. Hoecker brilliert mit seiner Rumpelstilzchensynchro!

SF-Zone

Das wars. Eine Ära geht zu Ende. Zum letzten Mal treibt Shrek seine Späße auf der großen Leinwand. Ob der Abschied gelungen ist, das verrät Ihnen Christian Freitag.


 

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"Ich bin mein Himmel und meine Hölle"

Autor Wolfgang Brunner über die Schreiberei und ein Leben ohne Handy und Auto

Wieder einmal hatte das TZN Gelegenheit, einen Autor zu interviewen. Diesmal: Wolfgang Brunner

TrekZone Network: Wer ist Wolfgang Brunner?

Wolfgang Brunner: Sich selbst zu beschreiben, fällt schwer. Spontan fällt mir ein Zitat aus Schillers "Die Räuber" ein, das auf mich zutreffen könnte: "Ich bin mein Himmel und meine Hölle." Mein Himmel besteht aus vielen kleinen Dingen, wie Lesen, Musikhören und Unternehmungen mit der Familie. Meine Hölle besteht aus Schreibblockaden, die glücklicherweise eher selten vorkommen, und Überarbeitungen von Manuskripten, die lediglich als Rohfassung existieren.

TZN: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

 
 

"Lesen und Schreiben liegt nah beieinander."


Brunner: Ich habe schon als Kind viel gelesen und da konnte es gar nicht ausbleiben, dass ich mich früher oder später an eigenen Geschichten versuchte. Mit zwölf Jahren tobte ich mich bei einer eigenen Heftchen-Reihe im Stil von "John Sinclair" aus und schrieb an einem Science-Fiction-Roman, der schon damals mehr als 200 DIN-A4 Manuskriptseiten umfasste. Lesen und Schreiben liegt nah beieinander. Als ich dann im Jahr 1989 das Glück hatte, Michael Ende kennenzulernen, hörte ich nicht mehr auf, an mir zu arbeiten, um Autor zu werden. Seine Tipps waren und sind mir bis heute hilfreich.

TZN: Wie vereinst du Familie, Beruf und Schreiberei?

Brunner: Da gibt es nicht viel zu vereinen, weil − glücklicherweise, muss ich sagen − alles nahtlos ineinander greift. Das Schreiben wurde Teil des Familienlebens und umgekehrt. Ich habe das große Glück, mit meiner Lebensgefährtin, wann immer ich möchte, über meine aktuellen und auch unausgegorenen Projekte sprechen zu können. Meine Tätigkeit in einem Reisebüro war für die Schreiberei nie hinderlich. Ich fand immer Mittel und Wege, meinem "Laster" nachzugehen.

TZN: Worum geht es in deinem neuesten Buch "Kim Schepper und die Kinder von Marubor"?

Brunner: Kim Schepper verliert ihren elfjährigen Bruder durch einen Autounfall. Es stellt sich allerdings heraus, dass der Junge nicht tot ist, sondern Teil eines geheimen Experiments war, mit dem "das Unternehmen" den Menschen zu ewigem Leben verhelfen wollte. Zusammen mit anderen Kindern, an denen ebenfalls geforscht wurde, erkennt Kim, dass die Männer des Unternehmens mit allen Mitteln Macht über die Erde bekommen wollen. Eine Kaugummi kauende Fledermaus, ein hundert Jahre altes Segelschiff, das auf dem Trockenen liegt und den Kindern als Kommandozentrale dient und weitere Überraschungen erwarten den Leser.

Es handelt sich um den ersten Band einer geplanten, fünfteiligen Reihe. Zentrales Thema ist die Gier von Unternehmen nach Macht. Unkontrolliertes Konsumverhalten der Menschen, das fast schon als Sucht bezeichnet werden kann, stellt eine immer größere werdende Gefahr für die Erde dar. Außerdem wollte ich ernste Themen wie Sterben und Tod in die Handlung mit einbauen. Meine Absicht war, anhand einer spannenden Geschichte sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene begreiflich zu machen, wie weit es führen kann, wenn man immer das Beste, Schnellste, Teuerste und Größte haben will. Ein dreizehnjähriges Mädchen nimmt den Kampf gegen solch ein Unternehmen auf, um zusammen mit ihren Freunden die Erde zu retten.

TZN: Wie bist du zu diesem Thema gekommen?

 
 

"In unserer Welt hat das Streben nach materiellem Besitz oberste Priorität."


Brunner: Auslöser der Grundidee war zweifelsohne der Roman "Momo" von Michael Ende. In unserer Welt hat das Streben nach materiellem Besitz oberste Priorität. Mir macht diese Entwicklung persönlich Angst, weil Menschen die Dinge, um die es im Leben wirklich geht, nämlich Liebe, Freundschaft, Gefühle und eine innige Verbindung zu Tier, Natur und Erde, nicht mehr genügend erkennen. Die Einarbeitung von ernsten Themen wie Sterben und Tod nahm während eines Gesprächs mit einem bekannten deutschsprachigen Sterbeforscher Gestalt an. Wie er war auch ich schon immer der Meinung, dass diese Tabuthemen nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen auf enormes Interesse stoßen. Erste Meinungen zu dem Buch haben diese Wahrnehmung bestätigt.

TZN: Du besitzt weder Handy noch ein Auto? Wie ist es dazu gekommen? Wie kommt man so in der heutigen Welt zurecht? Und beeinflusst es dein Schreiben? Und was sagen andere dazu?

Brunner: Vor langer Zeit besaß ich sowohl Auto als auch Handy. Ersteres habe ich abgeschafft, als ich erkannte, dass ich alle Orte, die ich erreichen möchte, auch ohne eigenes Auto erreichen kann. Im Gegensatz zu vielen Menschen sah ich in einem Fahrzeug niemals ein Statussymbol sondern nur einen Nutzgegenstand. Ein eigenes Auto ist für mich mittlerweile ein Luxus, den ich nicht benötige. Zum Handy: Ich habe die erste Hälfte meines Lebens ohne Handy verbracht, also werde ich die zweite auch ohne schaffen. Seit es Mobiltelefone gibt, habe ich das Gefühl, dass die Leute leider unzuverlässiger und unpünktlicher geworden sind. Auch wenn Viele meinen, Handys seien kommunikativ, aus meiner Sicht haben sie die Welt unpersönlicher gemacht. Die bedeutenden Dinge gehen unter, es wird über alles Mögliche geplaudert und geschrieben, das Gespräch von Angesicht zu Angesicht bleibt jedoch auf der Strecke. Es ist die Anonymität, die mir Sorgen bereitet: Heutzutage werden sogar Beziehungen per SMS beendet. Läuft da nicht etwas falsch?

TZN: Du siehst auch nicht fern, wie ich gelesen habe. Dafür viel DVD und Kino. Ist das nicht ein Widerspruch?

Brunner: Ich sehe da in keiner Weise einen Widerspruch. Meine Abneigung gegen das Fernsehen entstand in einer Zeit, als die Privatsender das Regime übernahmen. Das Fernsehprogramm setzt in den meisten Fällen Priorität auf Werbung und anderweitige Beeinflussungen des Zuschauers. Die Medien DVD und Kino hingegen widmen sich ganz und gar dem Film. Schon vor langer Zeit verging mir die Lust, vier Stunden vor dem Fernsehgerät zu verbringen, um einen Zweieinhalb-Stunden-Film anzusehen, bei dem ich am Ende feststellen musste, dass er dann doch gekürzt war, um die entsprechenden Werbeblöcke unterzubringen.

Mittlerweile besuche ich auch selten ein Kino, weil sich das Verhalten des Publikums in den letzten Jahren bedauernswerterweise gravierend geändert hat. Während früher die Menschen ihre Aufmerksamkeit dem Film auf der Leinwand widmeten, wird sich heute mit Chipstüten und SMS-Schreiben beschäftigt. Der Film ist nur noch Beiwerk.

TZN: Inwieweit beeinflusst Musik dein Schreiben?

 
 

"Ich mache mir zu jedem Projekt einen eigenen 'Soundtrack', der mich während der gesamten Zeit, in der ich an dem Roman arbeite, über Kopfhörer begleitet."


Brunner: Ohne Musik gäbe es wahrscheinlich keine einzige meiner Geschichten. Ich mache mir zu jedem Projekt einen eigenen "Soundtrack", der mich während der gesamten Zeit, in der ich an dem Roman arbeite, über Kopfhörer begleitet. Es ist schwer zu erklären, aber diese Musikstücke werfen mich, je länger ich sie höre, immer wieder in die gleiche Stimmung zurück, die über der Geschichte liegt und ja auch liegen soll. Ich beschreibe die Bilder, die ich in meinen Gedanken sehe, und die dafür zusammengestellten CDs sind sozusagen die Filmmusik dazu.

TZN: Du hast viele unveröffentlichte und angefangene (Ideen) Geschichten. Schreibst du parallel in verschiedenen Werken oder sammelst du erst einmal nur, was dir durch den Kopf geht?

Brunner: Das ist verschieden. In der Regel schreibe ich konsequent an einem Projekt, nur hin und wieder − wenn der Handlungsfluss stockt − schiebe ich eine Kurzgeschichte ein, die mich nicht in Ruhe lässt. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen: Wenn mir zum Beispiel eine Idee in den Kopf schießt, die förmlich danach verlangt, sofort niedergeschrieben zu werden, füge ich mich diesem Drang. So entstanden zu ein paar Romanprojekten bereits einige Seiten oder Kapitel, währenddessen ich das damals aktuelle Projekt kurzzeitig ruhen ließ. Gedanklich schreibe ich jedoch meistens an mindestens fünf verschiedenen Projekten gleichzeitig...

TZN: Warst du jemals an einem Punkt, wo du gedacht hast, du schmeißt die Schreiberei hin?

Brunner: Dieser Zeitpunkt kommt mit erschreckender Regelmäßigkeit alle sechs bis acht Wochen, manchmal sogar früher. Meine Lebensgefährtin kann ein Lied davon singen, was es bei mir heißt, die Schreiberei hinzuschmeißen. Ich denke, diese Anwandlungen hat jeder Schriftsteller. Wieso sollte er sich diese Freiheit aber nicht herausnehmen dürfen? Jeder Angestellte erlebt solche "Ich habe keine Lust mehr auf diesen Mist"-Phasen. Ein Autor zweifelt von einer Sekunde auf die andere an seiner Arbeit und möchte am liebsten alles vernichten oder für immer verschwinden lassen. Doch meist sind solche Anfälle von kurzer Dauer − so schnell gibt ein Schreiberling nicht auf, dafür ist das Jucken in den Fingern zu groß und die Gedanken im Kopf zu überwältigend.

TZN: Noch einige abschließende Worte?

Brunner: Wer regelmäßig Neues über mich erfahren will, kann sich für den Newsletter auf meiner Homepage registrieren, dort berichte ich von aktuellen Veröffentlichungen, Leseterminen und sonstigen interessanten Neuigkeiten. Da ich einen Kontakt zu Leserinnen und Lesern sehr schätze, findet man mich sowohl bei Facebook als auch bei MySpace.

Ich bedanke mich herzlich für das Interview und wünsche dem TrekZone Network weiterhin noch viel Erfolg.

Weiterführende Links

  • Die offizielle Homepage von Wolfgang Brunner
    Neuigkeiten, Rezensionen, Termine und mehr.

  • Mellis Autorenecke

    "Kim Schepper und die Kinder von Marubor" heißt das neueste Werk von Wolfgang Brunner. In diesem Interview, geführt von Melanie Brosowski, erzählt der Autor über sein neuestes Buch und mehr.


     

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    "Raumstation Alpha-Base − 8: Feind" und "Planet Eden − Teil 6"

    Zwei Hörspiele für laue Sommerabende

    "Raumstation Alpha-Base − 8: Feind"

    Merkwürdiges widerfährt Nicole Schwing, dem Captain der Raumstation Alpha-Base. Sie findet sich urplötzlich auf einem fremden Planeten wieder. Sie hat keine Ahnung, was sie dort soll, sie weiß nur eines: Die Lebewesen sind ihr feindlich gesonnen. Eine fremde Rasse nimmt sie gefangen und möchte sie ihrem Gott opfern. Als noch zwei weitere Besatzungsmitglieder auf dem fremden Planten ausgesetzt werden, deutet alles auf ein abgekartetes Spiel hin. Wer ist dafür verantwortlich und was bezwecken die Feinde?

    Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Ein herausragendes Qualitätsmerkmal der Reihe "Raumstation Alpha-Base" ist nämlich zweifelsohne die unerwartete Wende in der Handlung. Verblüffend, wie sich Handlungsstränge auflösen und eine logische Erklärung liefern. Nichts, was die Crew tut, bleibt ohne Konsequenzen. Mittlerweile sind die Charaktere den Hörern geläufig und agieren gemäß ihrer Eigenschaften miteinander. Doch nicht nur die Crew, sondern auch die fremden Rassen spielen im Verlauf eine wesentliche Rolle. Denn alle verfolgen ihre eigenen Ziele, die sich erst im Laufe der Serie herauskristallisieren.

    Die Synchronsprecher, die zum größten Teil schon aus "Star Trek" bekannt sind, werden in dieser Folge besonders gefordert. Allen voran Gertie Honeck, die als entführte Captain Schwing Höchstleistungen erbringt.

    Der Sound ist in gewohnter Manier gut platziert und das Titelthema unterteilt die Folge in Miniepisoden, da "Alpha-Base" aus mehreren Perspektiven erzählt wird.

    Fazit: Die Serie hat sich zu einer der besten in diesem Genre gemausert. Als Hörer ist man mittendrin und wird von der Dynamik förmlich mitgerissen.

    Maritim-Verlag; Vertrieb: Verlagsgruppe Hermann; Buch: James Owen


    "Planet Eden − Teil 6"

    Nach dem Zusammentreffen mit den Kannibalen und dem Verhindern der Kernschmelze eines Atomkraftwerks ist der Crew der "Lunaris" immer noch keine Ruhe vergönnt. Die lebensgefährlichen Insekten breiten sich weiter auf der Erde aus und erschweren das Bergen der Überlebenden. Utagawa, der den meteorologischen Zustand der Erde überwacht, macht eine furchtbare Entdeckung. Es bahnt sich eine weitere Erhitzung der Erdoberfläche an, die jegliches Leben auslöschen wird. Unter Hochdruck laufen die Bergungsaktionen weiter, bis der Crew aufgeht, dass die Plätze auf der Orbiterstation begrenzt sind. Die Mitglieder der Crew müssen sich zu einer Entscheidung durchringen, wie sie grausamer nicht sein kann.

    Nicht umsonst habe ich beim Hören von "Planet Eden" immer ein mulmiges Gefühl im Bauch. Die Handlung treibt die Figuren von einer gefährlichen Situation in die nächste. Es handelt sich nicht um simple Laserschwartereien im All, es sind Situationen, die nachvollziehbar sind, die mit dem Ekel und den Urängsten der Hörer spielen. Hut ab vor dem Autor dieser Serie. Er schafft eine beklemmende Endzeitatmosphäre.

    Auch die Crew der Sprecher scheint das dichte Drehbuch zusammenzuschweißen. Die Dialoge kommen völlig natürlich rüber. Besonders ragt wieder einmal Sandra Schwittau (Hilary Swank) heraus, die in "Planet Eden" die etwas chaotische Justine spricht.

    Die Soundeffekte sind passend gesetzt. Ein winziges Manko ist leider wieder das abrupte Ende, das nicht durch Musik oder einen Abschlussakkord angekündigt wird.

    Fazit: Ein wunderbares Endzeit-Hörspiel mit bekannten Synchronsprechern, professionell in Szene gesetzt. Für Kinder ist es allerdings ungeeignet, da das Mindestalter für Hörer 16 Jahre beträgt.

    Maritim-Verlag; Vertrieb: Verlagsgruppe Hermann; Buch: A. Masuth

    Weiterführende Links

  • Bestellen bei Amazon.de
    Raumstation Alpha-Base 08: Feind [Audiobook] [Audio CD]

  • Bestellen bei Amazon.de
    Planet Eden 06 [Audiobook] [Audio CD]

  • Christianes Hörspiel-Ecke

    Es ist Ihnen viel zu warm draußen? Dann machen Sie es sich drinnen gemütlich und genießen Sie ein Hörspiel. Hier zwei Tipps unserer Mitarbeiterin Christiane Gref.


     

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    Kino-Guide

    August 2010

    "Summer Wars"  (Japan 2009)


     

    Regie

    Mamoru Hosoda

    Drehbuch

    Satoko Okudera

    Darsteller

    Ryumosuke Kamiki ( Kenji Koiso), Nanami Sakuraba (Natsuki Shinohara)

    Start

    12. August 2010


    Inhalt
    Die nahe Zukunft: Die Welt ist verwoben mit der virtuellen Stadt Oz, in der die Menschen sich in Form ihrer Avatare treffen, einkaufen gehen, Rechnungen bezahlen und einfach Spaß haben. Mit dabei ist Kenji, ein normaler Oberstufen-Schüler, der weitgehende mathematische Fähigkeiten hat. Eines Tages wird er in der realen Welt von seiner Mitschülerin Natsuki gebeten, sie zum Geburtstag ihrer Großmutter zu begleiten. Dort soll er ihren Verlobten spielen. Dort angekommen erhält er per E-Mail ein mathematisches Rätsel von einem unbekannten Absender. Er löst es und schickt die Lösung ab ohne zu ahnen, was er damit auslöst. Die Lösung ermöglicht es, dass die Unbekannten sich in Oz hacken. Während Kenjis Avatar Ziel der Ermittlungen ist, ist nicht nur die virtuelle, sondern auch die mit ihr verflochtene reale Welt in Gefahr. Kann Kenji mit Hilfe der großen Familie von Natsuki die Welt retten?

    Erwartung
    Gut: Dieser Manga-Science-Fiction-Film zeigt die Gefahren auf, die durch die Cyberwelt entstehen könnten. Aber das ist nicht alles. Es ist als Appell zu sehen, für die Kraft des Zusammenhalts in einer Familie gegenüber den virtuellen Netzwerken. "Summer Wars" nahm bereits an verschiedenen Film-Festivals teil, wie beispielsweise an der Berlinale 2010. Qualitativ ist ein typischer Manga-Trickfilm zu erwarten. Er ist ab 12 Jahren freigegeben und somit kein reiner Kinderfilm. Fazit: Ein Film, den man eine Chance geben sollte.

    "Die Legende von Aang"  (USA 2010)


     

    Regie

    M. Night Shyamalan

    Drehbuch

    M. Night Shyamalan

    Darsteller

    Noah Ringer (Aang), Nicola Peltz (Katara), Jackson Rathbone (Sokka).

    Start

    Deutschland: 19. August 2010; Schweiz: 5. August 2010 (deutschsprachiger Raum)


    Inhalt
    Eine Welt, in der die vier Elemente von den Menschen regiert werden können, jedes Element von einer Menschennation. Die Feuernation beginnt einen Krieg gegen die anderen drei Nationen. Die Hoffnungen der angegriffenen Nationen liegt auf dem letzten Luftbändiger und aktuellen Avatar: der zwölfjährige Junge Aang. Der Avatar besitzt die Fähigkeit, alle vier Elemente zu beherrschen und besitzt die Erfahrungen und das Wissen der vorherigen Inkarnationen des Avatars. Der Junge macht sich mit der Wasserbändigerin Katara und ihrem Bruder Sokka auf, um das Bändigen der vier Elemente zu lernen und das Gleichgewicht der Welt wieder herzustellen.

    Erwartung
    Schlecht: "Die Legende von Aang" ist der erste Teil einer Verfilmung der US-amerikanischen Zeichentrickserie "Avatar − Der Herr der Elemente" des Senders Nickelodeon. Während man sich auf gut gemachte Kampfszenen freuen darf, findet der Cast bei den Kritikern keinen Anklang. Der Vorwurf, die Charaktere würden zu hölzern rüberkommen, was eine Identifikation des Zuschauers mit ihnen verhindern würde, ist dabei nicht der schlimmste. Es ist auffällig, dass sämtliche "Guten" von Weißen und die "Bösen" der Feuernation von Arabern, Süd- und Ostasiaten gespielt werden (ausgenommen ist der angehörige der Feuernation Roku, der als "Guter" von einem Weißen gespielt wurde). Wenn man bedenkt, dass die Serienvorlage asiatisch ist, ist der Cast nicht nachvollziehbar. Das kann nicht die Botschaft sein, die man seinen Kindern vermitteln möchte. Fazit: Außer guten Kampfszenen sollte man nichts erwarten.

    Weitere Kino-Starts aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror:

    Piranha 3D, Kinostart: 26. August 2010, passabel: typischer Monster-Film, abgesehen von der 3D-Technik ist nichts Neues zu erwarten.

    Was waren Ihre letzten Science-Fiction-, Fantasy- oder Mystery-Highlights im Kino? Und welche Streifen Enttäuschungen? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    SF-Zone

    Alle wichtigen Infos und eine Vorabkritik zu den aktuellen Kinofilmen aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror wie immer im Kino-Guide der SF-Zone − zusammengestellt von Sara Hoeft.


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    UFO-News

    Was tut sich auf der Erde in Sachen Himmel?

    Das UFO-Phänomen scheint bereits allgegenwärtig, obwohl einige modernere UFO-Sichtungswellen wohl eher auf das Konto irdischer Geheimentwicklungen gehen. Was hat sich in der letzten Zeit ereignet? Welche Menschen machten in den letzten Wochen Schlagzeilen mit dem Thema "UFOs"?

    Kernphysiker Stanton Friedman über UFOs
    14 Jahre lang arbeite Stanton Friedman als Kernphysiker bei Firmen wie General Electric, General Motors, Westinghouse und General Aerojet Nucleonics an teils höchst geheimen Projekten. Nuklear angetriebene Flugzeuge, Raketen, Kernspaltung und Kernfusion waren sein Tagesgeschäft. 1958 erweckten UFOs seine Aufmerksamkeit und seitdem referierte er zu diesem Thema vor mehr als 700 Kollegien und Interessengruppen in 50 amerikanischen Staaten und auf der ganzen Welt. "Nach 53 Jahren Forschung bin ich davon überzeugt, dass wir es hier mit einem kosmischen Watergate zu tun haben", sagte er gegenüber AOL News. "Dies bedeutet, dass ein paar Leute in den Regierungen seit mindestens 1947 wissen, dass einige UFOs außerirdische Raumschiffe sind."

    Ehemaliger brasilianischer Militär offenbart UFO-Untersuchungen
    In einem Interview mit brasilianischen UFO-Forschern des "UFO-Magazine" hat sich der ehemalige Lieutenant-Colonel Leo Tércio Sperb über bislang unbekannte Untersuchungen von UFO-Sichtungen im Jahr 1977 geäußert und diese bestätigt. Zu den Zeugen gehörte auch Militärpersonal, darunter Sperb persönlich, welches Fotobeweise erstellen sowie physische Spuren untersuchen konnte. Sperb glaubt fest an die Existenz anderer Intelligenzen im All und dass ein zukünftiger Kontakt der Menschheit mit diesen nicht zu vermeiden sein wird.

    EU-Parlamentarier fordert Ende der UFO-Geheimhaltung
    Der italienische EU-Parlamentsabgeordnete Mario Borghezio hat am 14. Juni 2010 eine schriftliche Erklärung eingebracht, in der er die Mitgliedsstaaten auffordert, ihre Geheimhaltung von Dokumenten über UFOs aufzuheben. Bislang haben 17 EU-Abgeordnete die Erklärung unterzeichnet. Erhält sie die Unterschrift der Mehrheit des EU-Parlaments, wird sie dem Präsidenten mitgeteilt und im Sitzungsprotokoll verzeichnet. Leider stehen die Chancen für eine breite Unterstützung schlecht, da Borghezio der rechtsextremen Lega Nord angehört und in der Vergangenheit durch zahlreiche rassistische Äußerungen und Übergriffe auffiel. Unter anderem musste er 1993 ein Bußgeld wegen Nötigung eines marokkanischen Kindes zahlen und 2005 folgte eine weitere Geldstrafe, weil er im Jahr 2000 in Turin Zelte von Immigranten angezündet hatte. Man muss sich schon fragen, warum eine derart fremdenfeindliche Person sich überhaupt für Außerirdische interessiert? Will Borghezio mit der Offenlegung des UFO-Phänomens etwa eine rechtliche Grundlage zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung auf die Erde schaffen? Mit diesem Vorstoß der europäischen Rechten dürfte die UFO-Thematik in Europa jedenfalls auf lange Zeit vergiftet sein.

    Weiterführende Links

  • Exopolitik.org
    Kernphysiker: UFOs werden vertuscht.

  • Exopolitik.org
    Brasilien: Ehem. Militär offenbart UFO-Untersuchungen 1977.

  • Exopolitik.org
    EU-Parlamentarier fordert Ende der UFO-Geheimhaltung.

  • Aliens, Ufos, fremde Welten

    Was gibt es Neues zum Phänomen UFO? Shinzon Darhel geht dieser Frage auf den Grund.


     

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    Impressum

    Die Macher und die rechtlichen Dinge im Überblick


    Ausgabe 148 erscheint am 1. September 2010.

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