Diese Woche geht “Star Trek: Picard” in die zweite Hälfte der dritten und letzten Staffel. Sie trägt den englischen Titel “The Bounty”. Den deutschen werden wir, wie üblich, Freitagmorgen, 1 Uhr, auf Amazon.de erfahren. “The Bounty” wurde von Christopher Monfette geschrieben und von Dan Liu inszeniert. Nun wurden auch erste Previewbilder veröffentlicht.
Rezension: “The Mandalorian Staffel 2 Junior Graphic Novel”
Ein Blick auf den Comic zu Season 2.
Inhalt (Klpapentext)
Den Regeln der Mandalorianer folgend muss der Kopfgeldjäger Din Djarin ein Findelkind, das sich in seiner Obhut befindet, zu den Jedi bringen. Doch Moff Gideon, der skrupellose Anführer eines imperialen Überrests, ist noch immer hinter dem kleinen Wesen her und setzt alles daran, das Kind in seine Finger zu bekommen, um dessen Kräfte auszunutzen …
Kritik
Der Jugendcomic zur zweiten Staffel von Mandalorian stammt aus der Feder von Alessandro Ferrari, der ja bereits viele der anderen Comics zu den Serien und Filmen geschrieben hat. Demzufolge erwartet uns hier zeichnungstechnisch sein üblicher, leicht comichafter Stil, der aber durchaus Spaß macht und sich im Detailgrad nicht zu verstecken braucht. Okay, man könnte vielleicht monieren, das die Charaktere nicht immer so getroffen sind, wie in der Serie, aber das stört hier weniger.

Über die Handlung braucht man an der Stelle sicher nicht mehr viele Worte verlieren, denn es ist die 1:1-Nacherzählung besagter zweiter Staffel. Die kommt wie üblich an manchen Stellen etwas gerafft daher, aber das ist nicht störend, denn auch in der Serie selbst hatten manche Folgen einfach etwas weniger Substanz, so das man sie auf ein paar wenige Seiten runterbrechen kann.
Immerhin gibt es zumindest eine kleine Szenenerweiterung, nämlich Cobb Vanths Kampf um Mos Pelgo. Hier wird der Rückblick nicht nur erwähnt sondern auch in Bildern gezeigt. Der Rest ist aber Straight Forward und so wie in der Serie auch.
Dabei gibt es natürlich ein Wiedersehen mit Ahsoka und Bo-Katan – und am Ende natürlich der explosive Auftritt von Luke. Letzterem wird im Comic zwar etwas die Wucht genommen und in wenigen Panels abgehandelt, bleibt aber trotzdem noch eindrucksvoll.
Natürlich bleibt, wie immer bei diesen Comics, die Frage, ob es sich hierbei nun um das Melken des Produktes oder um einen wirklichen Mehrwert handelt. Aufgrund der 1:1-Nacherzählung hält sich der Mehrwert wie immer in Grenzen. Wer aber nochmal die Handlung der zweiten Staffel aufbereitet erleben will – oder vielleicht den Nachwuchs an den Comic heranführen will, der wird auch hier gut unterhalten werden.
Rezension: “Auroboros – Weltenbuch: Rechtbrand”
Ein Rollenspielband, extra dick, wie es sich für eine neue Welt gehört.
Inhalt (Klappentext)
Uralte Magie fließt durch die schmutzigen Straßen von Rechtbrands geschäftigen Handelsstädten. Spannungen zwischen der herrschenden sularischen Kirche und einer neuen Generation von Abenteurern drohen einen Flächenbrand gesellschaftlicher Umbrüche zu entfachen. In der Wildnis jenseits von Rechtbrand erheben sich längst vergessene Völker und ruchlose Kulte, um ihre eigenen Territorien zu beanspruchen und der Zivilisation ihren Willen aufzuzwingen. Und unter all dem erwacht die Weltenschlange, der Auroboros, um all dies zu verschlingen … Indem sie das gefürchtete Mal der Schlange annehmen, können wagemutige Helden die gewaltige Macht des Auroboros nutzen – allerdings unter großen Gefahren für sich selbst. Denn sobald Sterbliche in die Windungen der Schlange hinabsteigen, riskieren sie Wahnsinn, Verzweiflung und ihre eigene endgültige Vernichtung … Wirst du es schaffen, die Macht des Auroboros zu beherrschen, oder wird sie dich vollkommen verschlingen? Weltenbuch: Rechtbrand gibt Spielern und Spielleitungen alle Werkzeuge an die Hand, die sie benötigen, um ihre eigenen 5E-Abenteuer in dieser epischen Fantasy-Welt zu erschaffen. Hauptinhalte: • Informationen und Wissenswertes zu jeder Handelsstadt und den Organisationen und Hauptakteuren, die sie lenken • Vier brandneue Unterklassen und fünf neue Völker, die es nur in diesem Setting gibt, sowie neue magische Gegenstände, Zaubersprüche und magische Tätowierungen, die als Sigillen bekannt sind • Leitfäden und Empfehlungen für das Leiten von Abenteuern in Rechtbrand, einschließlich der Entwicklung fesselnder Geschichten, zum Einsatz des Mals der Schlange in eurer Gruppe und vieles mehr
Kritik
Was macht man, wenn man bei Blizzard genug hat und sich nach anderen Wegen umsieht? Man schreibt ein Rollenspielbuch! So geschehen bei Chris Metzen, der den Absprung noch vor den ganzen Skandalen geschafft hat.

Mit dem „Weltenbuch: Rechtbrand“ liegt jetzt sein erster Rollenspielband vor, der in der Welt Drastnia des Auroboros spielt. Damit ist klar, das dieses Rollenspielbuch kein neues System per se einführt, sondern eine weitere Welt im Sammelsurium von Dungeons and Dragons (D&D, 5E) darstellt.
Wie es sich für einen Rollenspieleinführungsband gehört, ist dieser nicht nur fett (und teuer), sondern erstrahlt auch in edlem Hochglanzdruck. Da er auf D&D basiert, gibt es auch gar nicht viele Grundregeln, die hier aufgeführt werden und ein Großteil des Bandes beschäftigt sich mit der „Lore“, als dem Hintergrund der neuen Welt.
Zwar gibt es einige Stati zu Waffen, Zaubern und Gegnern, die kommen aber erst gegen Ende und bis dahin kann man sich an der wunderbaren Geschichte erfreuen. Das ist auf der einen Seite natürlich gut, da man so nicht mit den obligatorischen Regeleinführungen „gelangweilt“ wird oder sich auf ein neues System einstellen muss. Auf der anderen Seite benötigt man aber die 5.Edition (5E) von D&D um richtig in den Band einsteigen zu können.
Okay, auch das ist nur bedingt richtig. Wer jetzt nicht unbedingt eine der Klassen aus D&D selbst spielen will (auch für die gibt es hier Tipps) der findet hier auch ein paar neue Klassen, mit denen man sofort loslegen kann. Wer also schon ein paar Tabletop-Pen-and-Paper (P&P) Rollenspiele gespielt hat, sich mit Rettungswürfen etc. also vielleicht schon etwas auskennt, der kann wirklich gleich loslegen. Lediglich Anfänger werden sich hier etwas schwerer tun und benötigen in der Tat das entsprechende D&D-Regelwerk dazu.
Halt nein, auch das ist nicht ganz korrekt. Denn der vorliegende Band ist ein Hintergrundband, und kein Abenteuerband, sprich: Es gibt hier drin gar keine Abenteuer und die Spielleitung muss sich selber welche ausdenken.
Wenn ihr bis hierher gelesen habt, dann seid ihr vielleicht Rollenspieler und kennt ein paar dieser Mechaniken. Wenn nicht, nun, Respekt das ihr vor den vielen Fachbegriffen hier nicht kapituliert habt. Ihr habt noch einen weiten Weg vor euch, aber der ist nichtsdestotrotz spannend und lohnt sich und wenn ihr mit Auroboros in die Welt der Rollenspiele einsteigen wollt, so ist dieser Band so gut wie jeder andere.
Ihr merkt also schon, es ist gar nicht so leicht, über diesen Band zu schreiben. Schreibt man aus der Sicht der „Unwissenden“, die vielleicht noch nie ein Rollenspiel gespielt haben, oder aus Sicht der Erfahrenen Spieler, für die das alles kalter Kaffee ist? Doch genug von der Einführung in die Welt des Rollenspiels. Gehen wir lieber ins Detail beim vorliegenden Buch.
Wie erwähnt handelt es sich um eine neue Welt aus D&D und so beginnt auch dieser Band mit der Geschichte eben jener Welt. Der titelgebende Auroboros als Dämon in der Tiefe spielt natürlich eine nicht unwesentliche Rolle dabei. Was folgt sind Beschreibungen der Orte der Welt, wobei alles schön mit Landkarten illustriert ist. Ganz so, wie es sich für ein schönes Rollenspiel-Quellenbuch gehört. Später gibt es sogar noch Karten zu einzelnen Dungeons.
Auch ein paar schillernde Persönlichkeiten werden vorgestellt, abgerundet von den einzelnen Fraktionen in den Städten, spielbaren Klassen und Völkern und einigen Tipps zu den Zaubern. Aber natürlich dürfen auch ein paar Kampagneninspirationen nicht fehlen. Und ja, auch alte Bekannte wie die Drow haben hier einen Auftritt.
Das mag an vielen Stellen Standard sein für einen ersten Einführungsband, ist aber nichtsdestotrotz faszinierend genug, um bei der Stange zu halten. Natürlich sollte man den Band eher als eine Art Nachschlagewerk betrachten und nicht alles akribisch auswendig lernen, das würde dem Spielspaß dann doch eher hinderlich sein.
Aber dafür gibt es ja hoffentlich bald Nachschub, denn auch ein erster Roman zur Welt ist bereits veröffentlicht worden. Auf jeden Fall machen der Hochglanzband, die schönen Illustrationen und die neue Welt durchaus Lust auf mehr.
Erstrezension: Star Trek: Picard 3×05 – “Wechselbälger”
Staffel-Halbzeit mit Folge 5. In unserer Review klären wir, warum die Wechselbälger vielleicht doch besser hätten zuhause bleiben sollen. Oder etwa doch nicht? Achtung: SPOILER!










