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Trek BBS _ Discovery _ 2.08 "If Memory Serves"

Geschrieben von: Der RvD 1. Mar 2019, 21:54

Trailertime!

https://www.youtube.com/watch?v=38Is18G4LDM


Geschrieben von: Aran 8. Mar 2019, 11:02

Wow, für mich die bisher mit Abstand beste Discovery-Episode überhaupt.

Egal, wie es ausgeht, aber hier hat wirklich für meine Ansprüche alles gepasst. Durch die Bank exzellent gespielt, sehr spannend und auf den Punkt erzählt, überzeugende Neuinterpretation der Talosianer, einige offene Enden verknüpft und gleichzeitig sehr geschickt den Weg für die restlichen Folgen geebnet.

Diesmal habe ich auch nichts an Sonequa Martin-Green zu meckern. Ihr Zusammenspiel mit Ethan Peck als Spock war hervorragend und natürlich. Ich mag die Dynamik der beiden, wenngleich das große "Geheimnis" um Spocks und Burnhams Zwist jetzt nichts wirklich schlimmes war. Jedenfalls nichts, was Burnham nicht auch Amanda vor drei Folgen hätte mitteilen können. Aber das Erzeugen künstlicher Dramatik diesbezüglich möchte ich der aktuellen Episode nicht ankreiden.

Die Verwebung der Ereignisse aus "The Cage" mit dem aktuellen Pike war ebenfalls toll inszenziert. Anson Mount liefert hier erneut ab, auch im Zusammenspiel mit der Discovery-Crew. Die Zurechtweisung Sarus nach Culbers und Tylers Barfight war nötig, aber mit einer spürbaren Kameradschaft im Ton. Auch seine Interaktionen mit Tyler hatten wieder eine interessante Dynamik.

Dass Culber nicht mehr der ist, welcher er vorher war, ist nur konsequent und gibt dem Schauspieler die Möglichkeit, andere Facetten von sich zu zeigen. Inzwischen haben Tyler und Culber mehr gemeinsam als Culber mit Stamets, was für letzteren natürlich nicht sehr erfreulich ist. Aber das ist wohl der Preis, den die Beteiligten nun zahlen müssen.

Insgesamt war diese Folge für mich Star Trek in Höchstform. Die Erbsenzähler und Puristen werden sich auch hier wieder was zu meckern haben, aber das soll nicht mein Problem sein. So kann es von mir aus gerne weitergehen.

Das Einzige, was für mich nicht richtig funktioniert hat, war witzigerweise die Montage des Original-Materials am Anfang. Die Idee ist zwar nett gemeint, aber es passt nicht wirklich mit dem neuen Zeug zusammen. Da man eh für alles neue Darsteller und Effekte hat, hätte man die Szenen auch nachbauen/-drehen können. Das wäre runder und trotzdem nostalgisch gewesen.

Davon abgesehen: 15/15 für den Moment

Geschrieben von: Der RvD 8. Mar 2019, 19:10

Ich fand die Eröffnung mit "previously on Star Trek" extrem stimmungsvoll. Hat mich etwas an die letzte Doctor Who-Folge mit Peter Capaldi erinnert ("Previously on Doctor Who...709 episodes ago" laugh.gif ) Dort gab es sogar einen nahtlosen CGI-Übergang vom originalen Schwarzweiß-Material in die rund 50 Jahre später erschienene Fortsetzung... (https://www.youtube.com/watch?v=j-qeJZz8RXs)

Ansonsten...hast Du mir viel Schreibarbeit abgenommen. Besser als hier haben wir Discovery wirklich noch nicht gesehen. Wenn sie die Staffelplot-Auflösung nicht völlig in den Sand setzen sollten, vermute ich glatt, diese Folge könnte in ein paar Jahren vielleicht als der "Q Who?"-Moment dieser Serie gelten.

Die Charakterarbeit von Culber ist vielleicht mein Highlight in einer durch und durch fantastischen Folge.Wie oft sind in ST derart einschneidende Veränderungen völlig unter den Teppich gekehrt worden ("Die Borg haben mir ein Loch in den Kopf gebohrt? Ach was soll's - später dann 'ne Runde Captain Proton auf dem Holodeck?"). Endlich mal nicht, genauso wie die Veränderungen etwa bei Saru nach dem Vahar'ai von Captain Pike nicht vergessen wurden.

Und verdammt, wenn diese Serie eines kann, dann ist es, alte (prä-)TOS-Charaktere neu besetzen. Ethan Peck als Spock gefiel mir in der Folge ausgezeichnet, man merkt, wie genau er sich offenbar mit alten Nimoy-Folgen auf die Rolle vorbereitet hat. Gerade stimmlich hörte ich da zuweilen kaum einen Unterschied. Die Auflösung der Konfliktgeschichte mit Burnham fand ich soweit auch stimmig.

Und dann ist da noch Sektion 31. Die sind mir - Stand jetzt, wie Niko Kovac sagen würde - leider wieder etwas zu sehr stereotyp auf Bösewicht eingedreht. Uninteressant fand ich ihre Szenen aber doch nicht, und die Idee, die Serie könnte mit dem jetzt schon mehrfach erwähnten (und wenn ich das richtig verstanden habe, in dieser Folge auch als künstliche Intelligenz bestätigten) "Control" auch ein Element aus den Star Trek-Romanen verwenden, finde ich zumindest mal faszinierender als das übliche Schlapphut-Agentengehabe. (Nach dem Ansehen des Trailers für 2x09 - vielleicht wissen wir ja in einer Woche mehr?)

Geschrieben von: Strassid2 8. Mar 2019, 21:20

Bin diesmal vollkommen bei euch.
Ich persönlich habe mir aber tatsächlich irgendwie mehr bei der Auflösung der Konfliktgeschichte mit Burnham und Spock erwartet. Ich denke aber, meine Erwartungen waren einfach zu groß, nachdem es gefühlt x-mal angedeutet wurde, dass es ja etwas richtig drastisches gewesen sein muss... wobei das ja für einen jungen Halbvulkanier sicherlich drastisch war.

Was mir allerdings etwas (leichte) Bauchschmerzen bereitet sind die vulkanischen Logikextremisten. Irgendwie widerspricht das meinem Bild, das ich einerseits von den Vulkaniern als Spezies, andererseits von einem Mitglied der friedfertigen Föderation habe.

Geschrieben von: Aran 8. Mar 2019, 22:49

Bei Enterprise hiessen sie zwar nicht „Logikextremisten“ (bescheuerter Begriff), aber ähnliche Typen gabs doch da auch (siehe den Vulkan-Dreiteiler). Ist halt ne separate Gruppe, losgelöst von der sonstigen vulkanischen Gesellschaft. Die bereiten mir nicht mehr Bauchschmerzen als Section 31. Schön sind beide Gruppierungen nicht.

Geschrieben von: Der RvD 9. Mar 2019, 01:02

Der Blick auf Vulkan und seine Bewohner ist beim Trekkie an sich halt auch extrem - und nicht unbedingt repräsentativ - durch Spock geprägt. Zweifelhafte Gestalten und Terroristen aber gab es auf Vulkan doch eigentlich in so gut wie jeder Serie. Die Untergrundbewegung TNGs "Gambit", im Quark's saß doch meiner Erinnerung nach auch mal irgendwann so 'ne (IIRC weibliche) Gestalt rum, und von Enterprise will ich lieber erst gar nicht anfangen.

Auch in Star Trek (2009) hatte doch Spock IIRC so seine Probleme mit vulkanischen Mitschülern, die ihn aufgrund seiner halb menschlichen Herkunft nicht wirklich als einen der Ihren akzeptieren wollten - "Halbblut" als quasi rassistische Beleidigung kam da glaube ich auch vor. (Kann da schon nachvollziehen, dass sich Burnham ob ihrer Vorgehensweise noch immer schämt, zumal ich da allerdings auch kein dunkles Geheimnis mit Mord und Totschlag o.ä. erwartet hatte und nun enttäuscht wäre.)

Geschrieben von: Voivod 9. Mar 2019, 06:07

Die Folge hat mir auch ganz gut gefallen. Hatte mir angewöhnt, DISCO mit einem Auge zu gucken und bin bisher ganz gut damit gefahren, aber spätestens seit der Folge letzte Woche geht das nicht mehr! wink.gif Da passiert ja ständig furchtbar viel, da kann man sich ja gar nicht mehr entspannen und an all den bunt blinkenden Dingen erfreuen.

Die Auflösung von Burnhams "Konflikt" mit Spock war in der Tat enttäuschend, immerhin war sie nicht mit ihm in die Kiste gestiegen und hatte den Junior damals traumatisiert, harhar... Eigentlich hat sie (wieder einmal...) gar nix falsch gemacht, und all ihre Reue und Entschuldigungen sind für die Katz. laugh.gif Ganzer Bohei wieder mal überflüssig, aber was soll's.

Hoffentlich kommt das gut mit dem roten Engel. Die Sache wird immer verzwickter!

Spruch der Folge kam wie so meistens von Philippa, von wegen den dummen Pflanzen... Was für ein Sonnenschein! laugh.gif ph34r.gif

Geschrieben von: Adm. Ges 11. Mar 2019, 00:59

Ich war ja äußerst skeptisch, nachdem in der letzten Folge Kurs auf Talos IV genommen wurde. Zum Glück kann ich nun sagen: unbegründet. Ich hab an DISCO bisher viel herumkritisiert, weil mir Vieles nicht wirklich gefallen hat. Aber diese Folge konnte fast durchweg überzeugen. Die Talosianer haben wunderbar überzeugt. Waren mir fast ein wenig zu freundlich. Der Plot um Burnham und Spock funktioniert, auch wenn die Auflösung über die "böse Tat" wirklich etwas enttäuschend war. Aber sie passte in den Kontext.

Den Sektion31-Teil hätte man sich allerdings auch sparen können und der Holzhammer um Airiam müsste wirklich nicht sein. Jetzt sollte auch der Letzte kapiert haben, dass da irgendetwas mit ihr passiert ist.

In dieser Staffel definitiv die bisher beste Folge.

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