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Verkauf von Staatseigentum
Schukow
Beitrag 25. Oct 2005, 18:19
Beitrag #1


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In Dresden sollen die kommunalen Wohnungen verkauft werden. Die Wohnungen bringen jedes Jahr Gewinne von 10 Mio Euronen. Ist es gut, das der Staat (in diesem Fall die Stadt) seine gewinnbringenden Einrichtungen und Besitzt├╝mer verkauft? Schnelles Geld verdienen oder ist es besser, auf langfristige Gewinne zu setzen?

Der Beitrag wurde von Schukow bearbeitet: 25. Oct 2005, 18:20


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Beitrag 25. Oct 2005, 20:20
Beitrag #2


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QUOTE (Schukow @ 25. Oct 2005, 19:19)
In Dresden sollen die kommunalen Wohnungen verkauft werden. Die Wohnungen bringen jedes Jahr Gewinne von 10 Mio Euronen. Ist es gut, das der Staat (in diesem Fall die Stadt) seine gewinnbringenden Einrichtungen und Besitzt├╝mer verkauft? Schnelles Geld verdienen oder ist es besser, auf langfristige Gewinne zu setzen?

Ist alles eine Frage des Preises, ob sich ein Verkauf rechnet. Aber grunds├Ątzlich sollte der Staat sowieso nicht in Konkurenz zu privat Unternehmen treten (wenn es sich irgendwie vermeiden l├Ąsst), da private Unternehmen in der Regel wesentlich effizienter und auch kosteng├╝nstiger arbeiten k├Ânnen. Das Aufrechterhalten gewissser sozialer Standards muss dann ├╝ber die Gesetzgebung geschehen, ohne dass der Staat selber am Markt agiert.


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Schukow
Beitrag 25. Oct 2005, 20:47
Beitrag #3


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Selbst wenn wir annehmen, das (Gro├č)konzerne wirklich effizienter sind als staatliche Betriebe, haben solche Konzerne oft eine Marktbeherrschende Stellung, die sie ausnutzen. Der aktuelle Strommarkt mit seinen hohen Preisen sicher ein gutes Beispiel.
Ob der Staat/die PPolitik was dagegen unternimmt, ist in Zeiten von "Berater "honoraren an Entscheidungstr├Ąger eher Zweifelhaft. Insbesondere wenn die jeweiligen Firmen gute Beziehungen zur Bl├Âdzeitung (o.├Ą.) unterhalten.


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Beitrag 26. Oct 2005, 07:54
Beitrag #4


Vice Admiral
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QUOTE (Schukow @ 25. Oct 2005, 21:47)
Selbst wenn wir annehmen, das (Gro├č)konzerne wirklich effizienter sind als staatliche Betriebe, haben solche Konzerne oft eine Marktbeherrschende Stellung, die sie ausnutzen. Der aktuelle Strommarkt mit seinen hohen Preisen sicher ein gutes Beispiel.
Ob der Staat/die PPolitik was dagegen unternimmt, ist in Zeiten von "Berater "honoraren an Entscheidungstr├Ąger eher Zweifelhaft. Insbesondere wenn die jeweiligen Firmen gute Beziehungen zur Bl├Âdzeitung (o.├Ą.) unterhalten.

Deskriptiv mag das z.T. stimmen, auch wenn ich es nicht ganz so schwarz sehe (gerade im Strommarkt) und gesamtwirtschaftliche Monopole tats├Ąchlich eher selten, doch welche normative Aussage leitest du daraus ab?
Soll der Staat Unternehmen kaputtkonkurieren, sodass am Ende das Staatsmonopol steht, dem die B├╝rger hilflos ausgeliefert sind und in dessen monopolistische Preisbildung eben auch die ganzen Ineffizienzen mit eingehen?


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Schukow
Beitrag 26. Oct 2005, 08:56
Beitrag #5


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Der Staat brauch ja niemanden kaputtkonkurieren, aber ic hdenke, das der Staat, insbesondere in einer Demokratie vom Volk zumindest theoretisch kontrolliert wird. Und ich bin durchaus daf├╝r, das der Staat gewisse Sozialleistungen und andere Dienstleistungen nicht privatisiert zumindest nicht vollst├Ąndig. Solche sind u.a. k├Ânnen wir auch die innere Sicherheit privatisieren und die Polizei abschaffen, damit den Wachdiensten keine Konkurrenz entsteht. Der Staat und seine Akteure stehen eher im Licht der ├ľffentlichkeit und k├Ânnen durch diese eher kontrolliert werden.
Da der Staat au├čerhalb des Sozialwohnbereichs nicht aktiv wird und innerhalb des Sozialwohnungsbaus kein Monopol hat, k├Ânnen Unternehmer in diesem Bereichen (Luxus- und Normalwohnungen und auch im Billligbereich) durchaus Gewinne einfahren. Wenn die Privatunternehmen so effektiv sind, k├Ânnen sie ja Gewinne einfahren und weiter im Sozialen Wohnungsbau expandieren. Aber der Staat kann mit seinem Gewicht ├Âkonimisch Mietwucher entgegentreten. immerhin ist der Staat nicht unbedingt der schnellste, wenn es darum geht, Unternehmer an Zusagen zu binden. Wir erinnern uns alle, wie schnell die Krankenkassenbeitr├Ąge nach der Einf├╝hrung der Praxisgeb├╝hr sanken.


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Rusch
Beitrag 26. Oct 2005, 11:02
Beitrag #6


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QUOTE (Schukow @ 25. Oct 2005, 19:19)
In Dresden sollen die kommunalen Wohnungen verkauft werden. Die Wohnungen bringen jedes Jahr Gewinne von 10 Mio Euronen. Ist es gut, das der Staat (in diesem Fall die Stadt) seine gewinnbringenden Einrichtungen und Besitzt├╝mer verkauft? Schnelles Geld verdienen oder ist es besser, auf langfristige Gewinne zu setzen?

Das kann sich durchaus lohnen.

Ich nehme an, die Schulden der Stadt Dresden belaufen sich bestimmt auf ├╝ber 100 Mio. Euro. Nehmen wir an, die Stadt kann den Geb├Ąudekomplex f├╝r 100 Mio. verkaufen (ich kann das jetzt nicht quantifizieren, ab angesichts von 10 Mio. Einnahmen kann man bestimmt von diesen Erl├Âsen ausgehen).
Nehmen wir weiterhin an, dass die STadt sich mit 6 % finanzinert, dann bedeutet dies zwar ein Wegbrechen von Einnahmen in H├Âhe von 10 Mio, aber eine Einsparung von Zinsen von 6 Mio. Wenn nun die Ausgaben f├╝r Verwaltung, Reparaturen und Sanierung im Jahr im Mittel 4 Mio. ├╝bersteigen, lohnt sich der Verkauf schon.


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Schukow
Beitrag 26. Oct 2005, 11:38
Beitrag #7


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QUOTE (Rusch @ 26. Oct 2005, 12:02)
QUOTE (Schukow @ 25. Oct 2005, 19:19)
In Dresden sollen die kommunalen Wohnungen verkauft werden. Die Wohnungen  bringen jedes Jahr Gewinne von 10 Mio Euronen. Ist es gut, das der Staat (in diesem Fall die Stadt) seine gewinnbringenden Einrichtungen und Besitzt├╝mer verkauft? Schnelles Geld verdienen oder ist es besser, auf langfristige Gewinne zu setzen?

Das kann sich durchaus lohnen.

Ich nehme an, die Schulden der Stadt Dresden belaufen sich bestimmt auf ├╝ber 100 Mio. Euro. Nehmen wir an, die Stadt kann den Geb├Ąudekomplex f├╝r 100 Mio. verkaufen (ich kann das jetzt nicht quantifizieren, ab angesichts von 10 Mio. Einnahmen kann man bestimmt von diesen Erl├Âsen ausgehen).
Nehmen wir weiterhin an, dass die STadt sich mit 6 % finanzinert, dann bedeutet dies zwar ein Wegbrechen von Einnahmen in H├Âhe von 10 Mio, aber eine Einsparung von Zinsen von 6 Mio. Wenn nun die Ausgaben f├╝r Verwaltung, Reparaturen und Sanierung im Jahr im Mittel 4 Mio. ├╝bersteigen, lohnt sich der Verkauf schon.

Es geht um Peanuts von 650 Mio. Der Gewinn geht aber fast nicht in die Schuldentilgung sondern in das stopfen von Finanzl├Âchern . N├Ąchstes Jahr haben wir wieder kein Geld im Stadts├Ąckel. Die 10 Mio Euros sind Nettogewinn. (Die Infos stammen von Gegnern des Verkaufs)
Es geht um rund 50.000 Wohn und Gewerbeeinheiten und ├╝ber 8000 Parkpl├Ątze.


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Rusch
Beitrag 26. Oct 2005, 12:49
Beitrag #8


Commodore
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QUOTE (Schukow @ 26. Oct 2005, 12:38)
QUOTE (Rusch @ 26. Oct 2005, 12:02)
QUOTE (Schukow @ 25. Oct 2005, 19:19)
In Dresden sollen die kommunalen Wohnungen verkauft werden. Die Wohnungen  bringen jedes Jahr Gewinne von 10 Mio Euronen. Ist es gut, das der Staat (in diesem Fall die Stadt) seine gewinnbringenden Einrichtungen und Besitztümer verkauft? Schnelles Geld verdienen oder ist es besser, auf langfristige Gewinne zu setzen?

Das kann sich durchaus lohnen.

Ich nehme an, die Schulden der Stadt Dresden belaufen sich bestimmt auf ├╝ber 100 Mio. Euro. Nehmen wir an, die Stadt kann den Geb├Ąudekomplex f├╝r 100 Mio. verkaufen (ich kann das jetzt nicht quantifizieren, ab angesichts von 10 Mio. Einnahmen kann man bestimmt von diesen Erl├Âsen ausgehen).
Nehmen wir weiterhin an, dass die STadt sich mit 6 % finanzinert, dann bedeutet dies zwar ein Wegbrechen von Einnahmen in H├Âhe von 10 Mio, aber eine Einsparung von Zinsen von 6 Mio. Wenn nun die Ausgaben f├╝r Verwaltung, Reparaturen und Sanierung im Jahr im Mittel 4 Mio. ├╝bersteigen, lohnt sich der Verkauf schon.

Es geht um Peanuts von 650 Mio. Der Gewinn geht aber fast nicht in die Schuldentilgung sondern in das stopfen von Finanzl├Âchern . N├Ąchstes Jahr haben wir wieder kein Geld im Stadts├Ąckel. Die 10 Mio Euros sind Nettogewinn. (Die Infos stammen von Gegnern des Verkaufs)
Es geht um rund 50.000 Wohn und Gewerbeeinheiten und ├╝ber 8000 Parkpl├Ątze.

Es ist f├╝r meine Rechnung egal, ob das Geld genutzt wird, um bestehenden Schulden zu tilgen oder um neue Schulden zu vermeiden.


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Schukow
Beitrag 26. Oct 2005, 17:06
Beitrag #9


Fleet Captain
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Selbst wenn es wirtschaftlich Sinn macht, k├Ânnen durch eine Privatisierung die Mieten und damit die Mietzusch├╝sse steigen. Das f├╝hrt dann z ueiner Steigerung der Staatsausgaben. Und der Staat hat eine gewisse Schutzaufgabe f├╝r seine B├╝rger, der er nachkommen mu├č.


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logan3333
Beitrag 27. Oct 2005, 06:31
Beitrag #10


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Nat├╝rlich sind sie 10 Millionen ein gutes Argument gegen den Verkauf, aber das stammt ja von den Verkaufsgegner. Die Frage ist eher was kann man bei einer Privatisierung herausholen, zun├Ąchst w├Ąre der Verkauf an eine private Aktiengesellschaft eine gute M├Âglichkeit, wenn n├Ąmlich die mehr aus den Wohnungen herausholen k├Ânnen und der Gewinn sich weiter steigert, allerdings sollte man nicht einfach Geld nehmen f├╝r den Verkauf sondern Aktien der Gesellschaft. Als Gro├čaktion├Ąre kann man dann auf die AG leichter Einfluss nehmen wenn die sich total unsozial auff├╝hren w├╝rden, auserdem bedeutet das nicht dass man komplett auf die Einnahmen verzichtet, im Gegenteil wenn die Aktien steigen und mehr Dividenten ausgesch├╝ttet werden, bedeutet dass mehr Einahmen und der Besitz von den Aktien sofern die steigen kann mehr Wert bedeuten wenn das Unternehmen es schafft die Margen und Ertr├Ąge aus den Immobilien zu steigern.


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Schukow
Beitrag 27. Oct 2005, 15:04
Beitrag #11


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Jepp, die leute wollen, das die Stadt nur einen Minderheitenanteil von 49% verscherbelt.


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