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StartProdigyProdigy - Season 2Das Warten auf die zweite Staffel "Star Trek: Prodigy" hat sich gelohnt...

Das Warten auf die zweite Staffel “Star Trek: Prodigy” hat sich gelohnt – spoilerfreie Rezension

Dal, Gwyn und die andere “Wunderkinder” brechen mit Admiral Janeway und der Voyager-A zu einer gefährlichen Mission auf, um Captain Chakotay aus einer Zeitanomalie zu retten und den Planeten Solum vor von einem selbstzerstörerischen Bürgerkrieg zu bewahren. Wie gut die zweite und vermutlich letzte Staffel von “Star Trek: Prodigy” ist, besprechen wir hier spoilerfrei.

Was meinen wir mit “spoilerfrei”?

Es gibt sehr unterschiedliche Auffassungen dazu, was “spoilerfrei” bedeutet. Damit ihr selbst entscheiden könnt, ob ihr die Rezension vorab lesen möchtet, machen wir hier transparent, was wir darunter verstehen:

  • Wir verraten keine wichtigen und unerwarteten Wendungen der Handlung bzw. Informationen über die fiktiven Welt und ihre Figuren.
  • Was im Vorfeld durch Vorschauclips und Trailer gezeigt wird, ist kein Spoiler.
  • Was im Cold Open (vor dem Vorspann) bzw. im ersten Akt (bei Episoden ohne Cold Open) passiert, ist kein Spoiler.
  • Handwerklichen Aspekte (Schauspiel, Drehbuch, Bühnenbild, Soundtrack, Spezialeffekte) sind keine Spoiler, sofern sie nichts Wichtiges über die Handlung verraten.

Star Trek: Prodigy war gut und wird besser

Die erste Staffel “Star Trek: Prodigy” ist sicherlich die am stärksten unterschätzte Serie in der Kurtzman-Ära. Mit der zweiten Staffel zementiert “Prodigy” seinen Status als Geheimtipp. Es würde mich nicht wundern, wenn die Serie über die Zeit eine ähnliche Wertschätzung erfährt wie “Deep Space Nine”, das Anfangs auch für viele Trekkies nicht im Zentrum des Interesses stand.

Hinter der einfachen Prämisse schlummert ein Streaming-Kleinod. Wie bereits die erste Staffel zeigt “Prodigy”, wie die zeitgemäße Serialisierung einer staffelübergreifenden Handlung auszusehen hat. Einzelne (Doppel-)Folgen haben erkennbare thematische Grenzen, der Spannungsbogen folgt einem wohltuenden Rhythmus mit befriedigenden Zwischenstationen, der übergreifende Plot tritt nie (lange) auf der Stelle, und die Charaktere entwickeln sich von Episode zu Episode erkennbar weiter.

Im zweiten Viertel der Staffel leistet sich “Star Trek: Prodigy” einige wenige Episoden, die Momentum vermissen lassen. Am Ende finden sich zwei “Füllerfolgen” (“Imposter Syndrome” und “The Fast and the Curious”) in einem Handlungsbogen aus 20 Abenteuern. Also kein Vergleich zu den Kaugummi-zähen Staffelmitten von “Disocovery” oder “Picard”.

Abzüge bei der B-Note gibt es auch, weil wir es wie bei jeder Geschichte mit großem Zeitreiseanteil mit großen und kleinen Logiklöchern zu tun bekommen. Aber erstens geht “Prodigy” damit deutlich selbstironischer und selbstbewusster um, als die bierensten Live-Action-Begleiter, und zweitens ist die Geschichte insgesamt viel robuster und reichhaltiger als die Summe ihrer Fantastik-Gimmicks. Da kann man auch ein Auge zudrücken, wenn das Beamen auch mal klappt, obwohl gerade die Schilde oben sind.

Wenn man “Prodigy” einen handfesten Vorwurf beim Story-Telling machen kann, dann, dass ab der Staffelmitte wieder einmal nichts Geringeres als die Existenz des bekannten Universums auf dem Spiel steht. Eine geringere Fallhöhe wäre zur Abwechslung einmal nett gewesen, aber wenigstens ist der Grund für den Untergang halbwegs originell.

Ein Fest für die Sinne

Wie schon die erste Staffel geht “Star Trek: Prodigy” mit seinem TV-Budget an die Grenzen des Machbaren, um ausdrucksstarke Figuren, spektakuläre Bilderwelten und fantasievolle Aliens zu zeigen. Der stilisierte Look liegt irgendwo zwischen Pixar-Rendering und Gouache-Tapete, was nicht allen gefallen muss. Aber man kann nicht umhin, sich an der fantasievollen und farbenfrohen Welt zu erfreuen und sich von der exzellenten virtuellen Kameraarbeit berauschen zu lassen.

Schließlich trägt wie bei “Strange New Worlds” der volle Soundtrack von Nami Melumad ganz entscheidend dazu bei, dass man regelmäßig vergisst, eine vergleichsweise preiswerte Nickelodeon-Produktion zu sehen, und nicht etwa einen Kinofilm.

Alte und neue Gesichter

Aus Trailern und Vorabberichten wusste das Publikum bereits, dass neben Kate Mulgrew als Janeway und Robert Beltran als Chakotay auch Robert Picardo in seiner Rolle als der Doktor aus “Star Trek: Voyager” zurückkehren würde. Das ist aber nicht das ganze Ausmaß der “Legacy-Prominenz”, den diese Staffel ziert. Insbesondere eine Figur, deren Potenzial jüngst sträflich vernachlässigt wurde, darf in dieser Staffel auftrumpfen. Und die Rolle ist der Mime derart gut auf den Leib geschrieben, dass die Auftritte ähnlich positiv überraschen wie Jonathan Frakes’ Performance als Riker in der letzten Staffel “Picard”. Auch Robert Beltran und Kate Mulgrew scheinen neuen Spaß in ihren alten Rollen zu finden.

Mit der Star-Power aus dem angrenzenden Kanon ist “Star Trek: Prodigy” im gleichen Maße ein eigenständiges Abenteuer rund um die Teenager-Crew der Protostar, wie auch ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Ende der Berman-Ära mit “Voyager” und “Nemesis” einerseits und Kurtzsmans “Picard” andererseits.

Einen Wermutstropfen gibt es beim Stamm-Ensemble: Von den existierenden Figuren machen in der zweiten Staffel nicht alle eine nennenswerte Entwicklung durch. Insbesondere Jankom Pog und Murf werden in dieser Staffel Randfiguren ohne eigenständige Bögen. Dagegen machen andere Figuren absolut sehenswerte Veränderungen durch, allen Voran Zero und Dal.

Den Reigen um Janeways Praktikant:innen verstärkt die Vulkanierin Maj’el (benannt nach der “First Lady” von “Star Trek”, Majel Barrett), einem Mitglied des Nova-Squadrons. Die Eliteeinheit tritt als disziplinierter Gegenentwurf zur zusammengewürfelten Protostar-Meute auf. Absolut wohltuend ist, dass die Hagemans und ihr Writer’s Room einen großen Bogen um die offensichtlichen erzählerischen Klischees machen, nach denen diese Konstellation förmlich schreit.

Form und Funktion

Und das ist kein Zufall. Denn anders als ihre Live-Action-Kolleg:innen fällt in der Animationsserie erzählerische Form und Inhalt nie auseinander. Wir erinnern uns: Während “Discovery” mit schwülstigen Reden eine inklusive Zukunft predigt, werden Antagonist:innen kaltblütig und blutrünstig entsorgt. “Strange New World” verpackt defätistische Geschichten über die Unausweichlichkeit einer allmächtigen Vorsehung in hohle Plattitüden über Selbsterkenntnis und “Picard” reinkarniert seine Protagonisten schneller, als man “Das Leben ist bedeutsam, weil es vergänglich ist” sagen kann.

“Star Trek: Prodigy” ist nicht völlig frei von erzählerischen Schwächen, aber die Serie hat ein klar erkennbares Werteportfolio, dessen Anliegen sowohl in Form als auch Inhalt im Laufe der Staffel wieder und wieder herausgearbeitet werden. Und die inneren Werte von “Prodigy”, sind solche, mit denen sich insbesondere Fans der “Next Generation” und der unmittelbaren Folgeserien wohlfühlen können. Übergreifende Themen sind individuelle Selbstbestimmung, Kooperation im Angesicht von Widrigkeiten, die gefundene Familie, die Notwendigkeit von Hoffnung, die Zurückweisung von Nullsummennarativen, Neugierde und die Wertschätzung des Andersartigen. Mehr als einmal spürt man den Sense of Wonder.

Ein kleines Beispiel, wie Botschaft und Ausführung Hand in Hand gehen, ist eine Art unfreiwilliger Running-Gag. Bis kurz vor Ende der Staffel sind Phaser in Krisensituationen kategorisch wirkungslos. Unsere Held:innen müssen ihre Herausforderungen konsequent mit Köpfchen, Mut, Empathie und Teamwork meistern.

Ein anderer erzählerischer Kniff wiegt meines Erachtens aber deutlich schwerer, und ist die Antithese zu dem, was wir kürzlich in Live-Action-Serien erlebt haben.

Eine liberalere Zeitreisemechanik

Der übergreifende Handlungsbogen von “Star Trek: Prodigy” ist eine Zeitreisegeschichte. Was in der ersten Staffel noch nach umständlichem und irgendwie unnötigem Beiwerk aussah, spielt in der zweiten Staffel eine absolut zentrale Rolle.

Ich habe mich nach dem Ende der ersten Staffel “Strange New Worlds” ausgiebig damit auseinandergesetzt, weshalb ich mit der Art und Weise aus Kriegsfuß stehe, wie die aktuellen Live-Action-Serien mit ihrer Kontextualisierung von Zeitreisen ein komplett determiniertes Erzähluniversum schaffen, in dem es für Individuen keinen Raum zur Selbstbestimmung und Eigenverantwortung mehr gibt. Elemente wie der Zeitreiseanzug (“Discovery”, Staffel 2), Wesley Crusher (“Picard”, Staffel 2) oder Zukunfts-Pike (“Strange New Worlds”, Staffel 1) machen das “Star Trek”-Universum zu einem repressiven Ort, in dem jede Abweichung vom strukturellen Status Quo (der heiligen Hauptzeitlinie) entweder a-priori unmöglich ist, oder mit katastrophalen Konsequenzen abgestraft wird.

Mir fällt angesichts der akuten globalen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit schwerlich eine perfidere Botschaft für eine Fantastik-Serie ein als: “Füge dich in dein Schicksal, sonst setzt’s was.”

“Star Trek: Prodigy” schlägt in seiner zweiten Staffel deutlich sanftere Töne an. Einerseits gönnt sich die Serie einen selbstironischen Running-Gag auf die widersprüchliche Vielfalt von Zeitreisen in “Star Trek” durch wiederkehrende Verweise auf die Akademie-Lektüre “Temporal Mechanics 101” (vorgetragen von Wissenschaftsberaterin “Lt.” Dr. Erin Macdonald herself). Andererseits tritt auch in dieser Serie zur Halbzeit eine Gestalt auf den Plan, die mit einem “Wissensvorsprung” über die Zeitlinie und deren Bedrohung sprechen kann. Aber “Star Trek:Prodigy” verwirft das repressive “Heilige-Zeitlinien-Dogma” und erlaubt den Figuren explizit vom vorgezeichneten Pfad abzuweichen, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen und die Geschichte zu ihren eigenen Bedingungen zu einem Abschluss zu bringen.

Ein frühes aber würdiges Ende

Nach 20 Episoden dieser zweiten Staffel ist auch klar, dass sich Trekkers und Trekkies keine allzu große Hoffnung auf eine dritte Staffel “Prodigy” machen sollten. Für “Star Trek: Prodigy”, dessen Ausstrahlung zunächst unglücklich zerstückelt erfolgte und nach einer unrühmlichen Pause auf dem Rechteverwertungs-Grabbeltisch nun auf Netflix zu einem Ende kommt, war das Konzept von Serienstaffeln ohnehin kaum mehr als eine organisatorische Krücke. “Prodigy” erzählt über 40 Episoden eine tolle, in sich geschlossene Geschichte, die keine Fortsetzung benötigt.

Damit hebt sich die Serie nochmals wohltuend von ihren Franchise-Begleitern ab. Keine Post-Credits-Szenen, die nie realisierbare Fortsetzungen anteasern, keine klaffenden erzählerischen Lücken, die künftige Serien/Spiele/Romane kitten müssen, kein unerfülltes Potential, über dessen Verschwendung man trauen müsste. Es ist alles da. “Prodigy” ist eine runde Sache. Man könnte sogar sagen: “Prodigy” ist die einzige wirklich runde Sache, die seit 2017 von Kurtzmans Streaming-Fließband gefallen ist.

Und dazu gehört auch, dass dieser Rezensent zugibt, sich bei der Premiere dieses Opus gründlich geirrt zu haben. Ich habe “Prodigy” bei seiner Erstausstrahlung Unrecht getan. Vermeintlich grob geschnitzte und flach angelegte Figuren haben sich im Laufe der Zeit als großartige Bereicherung für das “Star Trek”-Universum erwiesen, die man keinesfalls wegen des vermeintlichen Makels einer “Kinderserie” ignorieren sollte. Dass Paramount ganz offenkundig nicht wusste, wie es diese Perle in Eigenregie erfolgreich vermarkten und bei Paramount+ zum Erfolg führen konnte, sondern lieber den Claim “Home of all Star Trek” zu Gunsten einer Zweitverwertung bei Netflix aufgab, spricht Bände.

Der Offizielle internationale Trailer zur zweiten Staffel von “Star Trek: Prodigy”

Die Versuchung liegt nahe, nach 40 fulminanten Episoden und einem derart befriedigendem Ende Nachschlag zu verlangen. Aber es wäre meines Erachtens ein Fehler, “Star Trek: Prodigy” fortzusetzen, nur um dem Wunsch nach “Mehr vom Gleichen” nachzukommen. Darum mache ich mir aber auch keine Sorgen, dafür halte ich die Hagemans für künstlerisch zu integer. Aber es wäre spannend und angemessen, die Brüder mit der Entwicklung einer neuen Geschichte im “Star Trek”-Universum zu betrauen. Und vielleicht können wir dann auch auf das Label “Kinderserie” verzichten, das das Projekt zu Unrecht einer breiten Aufmerksamkeit beraubt hat.

Alle 20 Folgen der zweiten Staffel “Star Trek: Prodigy” sind seit dem 01.07.2024 auf Netflix verfügbar.

Mit Rücksicht auf die Leser:innen, die die Episoden noch nicht gesehen haben, bitten wir in den Kommentaren zu diesem Beitrag auf Spoiler zu verzichten. Danke!

Bewertungsübersicht

Gesamt

Fazit

"Star Trek: Prodigy" geht nach 40 Episoden in zwei Staffeln mit Pauken und Trompeten zu Ende. Die vermeintliche "Kinderserie" ist das erzählerisch rundste, was das Franchise seit "Deep Space Nine" auf die Mattscheibe gebracht hat. "Prodigy" ist nicht nur eine gut-gelaunte Sparversion von "Star Trek", "Prodigy" ist ein Musterbeispiel dafür, was "Star Trek" in Bestform sein kann. Anders als seine teils zynischen und manchmal gar reaktionären Live-Action-Begleiter vertritt die Animationsserie authentisch einen Wertekanon, der einst "The Next Generation" beseelte. Die Serie liefert tief in ihren Figuren verankerte humanistische, kritisch-rationale Parabeln die zur Aufklärung, Reflektion und Befähigung ihres Publikums taugen. Nicht alles an "Prodigy" ist perfekt, und das muss es auch nicht sein, um (hoffentlich) die nächste Generation zu inspirieren.
christopher.kurtz
Christopher Kurtz
Seit den frühen 2000ern ist Christopher Redakteur im TrekZone Network. Wenn er nicht in den unendlichen Weiten nach kritisch rationalem Humanismus Ausschau hält oder sich über die Plausibilität fiktiver Technologien und Gesellschaftsformen den Kopf zermartert, findet man ihn meistens in der Nähe von Spielen der geselligen Art, egal ob analog oder digital, ob als Mitspieler oder Gelegenheitsautor.

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Ich fand die Staffel echt super! Für mich genau die richtige Mischung zwischen episodenübergreifende Handlung und Episodenhandlung. Das Ende wirkte für etwas durcheinander, nach dem Motto…. da muss noch eine Wendung und noch eine dran. Das ist aber Kritik auf sehr hohen Niveau. die 20 Minuten Episoden laden aber auch echt zum Bingewatching ein….
Für mich hat die Staffel gezeigt, das man doch noch fesselndes Stories im Kanon schreiben und unaufdringlichen Fanservice liefern kann. Diese Story hätte auch den anderen Star Trek Reihen gut gestanden.
Und das …. auftaucht zeigt auch, das man auch fan anregungen eingeht….
Ich fands geil.

Sehr gute und vielschichtige Rezension – Kompliment! Star Trek Prodigy ist wirklich eine großartige Serie die jede:r Star Trek Fan dringend sehen sollte! Star Trek fühlt sich wieder jung, idealistisch und energiegeladen an mit dem Versprechen auf weitere viele kreative neue und spannende Abenteuer! TOP!

Die Serie ist gut. Sie bleibt aber eine Kinder- und Jugendshow mit Einschränkungen. Daher kann ich auch nach der 2. Staffel nicht ins hohe Loblied einsteigen. Aber ich stimme zu, Prodigy gehört zum Besten, was das bescheidene Kurtzman-verse hervorgebracht hat.

Für eine Kinderserie aber sehr komplex und teils sehr brutal

Ich hatte am Montag die Möglichkeit direkt alle 20 Folgen zu schauen. Es kam wie in Staffel 1 keine Langeweile auf oder ewig gesteckte Stories wie in der Rezension erwähnt bei anderen Serien. Es ist eine sehr treffende Rezension. Auch wenn vorallem die humanoiden Figuren ([gekürzt, bitte keine Spoiler – Anm. d. Redaktion]) teils künstlich wirken, ist das gesamte Setting sehr gut (bunt) ausgearbeitet. Diese fiesen [gekürzt, bitte keine Spoiler – Anm. d. Redaktion] fand ich zb im Vergleich zu den Disco Trill Wesen 1000x besser… Vielleicht gibt es doch noch eine Season 3 oder zumindest sollten diese Produzenten für… Weiterlesen »

"Star Trek: Prodigy" geht nach 40 Episoden in zwei Staffeln mit Pauken und Trompeten zu Ende. Die vermeintliche "Kinderserie" ist das erzählerisch rundste, was das Franchise seit "Deep Space Nine" auf die Mattscheibe gebracht hat. "Prodigy" ist nicht nur eine gut-gelaunte Sparversion von "Star Trek", "Prodigy" ist ein Musterbeispiel dafür, was "Star Trek" in Bestform sein kann. Anders als seine teils zynischen und manchmal gar reaktionären Live-Action-Begleiter vertritt die Animationsserie authentisch einen Wertekanon, der einst "The Next Generation" beseelte. Die Serie liefert tief in ihren Figuren verankerte humanistische, kritisch-rationale Parabeln die zur Aufklärung, Reflektion und Befähigung ihres Publikums taugen. Nicht alles an "Prodigy" ist perfekt, und das muss es auch nicht sein, um (hoffentlich) die nächste Generation zu inspirieren.Das Warten auf die zweite Staffel "Star Trek: Prodigy" hat sich gelohnt - spoilerfreie Rezension
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