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Wieviel braun enthält dunkelrot?, oder: Der Wolf im Lafontaine-Pelz
Matt
Beitrag 27. Jul 2005, 15:24
Beitrag #1


Vice Admiral
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Der Threadtitel wirkt vielleicht etwas rei√üerisch (soll ja auch zur Diskussion anregen wink.gif) und die ausl√∂senden Ereignisse liegen schon etwas zur√ľck, aber 1. sind ebenjene auch aus heutiger Sicht noch unverzeihlich und 2. hatte ich eher keine Zeit f√ľr solch einen Thread.

Konkret: Jeder hat sicherlich von Lafontaines Fremdarbeiter-√Ąu√üerungen geh√∂rt. Falls nicht, mag er selbst danach googeln. Und die braune, wenig glorreiche, Historie des Begriffes ist sicherlich mittlerweile ebenfalls hinl√§nglich bekannt.

Abgesehen davon, da√ü man von einem Politiker in seiner Position erwarten sollte, da√ü er seine Worte bedacht w√§hlt (insbesondere in einer zuvor schriftlich ausgearbeiteten Rede) und √ľber historische Bildung verf√ľgt, h√§tte ich sein Statement wohl im Gegensatz zu Lafontaines politischen Gegnern als unbeabsichtigte √Ąu√üerung abgetan, die aus purer Unwissenheit (aber nat√ľrlich zum Zwecke des Populismus) ihren Weg in seine Rede fand.

So auch Lothar Bisky, seines Zeichens PDS-Chef und damit quasi (wenn auch formal inkorrekt) "Parteifreund" Lafontaines in der neuen Linkspartei. Bisky gab sich n√§mlich alle M√ľhe, die √Ąu√üerungen in derselben Weise zu relativieren wie ich das eben tat. Anders Lafontaine: Anstatt sich einfach mit Unwissenheit herauszureden, unterstrich er, da√ü der entsprechende Begriff absichtlich verwendet worden war! Er f√ľgte sogar hinzu, er s√§he kein Problem mit dem Begriff, denn - O-Ton "Die Nazis waren ja √ľberhaupt nicht fremdenfeindlich."

Von solch einem Statement, das nur so vor historischer Simplifizierung und Verharmlosung strotzt, ist es IMO nicht mehr weit bis zu Aussagen wie "Hitler war ein großer Staatsmann.", wie man sie sonst eher aus dem Munde von NPD-Chef Voigt zu hören kriegt.

Darum die Frage: Wieviel rechtspopulistisches Potential steckt in der vermeintlich linken Linkspartei? Ist es sogar gut, da√ü sie der NPD die zuzugsskeptischen und mit ausl√§nderfeindlichen Ressentiments behafteten Protestw√§hler wegschnappt? Ist es zul√§ssig, sei es aus purem Kalk√ľl oder aus wirklicher politischer √úberzeugung als sogenannte Linkspartei mit "Ausl√§nder nehmen uns die Arbeitspl√§tze weg"-Statements auf Stimmenfang zu gehen, auf welchen das Fremdarbeiter-Zitat beruht?

Wie ist generell eure Meinung zur Linkspartei? Zu Lafontaine? Zu Gysi?

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 27. Jul 2005, 17:12


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VirtualSelf
Beitrag 27. Jul 2005, 15:44
Beitrag #2


Vice Admiral
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QUOTE (Matt @ 27. Jul 2005, 16:24)
Darum die Frage: Ist es sogar gut, da√ü sie der NPD die zuzugsskeptischen und mit ausl√§nderfeindlichen Ressentiments behafteten Protestw√§hler wegschnappt? Ist es zul√§ssig, sei es aus purem Kalk√ľl oder aus wirklicher politischer √úberzeugung als sogenannte Linkspartei mit "Ausl√§nder nehmen uns die Arbeitspl√§tze weg"-Statements auf Stimmenfang zu gehen, auf welchen das Fremdarbeiter-Zitat beruht?

Auf beide Fragen ein eindeutiges: Ja!

QUOTE
Wie ist generell eure Meinung zur Linkspartei?

Dringend notwendig und l√§ngst √ľberf√§llig.

QUOTE
Zu Lafontaine? Zu Gysi?

Begnadete Demagogen und Rhetoriker. Echt klasse!


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let me show you what I can.


Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert.
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pana
Beitrag 27. Jul 2005, 15:49
Beitrag #3


Commodore
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In der CDU/CSU steckt erwiesenerma√üen mehr braunes Potential als in irgend welchen linken Parteien, daf√ľr b√ľrgen Politiker wie Sch√∂nbohm, Stoiber und der kleine Pickeljunge aus Hessen, aber vor allem Altnazis, die nach dem Krieg ihre neue Heimat in der CDU fanden, wie z. B. der 90j√§hrige Doktor Filbinger, der als NS-Marinestabsrichter in den letzten Kriegstagen 1945 deutsche Fahnenfl√ľchtlinge zum Tode verurteilte und zur Hinrichtung freigab, den jetzigen Bundespr√§sidenten jedoch trotzdem w√§hlen durfte.

Der Thread verbietet sich deshalb im Grunde von selbst.

Meine Meinung zu Gysi: ein genialer Kopf, unter Umst√§nden der f√§higste in der deutschen Plotik √ľberhaupt, in jedem Fall rhetorisch. W√§re er in der SPD, br√§uchte man sich dort bez√ľglich der bald anstehenden Wahl keine Sorgen machen...
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wunder-PILLE
Beitrag 27. Jul 2005, 16:53
Beitrag #4


Lieutenant
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QUOTE
Dringend notwendig und l√§ngst √ľberf√§llig.

In den meisten anderen EU Staaten l√§ngst gang und g√§be-Aus welchen Gr√ľnden genau hat man damals in der BRD eigentlich die KPD verboten?

QUOTE
"Die Nazis waren ja √ľberhaupt nicht fremdenfeindlich."

Lafontaine war mir immer schon suspekt(besonders nach seinem Hinschmiß)Hat er das wirklich gesagt?Zu welchem Anlass?

QUOTE
Begnadete Demagogen und Rhetoriker

Das sind sie und mehr auch nicht!

QUOTE
Wieviel rechtspopulistisches Potential steckt in der vermeintlich linken Linkspartei?

Herzlich wenig-nur Wahlplatit√ľden einzelner,wenn nicht sogar nur von Lafontaine.


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Matt
Beitrag 27. Jul 2005, 16:55
Beitrag #5


Vice Admiral
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QUOTE (pana_sonix @ 27. Jul 2005, 16:49)
In der CDU/CSU steckt erwiesenermaßen mehr braunes Potential als in irgend welchen linken Parteien

Hat wer erwiesen? Du?

Schade, da√ü dir der Unterschied zwischen "braun" und "rechtskonservativ" nicht klar ist, wenngleich mir einige Aussagen der genannten Herren auch gegen den Strich gehen. Allerdings w√ľrde wohl niemand auf die Idee kommen, sie linker Gesinnung zu verd√§chtigen.

Mir geht es in diesem Thread aber nicht um die CDU, sondern um die sogenannte Linkspartei.
Mit einem Spitzenkandidaten, der fr√ľher zum sogenannten linken Fl√ľgel der SPD geh√∂rte.
Und der sich jetzt mit √Ąu√üerungen hervortut, die man selbst von Sch√∂nbohm, Koch und Co. nicht h√∂ren wird.
Man muß sich das mal auf der Zuge zergehen lassen: "Die Nazis waren gar nicht fremdenfeindlich.", so Lafontaines O-Ton.
Au√üerdem w√ľrden die "Fremdarbeiter" den Deutschen die Arbeitspl√§tze wegnehmen.

Was mich in dieser Hinsicht eben prim√§r interessieren w√ľrde: Unterschreiben die Linkspartei-W√§hler hier im Forum diese Aussagen unwidersprochen, obwohl sie im Grunde genauso von Franz Sch√∂nhuber stammen k√∂nnten?

Der Sinn des Threads ist eigentlich herauszufinden,
a) ob Wähler der Linkspartei wirklich so denken (obwohl sie dann eher rotbraun als dunkelrot wären) und
b) ob Lafontaine wirklich so denkt oder ob das pures Kalk√ľl ist, um den rechten Protestw√§hler-Rand abzufischen.

Meine Ansicht zu Gysi & Lafontaine deckt sich interessanterweise in einigen Punkten mit denen von Neph und Pana: Beide (die Politiker, nicht Neph & Pana wink.gif) sind exzellente Rhetoriker und Demagogen, die es verstehen, mit ihrem Charisma die Leute in ihren Bann zu ziehen.

Dieser Satz

QUOTE
Meine Meinung zu Gysi: ein genialer Kopf, unter Umst√§nden der f√§higste in der deutschen Plotik √ľberhaupt, in jedem Fall rhetorisch.

stellt f√ľr mich die Frage, ob die Tatsache, da√ü jemand intelligent und eloquent ist, ihn automatisch zum "f√§higsten in der deutschen Politik" macht. confused4.gif Sollte man dann nicht lieber √ľber Inhalte des Wahlprogramms sprechen?

QUOTE (wunder-PILLE)
Herzlich wenig-nur Wahlplatit√ľden einzelner,wenn nicht sogar nur von Lafontaine.

Schon denkbar, daß man damit "der Basis" extrem unrecht tut, nur ist Lafontaine eben das Aushängeschild; seine Worte haben mehr Gewicht als das eines Hinterbänklers.

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 27. Jul 2005, 17:02


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gaius
Beitrag 27. Jul 2005, 16:58
Beitrag #6


Captain
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QUOTE (pana_sonix @ 27. Jul 2005, 16:49)
In der CDU/CSU steckt erwiesenerma√üen mehr braunes Potential als in irgend welchen linken Parteien, daf√ľr b√ľrgen Politiker wie Sch√∂nbohm, Stoiber und der kleine Pickeljunge aus Hessen, aber vor allem Altnazis, die nach dem Krieg ihre neue Heimat in der CDU fanden, wie z. B. der 90j√§hrige Doktor Filbinger, der als NS-Marinestabsrichter in den letzten Kriegstagen 1945 deutsche Fahnenfl√ľchtlinge zum Tode verurteilte und zur Hinrichtung freigab, den jetzigen Bundespr√§sidenten jedoch trotzdem w√§hlen durfte.

Und wieviele ehem. SED-Mitglieder sind in der PDS/Linkspartei? rolleyes.gif


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Matt
Beitrag 27. Jul 2005, 16:59
Beitrag #7


Vice Admiral
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QUOTE (wunder-PILLE @ 27. Jul 2005, 17:53)
Lafontaine war mir immer schon suspekt(besonders nach seinem Hinschmiß)Hat er das wirklich gesagt?Zu welchem Anlass?

Siehe zum Beispiel hier.

QUOTE (Dr. Phlox)
Und wieviele ehem. SED-Mitglieder sind in der PDS/Linkspartei?

Guter Punkt. Dar√ľber sollte man auch mal nachdenken!

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 27. Jul 2005, 17:04


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sepia
Beitrag 27. Jul 2005, 21:56
Beitrag #8


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QUOTE
Anstatt sich einfach mit Unwissenheit herauszureden, unterstrich er, da√ü der entsprechende Begriff absichtlich verwendet worden war! Er f√ľgte sogar hinzu, er s√§he kein Problem mit dem Begriff, denn - O-Ton "Die Nazis waren ja √ľberhaupt nicht fremdenfeindlich."

Warum zitierst du auf einmal so selektiv? Auf den O-Ton folgte doch (falls meine Erinnerung mich nicht täuscht) Sie waren rassistisch. Das ist ein grosser Unterschied.

Dadurch wird meines Erachtens deutlich, dass es sich bei Lafontaines √Ąusserung um Populismus handelt. Zur Zeit bekommt die Linkspartei vor allem viel Sympathie f√ľr ihre Ablehnung von gewissen Inhalten, nicht so sehr f√ľr ihre Zustimmung von anderen Inhalten. Diese Ablehnung erzeugt bei oberfl√§chlicher Betrachtung teilweise eine N√§he zu rechtspopulistischen Kreisen und das versuchte Lafontaine - wohlwissend, dass der erste Satz mehr Wirbel bringt, als die darauffolgenden beiden - auszunutzen.
Nichtdestotrotz muss ich Lafontaine recht geben: Fremdenfeindlichkeit (Xenophobie) ist nicht das gleiche wie Rassismus. Ersteres bedeutet eine feindliche Einstellung gegen√ľber allem, was man als anders, fremd empfindet. Letzteres ist die Einteilung der menschlichen Spezies (?) in verschieden wichtige Teile (d.h. man bildet Gruppen denen man verschiedene psychische F√§higkeiten beimisst aufgrund von physischen Merkmalen (?).
Meine G√ľte, da ist es einfacher und sinnvoller ein Lexikon rauszuholen, anstatt solche W√∂rter selbst zu definieren. Aber vielleicht kann ich den Absatz am Beispiel der Nazis veranschaulichen. Diese waren ihrer Ideologie nach offensichtlich rassistisch, da sie z.B. Slawen als minderwertig einsch√§tzten. Ob man sie aber auch als definitiv fremdenfeindlich bezeichnen sollte, finde ich schwerer zu beantworten. Denn wie l√§sst sich z.B. ihre Hochachtung (?) von Skandinaviern damit erkl√§ren? Diese geh√∂rten offensichtlich nicht zum Deutschen Reich, d.h. der Einflusssph√§re der Nazis, sondern wurden aufgrund von rassistischen Kriterien als 'gleichwertig' (?) eingestuft. Andererseits kann man nat√ľrlich auch argumentieren, dass das Fremde bei den Nazis nicht durch 'nicht-Deutschheit', sondern durch 'nicht-Ariersein' definiert wurde. Und damit w√§re der Nationalsozialismus offensichtlich nicht nur rassistisch, sondern auch fremdenfeindlich.

Also, um das mal griffig zu formulieren: In der Praxis ist Xenophobie und Rassismus nat√ľrlich eng miteinander verbunden, aber wenn man genauer hinschaut, kann man durchaus einige Differenzierungen treffen, ohne irgendwelche theoretischen Konzepte konstruieren zu m√ľssen.



Zur Linkspartei. Ich glaube, ich schreib bereits, dass ich mir durchaus vorstellen konnte sie zu w√§hlen. Zur Zeit tendiere ich allerdings eher zu gr√ľn.
Die Erkl√§rung ist recht simpel: Links bedeutet zur Zeit meist entweder (das bin ich), dass man sich der sogennanten Bewegung der Globalisierungskritiker verbunden f√ľhlt oder (das ist die Linkspartei), dass man versucht auf Nationalstaatsebene mit einem starken Staat den Herausforderungen unserer Zeit beizukommen. Die Globalisierungsgegner (um mal einen √§usserst hartn√§ckiges Beispiel von Newspeak zu verwenden) sind das lebende Vorbild f√ľr eine wirkliche Globalisierung. Die Linken, die mit Nationalstaatsdenken die Probleme der wirtschaftlichen Globalisierung, nicht aber die des wirtschaftlichen Imperialismus l√∂sen wollen, neigen leider dazu ihre Sicht der Dinge auf ihren jeweiligen Staat zu begrenzen.


Ich hoffe bei diesen schwierigen Fragen nicht allzu viele Fehler √ľbersehen zu haben. Ich hoffe der letzte Absatz ist nicht zu kompakt (ich wollte den Beitrag nicht zu sehr ausufern lassen, unserer semi-lesefreudigen Teilnehmer zuliebe), allerdings werde ich nat√ľrlich versuchen jegliche Unklarheiten - sofern sie denn auftreten - zu l√∂sen.

Der Beitrag wurde von sepia bearbeitet: 27. Jul 2005, 21:59


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I mean, after all; you have to consider we're only made out of dust. That's admittedly not much to go on and we shouldn't forget that. But even considering, I mean it's a sort of bad beginning, we're not doing too bad. So I personally have faith that even in this lousy situation we're faced with we can make it. You get me?
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Yaso
Beitrag 27. Jul 2005, 22:11
Beitrag #9


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Dass Ausländer Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen kann man nicht leugnen. Aber die Nazis seien nicht fremdenfeindlich gewesen?

So eine Aussage halte ich f√ľr sehr gef√§hrlich.


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Bir'kher
Beitrag 27. Jul 2005, 23:07
Beitrag #10


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QUOTE (Yaso @ 27. Jul 2005, 23:11)
Dass Ausländer Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen kann man nicht leugnen.

Da hast du v√∂llig recht. Aber welche Arbeitspl√§tze denn? Der t√ľrkische M√ľllsortierer? Der polnische Spargelstecher? Der tschechische Arzt im Krankenhaus, der als einziger noch bereit zu den 48-Stunden-Schichten ist? Das, was von Ausl√§ndern besetzt wird, kann meistens nicht ad√§quat von Deutschen besetzt werden: Die sind entweder zu faul, wollen nicht so hart arbeiten oder sind sich f√ľr den Job zu Schade.
Welcher Arbeitgeber stellt denn mit Vergn√ľgen Leute ein, bei denen Sprachprobleme, Mentalit√§tsprobleme und Beh√∂rdenquelereien zum Standard geh√∂ren? Ich glaube fast, keiner. Insofern ist dein Satz, Yaso, auch ziemlicher Bl√∂dsinn.


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Selbst Chuck Norris schafft es nicht, mit Schalke Meister zu werden!
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wunder-PILLE
Beitrag 28. Jul 2005, 00:40
Beitrag #11


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QUOTE
Die sind entweder zu faul, wollen nicht so hart arbeiten oder sind sich f√ľr den Job zu Schade

Du pauschalisierst!

Ich komme aus einer Langzeitarbeitslosenfamilie und hab mitbekommen wie es sein kann.
Mitlerweile arbeitet meine Mutter(ausgebildete K√∂chin) als Putze und ist dankbar daf√ľr!
Sie musste sich trotzdem vor Kurzen Geld von mir leihen,da ihr letzter Arbeitgeber-ironischerweise ein T√ľrke(das soll um Gotteswillen aber keine Aussage sein!) sie ohne ihr Wissen 2 Monate schwarz hat arbeiten lassen,nach der K√ľndigung(und zwar nur aus diesem Grund!) nat√ľrlich daf√ľr kein Geld gesehen hat.

Der Freund meiner Mutter schleppt sich meist in aller Herrgottsfr√ľhe zu einer Tonagenfabrik-Schmutzig,schwer und furchtbar laut(Ohrst√∂ppsel sind Pflicht)
Er steht auch auf Abruf bereit,d.h. wenn sie am Freitag anrufen muss er am Samstag hin.
Und es kann sein,das er jederzeit wieder entlassen wird.

Das sind hoch fleißige Menschen und Deutsche!

@Bir'kher:Ich wollte nur mal zeigen wie es auch sein kann!

Der Beitrag wurde von wunder-PILLE bearbeitet: 28. Jul 2005, 00:45


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Yaso
Beitrag 28. Jul 2005, 00:49
Beitrag #12


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Meine Aussage war nat√ľrlich auch nicht pauschal gemeint. Die Situation ist teilweise eben schlimm. Man kann die Ausl√§nder nat√ľrlich nicht einfach wegschicken.


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Matt
Beitrag 28. Jul 2005, 09:41
Beitrag #13


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QUOTE (sepia @ 27. Jul 2005, 22:56)
Also, um das mal griffig zu formulieren: In der Praxis ist Xenophobie und Rassismus nat√ľrlich eng miteinander verbunden, aber wenn man genauer hinschaut, kann man durchaus einige Differenzierungen treffen, ohne irgendwelche theoretischen Konzepte konstruieren zu m√ľssen.

Nat√ľrlich sind Xenophobie und Rassismus nicht dasselbe.
Aber wie in meiner oben zitierten Quelle sehr sch√∂n gesagt wird, ist Rassismus nichts weiter als eine biologistische √úberformung von Fremdenfeindlichkeit. Oder anders gesagt: Rassismus bedingt Fremdenfeindlichkeit. Wer Fremden (wie auch immer man sie definiert) nicht feindlich gesonnen ist, wird nie irgendeine rassistische Ideologie zu seiner Maxime erkl√§ren k√∂nnen. Und da liegt genau der Hase im Pfeffer: Wenn ich Skandinavier genau wie Deutsche unter dem Sammelbegriff Arier zusammenfasse und als √ľberlegenen Rasse definiere, dann sind ebenjene Skandinavier gem√§√ü der Definition keine Fremden mehr. Sie sollten ja ohnehin "heim ins Reich" geholt werden.

Das hindert aber Neonazis nicht daran, auch Schweden und Dänen zusammenzuschlagen. Entsprechende Berichte gibt es einige.
Soviel also zu der Aussage, Nazis seien nicht fremdenfeindlich. Sorry, ich krieg mich da schwer wieder ein.

Postulieren wir mal wohlwollend, da√ü dies nicht Lafontaines wirklich √úberzeugung repr√§sentiert (wenngleich es daf√ľr eigentlich au√üer seiner Parteizugeh√∂rigkeit keinen objektiven Grund gibt!), dann stellt das einen IMO moralisch indiskutablen Versuch dar, mit rechtspopulistischen Inhalten, den gesamten unzufriedenen, xenophoben Protestw√§hlerteich leerzufischen. Oder anders gesagt: Lafontaine ist keinen Deut besser als seinerzeit Herr Koch mit seiner uns√§glichen Doppelpa√ü-Unterschriftenaktion. Nur mit dem Unterschied: Herr Koch ist "der kleine Pickeljunge aus Hessen" (O-Ton Pana) und f√ľr die meisten unw√§hlbar, aber Oskar Lafontaine ist der Heiland der deutschen Politik und R√§cher der Rechtlosen, welcher "ein begnadeten Rhetoriker und Demagoge" (O-Ton Neph) ist, und offenbar aufgrunddessen die erste Wahl-Wahl ist.

Also noch einmal die Frage: Wie beziehen die Linkspartei-Anh√§nger bzw. potentiellen W√§hler zu diesen √Ąu√üerungen ihres Aush√§ngeschildes Oskar Lafontaine Stellung? Bisher halten sich diejenigen, die sich zuvor als gl√ľhende Fans geoutet haben, auffallend zur√ľck.

Interessanterweise zeitigt Lafontaines Strategie erschreckenderweise Erfolg: Die Umfrageergebnisse erreichen H√∂hen, die andere Parteien (vor allem FDP und Gr√ľne) gern erreichen w√ľrden, von denen sie aber derzeit nur tr√§umen k√∂nnen. W√ľnschen sich die Deutschen also einen neuen starken F√ľhrer, der all ihre vermeintlichen Probleme √ľber Nacht zu l√∂sen vermag? Diesmal vielleicht in T-Mobile-Tradition gleich als Doppelspitze, damit es nicht so auff√§llt? Ja, das ist auch populistisch. Aber wenigstens nicht rechtspopulistisch. Was macht Lafontaine und Gysi so sexy? Obwohl sie politisch nichts zustande gebracht haben und sich immer rechtzeitig vor der Verantwortung gedr√ľckt haben, als es kritisch wurde?

Wie auch immer: Man kann √ľber die Linkspartei denken was man will. Man kann ihnen braune Flecken auf der dunkelroten Weste nachsagen. Eines aber kann man nicht: Sie unbedenklich w√§hlen!

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 28. Jul 2005, 09:50


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Schukow
Beitrag 28. Jul 2005, 10:05
Beitrag #14


Fleet Captain
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QUOTE (Dr.Phlox @ 27. Jul 2005, 17:58)
Und wieviele ehem. SED-Mitglieder sind in der PDS/Linkspartei? rolleyes.gif

Und wieviele in der CDU?Es gibt da eine ehemalige Mitarbeiterin der FDJ-Kreisleitung, die Kanzlerkandidatin ist.
Gysi und Lafo sind imo begabte Redner mit politischer Erfahrung als Parteivorsitzende und anderer politischer √Ąmter.
Nat√ľrlich waren die Nazis Ausl√§nderfeindlich, doch war z.B. die Waffen-SS eine internationale Truppe, in der Inder, Kaukasier, Kosaken, Russen, Balten, jugoslawische V√∂lkerschaften, Skandinavier und Westeurrop√§er gemeinsam k√§mpften. Und Dolferl h√§tte jederzeit mit den britischen Ariern gerne ein B√ľndniss geschlossen. Die Nazis konnten sich in den eroberten L√§ndern immer auf eine Gruppe von Sympathisanten verlassen, zumindest am Anfang.


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Eine Fahrkarte zu einem Wahlkampfauftritt eines Spitzenpolitikers: 50 Euro

Ein Scharfsch√ľtzengewehr: 10 000 Euro

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gaius
Beitrag 28. Jul 2005, 12:50
Beitrag #15


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Hey, ist das nicht toll? Die CDU vereint friedlich Ex-Nazis und Ex-Kommunisten. Diese Partei sollte man f√ľr den Friedensnobelpreis vorschlagen, jawohl. rolleyes.gif


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logan3333
Beitrag 28. Jul 2005, 13:29
Beitrag #16


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QUOTE
Und wieviele in der CDU?Es gibt da eine ehemalige Mitarbeiterin der FDJ-Kreisleitung, die Kanzlerkandidatin ist.
Gysi und Lafo sind imo begabte Redner mit politischer Erfahrung als Parteivorsitzende und anderer politischer √Ąmter.
Nat√ľrlich waren die Nazis Ausl√§nderfeindlich, doch war z.B. die Waffen-SS eine internationale Truppe, in der Inder, Kaukasier, Kosaken, Russen, Balten, jugoslawische V√∂lkerschaften, Skandinavier und Westeurrop√§er gemeinsam k√§mpften. Und Dolferl h√§tte jederzeit mit den britischen Ariern gerne ein B√ľndniss geschlossen. Die Nazis konnten sich in den eroberten L√§ndern immer auf eine Gruppe von Sympathisanten verlassen, zumindest am Anfang.

Die meisten "Ausl√§nder" in der Waffen SS und anderen Verb√§nden des 3. Reiches sind in den weniger erfolgreichen Kriegsjahren rekrutiert und aufgestellt worden. Eine der letzten Einheiten die 45 den Reichstag verteidigt hat waren √ľbrigens Franzosen. Die Tatsache das es diese Einheiten gab ist eine Folge der kompletten Inkompetenz auf politischer und milit√§rischer Ebene des Nazi Regimes. Es ist ein kompletter Offenbarungseid, das sich die Politik Hitlers nicht in die Realit√§t umsetzen l√§sst und absolut keine Darseinsberechtigung hat.

QUOTE
Dass Ausländer Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen kann man nicht leugnen.

Die Aussage ist dumm und gef√§hrlich. Arbeitslosigkeit ist in erster Line ein wirtschaftlicher Wert. Wenn sie steigt ist es ein Indikator daf√ľr das etwas mit der Wirtschaft nicht stimmt. Es kommen in Deutschland nicht genug Menschen in Lohn und Brot. Es ist aber v√∂llig egal ob nun ein Einwanderer oder ein hier Gebohrener eine Arbeit bekommt. Denn wenn er arbeitet verdient er Geld und das Geld gibt er auch wieder aus f√ľr Dienstleistungen und Waren und das schafft wiederum Arbeit. In Deutschland nimmt die Arbeitslosikeit aber st√§ndig zu! Warum weil die Wirtschaft die Arbeitspl√§tze abbaut (Sie den "Deutschen" wegnimmt) und die Politik nichts oder zu wenig dagegen tut. Und die Politik schafft es nicht wirtschaftlich das Ruder herum zu reissen. Deutschland kommt aus seinen Teufelskreis nicht heraus.


und abschliessend noch etwas zu den Sozialisten Nationale sowie Linkspartei. Sozialisten verstehen sich nur auf Provokation, auf Kriegf√ľhren und auf Propaganda aber sie verstehen nichts von der Wirtschaft.

Der Beitrag wurde von logan3333 bearbeitet: 28. Jul 2005, 13:44


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Beitrag 28. Jul 2005, 13:59
Beitrag #17


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QUOTE (logan3333 @ 28. Jul 2005, 14:29)
QUOTE
Dass Ausländer Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen kann man nicht leugnen.

Die Aussage ist dumm und gef√§hrlich. Arbeitslosigkeit ist in erster Line ein wirtschaftlicher Wert. Wenn sie steigt ist es ein Indikator daf√ľr das etwas mit der Wirtschaft nicht stimmt. Es kommen in Deutschland nicht genug Menschen in Lohn und Brot. Es ist aber v√∂llig egal ob nun ein Einwanderer oder ein hier Gebohrener eine Arbeit bekommt. Denn wenn er arbeitet verdient er Geld und das Geld gibt er auch wieder aus f√ľr Dienstleistungen und Waren und das schafft wiederum Arbeit.

Das Problem ist, dass das Geld nicht notwendigerweise hier ausgegeben wird, sondern als Transferzahlungen ins Ausland abfließt und dort Konsum-Wirkung entfaltet.

QUOTE
In Deutschland nimmt die Arbeitslosikeit aber st√§ndig zu! Warum weil die Wirtschaft die Arbeitspl√§tze abbaut (Sie den "Deutschen" wegnimmt)  und die Politik nichts oder zu wenig dagegen tut. Und die Politik schafft es nicht wirtschaftlich das Ruder herum zu reissen. Deutschland kommt aus seinen Teufelskreis nicht heraus.


und abschliessend noch etwas zu den Sozialisten Nationale sowie Linkspartei. Sozialisten verstehen sich nur auf Provokation, auf Kriegf√ľhren und auf Propaganda aber sie verstehen nichts von der Wirtschaft.


L√ĖL .. reichlich kess: denen, die an der Misere nun ganz sicher keine Schuld haben (weil sie keine Regierungsverantwortung tragen), auch noch vorzuwerfen, sie verst√ľnden nichts von der Wirtschaft .. da spricht ein Mann mit politischem und wirtschaftlichem Durchblick


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logan3333
Beitrag 28. Jul 2005, 14:07
Beitrag #18


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Das Problem ist, dass das Geld nicht notwendigerweise hier ausgegeben wird, sondern als Transferzahlungen ins Ausland abfließt und dort Konsum-Wirkung entfaltet.

Nein, das Problem ist das Deutschland die Familie nicht nachkommen lässt oder sie ins Land holt uns wenn das doch geschieht sie Familien schlecht in die Gesellschaft einbaut und damit die Transferzahlungen herausfordert, das es keine gute Einwanderungspolitik betreibt und damit weiter ein schlechtes Altersgefälle hat.

QUOTE
L√ĖL .. reichlich kess: denen, die an der Misere nun ganz sicher keine Schuld haben (weil sie keine Regierungsverantwortung tragen), auch noch vorzuwerfen, sie verst√ľnden nichts von der Wirtschaft .. da spricht ein Mann mit politischem und wirtschaftlichem Durchblick

Gysi hat zum Beispiel den Posten des Wirtschaftminister in Berlin innegehabt und hat nicht einmal den Versuch unternommen irgent eine L√∂sung zu pr√§sentieren oder durchzuf√ľhren. Der Mann hat keine Ahnung, kein Konzept, und keinen Durchblick in Sachen Wirtschaft.

Der Beitrag wurde von logan3333 bearbeitet: 28. Jul 2005, 14:12


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Beitrag 28. Jul 2005, 14:25
Beitrag #19


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QUOTE (logan3333 @ 28. Jul 2005, 15:07)
QUOTE
Das Problem ist, dass das Geld nicht notwendigerweise hier ausgegeben wird, sondern als Transferzahlungen ins Ausland abfließt und dort Konsum-Wirkung entfaltet.

Nein, das Problem ist das Deutschland die Familie nicht nachkommen lässt oder sie ins Land holt uns wenn das doch geschieht sie Familien schlecht in die Gesellschaft einbaut und damit die Transferzahlungen herausfordert, das es keine gute Einwanderungspolitik betreibt und damit weiter ein schlechtes Altersgefälle hat.

Du scheinst zu verkennen, dass nicht jeder hier leben will (warum auch immer), d.h. selbst wenn die Familien zuziehen d√ľrften, wird es ein sehr gro√üer Teil nicht tun.

QUOTE
QUOTE
L√ĖL .. reichlich kess: denen, die an der Misere nun ganz sicher keine Schuld haben (weil sie keine Regierungsverantwortung tragen), auch noch vorzuwerfen, sie verst√ľnden nichts von der Wirtschaft .. da spricht ein Mann mit politischem und wirtschaftlichem Durchblick

Gysi hat zum Beispiel den Posten des Wirtschaftminister in Berlin innegehabt und hat nicht einmal den Versuch unternommen irgent eine L√∂sung zu pr√§sentieren oder durchzuf√ľhren.


Ihm vorzwerfen, er habe den Karren, den SPDCDU in den Dreck gefahren haben, nicht alleine herausziehen k√∂nnen, ist wiederum reichlich k√ľhn, ber√ľcksichtigt es doch nicht die Tatsache, dass die PDS als der kleinere Koalitionspartner in jeder Entscheidung auf das Wohlwollen der "Bankrotteur-Partei", der SPD, angewiesen war/ist und daher gar keine "eigenen" Konzepte realisieren konnte.


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pana
Beitrag 28. Jul 2005, 14:32
Beitrag #20


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QUOTE (logan3333 @ 28. Jul 2005, 14:29)
Sozialisten verstehen sich nur auf Provokation, auf Kriegf√ľhren und auf Propaganda aber sie verstehen nichts von der Wirtschaft.

Könnte das nicht damit zusammenhängen, daß die Sozialisten die Wirtschaft in ihrer jetzigen Form ablehnen? smile.gif

Und was das F√ľhren von Kriegen betrifft: Wir k√∂nnen gerne einmal zusammenrechnen, wieviele Kriege von sozialistischer Seite begonnen wurden und wieviele von christlicher/kapitalistischer.

Der Beitrag wurde von pana_sonix bearbeitet: 28. Jul 2005, 14:34
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Matt
Beitrag 28. Jul 2005, 14:43
Beitrag #21


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Ich sehe schon: Die Anh√§nger der rotbraunen Linkspartei lenken geschickt vom Thema ab, um sich nicht zu meinen Fragen √§u√üern zu m√ľssen.
Wir k√∂nnen aber nat√ľrlich auch gern √ľber die Inkompetenz der Herren Gysi und Lafontaine (√ľbrigens ausschlie√ülich politisch, keineswegs rhetorisch) sprechen, das w√§re √§hnlich ergiebig, um den selbsternannten Heilsbringern einen Spiegel vorzuhalten.


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pana
Beitrag 28. Jul 2005, 15:07
Beitrag #22


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Ich sehe bei den Herren Gysi und Lafointaine nicht mehr Inkompetenz als bei Vertretern anderer Parteien. Im Grunde denke ich, daß sich alle kaum voneinander entschieden.

Als ich noch "klein" war, dachte ich, Politiker w√ľrden besondere Menschen mit besonderen Bef√§higungen sein. So ist es nicht. Wenn ich manchmal sehe, was f√ľr machtgeile, inkompetente, kinderhaft agierende Leute die L√§nder dieser Welt lenken, dann bin ich froh, da√ü die allgemeine Weltlage sich nicht noch schlimmer darstellt, als sie ohnehin bereits ist.

Der Beitrag wurde von pana_sonix bearbeitet: 28. Jul 2005, 15:08
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logan3333
Beitrag 28. Jul 2005, 15:16
Beitrag #23


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QUOTE
Du scheinst zu verkennen, dass nicht jeder hier leben will (warum auch immer), d.h. selbst wenn die Familien zuziehen d√ľrften, wird es ein sehr gro√üer Teil nicht tun.

Nein, denn Einwanderungspolitik heist auch genau diese Leute nicht herein zulassen oder sie wieder los zu werden.

QUOTE
Ihm vorzwerfen, er habe den Karren, den SPDCDU in den Dreck gefahren haben, nicht alleine herausziehen k√∂nnen, ist wiederum reichlich k√ľhn, ber√ľcksichtigt es doch nicht die Tatsache, dass die PDS als der kleinere Koalitionspartner in jeder Entscheidung auf das Wohlwollen der "Bankrotteur-Partei", der SPD, angewiesen war/ist und daher gar keine "eigenen" Konzepte realisieren konnte.

Es gibt eine Partei f√ľr die Bankrott wie die Faust aufs Auge passt: SED aka PDS aka Die Linke aka Die Linkspartei aka Linke aka ....

QUOTE
angewiesen war/ist und daher gar keine "eigenen" Konzepte realisieren konnte.

Es gibt soetwas wie √Ėffentlichkeit, wenn er ein Konzept hat das funktioniert und dann er das der √Ėffentlichkeit bekanntgeben und damit auch einen Koalitionspartner unter Druck setzen.

QUOTE
Und was das F√ľhren von Kriegen betrifft: Wir k√∂nnen gerne einmal zusammenrechnen, wieviele Kriege von sozialistischer Seite begonnen wurden und wieviele von christlicher/kapitalistischer.


20. Jahrhundert:

1900 Russisch-Chinesischer Krieg
(siehe Boxer-Aufstand)
1902/03 Venezuelanischer Krieg
1904/05 Russisch-Japanischer Krieg
1906 2. Mittelamerikanischer Krieg
1907 Honduras-Nicaragua Krieg
1909-1910 Spanisch-Marokkanischer Krieg
1911-1912 Italienisch-T√ľrkischer Krieg
1912-1913 Erster Balkankrieg
1913 Zweiter Balkankrieg
1914-1918 Erster Weltkrieg
1917-1920 Baltische Unabhängigkeitskiege
1917-1920 Russischer B√ľrgerkrieg SOZIALISTEN
1919-1921 Irischer Unabhängigkeitskrieg
1920/21 Russisch-Polnischer Krieg SOZIALISTEN
1921-23 Griechisch-T√ľrkischer Krieg
1931-33 Krieg in der Mandschurei SOZIALISTEN
1932-1935 Chaco-Krieg
1935/36 Italienisch-√Ąthiopischer Krieg SOZIALISTEN
1936-1939 Spanischer B√ľrgerkrieg SOZIALISTEN
1937-1945 Japanisch-Chinesischer Krieg
1938/39 Russisch-Japanischer Grenzkrieg
1939-1945 Zweiter Weltkrieg SOZIALISTEN
1941 Französisch-Thailändischer Krieg
1941 Peruanisch-Ecuadorianischer Krieg
1945-1949 Indonesischer Unabhängigkeiskrieg
1946-1954 Französischer Indochinakrieg USA
1947-1949 Erster Kashmir-Krieg
1947-1949 Israelischer Unabhängigkeitskrieg
1950-1953 Koreakrieg USA
1954-1962 Algerienkrieg
1955-1959 Zypriotischer Unabhängigkeitskrieg
1956 Suez-Krieg
1957/58 Spanisch-Marokkanischer Konflikt
1957-1962 Holländisch-Indonesischer Krieg um West Neuguinea
1961-1991 Eritrea-Krieg
1961-1963 UN-Katanga-Krieg
1961 Schweinebucht USA
1961-1974 Unabhängigkeitskriege in Portugiesisch-Afrika
1961/65-1974 Vietnam-Krieg USA
1962 Indisch-chinesischer Grenzkrieg SOZIALISTEN
1963 Algerisch-Marokkanischer Grenzkrieg
1965 Indisch-Pakistanischer Krieg (2. Kashmir-Krieg)
1967 Sechs-Tage-Krieg
1969 Chinesisch-Sowjetische Grenzkämpfe SOZIALISTEN
1971 Indisch-Pakistanischer Krieg/Bangladesh-Krieg
1973 Yom-Kippur-Krieg
1974 Zypern-Krieg
1974/75 Mali-Obervolta Grenzkrieg
1977 Libysch-√Ągyptischer Grenzkrieg
1977-1989 Vietnamesisch-Kambodschanischer Krieg SOZIALISTEN
1978/79-1989 Afghanischer B√ľrgerkrieg und sowjetische Invasion SOZIALISTEN
1978/79 Uganda-Tansania Krieg
1979 Chinesisch-Vietnamesischer Krieg SOZIALISTEN
1980-1988 Erster Golfkrieg: Iran-Irak SOZIALISTEN
1981 Peruanisch-Ecuadorianischer Grenzkrieg
1982 Falkland-Krieg Militärhunta in Argentinien
1983 US-Invasion in Grenada USA
1983/84 US-Krieg im Libanon USA
1987 Grenzkrieg Libyen-Tschad
1989 US-Invasion in Panama USA
1990 Golfkrieg SOZIALISTEN
1991- Jugoslawischer B√ľrgerkrieg SOZIALISTEN

SOZIALISTEN: 14 USA: (christlicher Kapitalismus) 7


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tabby
Beitrag 28. Jul 2005, 15:17
Beitrag #24


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Wieviel Braun enthält dunkelrot? lol..

Wieviel Braun enthält jede Parteienfarbe?

Ganz einfach:
Man nehme die *gängigen* Farben der deutschen Potik,..
Also rot, schwarz, gelb, gr√ľn,.. usw...
Sch√ľtte sie alle zusammen in einen Topf, r√ľhre kr√§ftig um.. und was kommt dann raus?
Die Braune Ursuppe!


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Mad Hatter
Beitrag 28. Jul 2005, 15:23
Beitrag #25


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Mir fällt zu dieser Frage nur das ein... rolleyes.gif
Mehr folgt später wg. Zeitmangel rolleyes.gif


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Das Leben ist ein Kobayashi-Maru-Test!


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Beitrag 28. Jul 2005, 15:47
Beitrag #26


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QUOTE (logan3333 @ 28. Jul 2005, 16:16)
QUOTE
Du scheinst zu verkennen, dass nicht jeder hier leben will (warum auch immer), d.h. selbst wenn die Familien zuziehen d√ľrften, wird es ein sehr gro√üer Teil nicht tun.

Nein, denn Einwanderungspolitik heist auch genau diese Leute nicht herein zulassen oder sie wieder los zu werden.

Hä? Und was hat das mit den Geldtransfers ins Ausland zu tun?

Logan33333333: "Einkommen bedeutet Konsum".
Ich: "Geld geht aber zum Teil ins Ausland = hier nix Konsum."

Wenn Leute hier nicht reinkommen oder wieder rausgeschmissen werden, hier immer noch nix Konsum ....

QUOTE (tabby)
Wieviel Braun enthält dunkelrot? lol..
Wieviel Braun enthält jede Parteienfarbe?
Ganz einfach:
Man nehme die *gängigen* Farben der deutschen Potik,..
Also rot, schwarz, gelb, gr√ľn,.. usw...
Sch√ľtte sie alle zusammen in einen Topf, r√ľhre kr√§ftig um.. und was kommt dann raus?
Die Braune Ursuppe!


Wohl gesprochen.

@Matt
Nat√ľrlich ist es legitim, rechte W√§hler abzusch√∂pfen. Es geht um Politik und nicht um carritativen Ringelpietz. Wenn sich einem Gutmenschenw√§hler wegen irgendwelcher schlimmen Worte die ehrbaren Haare str√§uben, ist mir das relativ egal.


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Rusch
Beitrag 28. Jul 2005, 15:55
Beitrag #27


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QUOTE (Nepharite @ 27. Jul 2005, 16:44)
QUOTE
Zu Lafontaine? Zu Gysi?

Begnadete Demagogen und Rhetoriker. Echt klasse!

Das waren Hitler und Göbels auch, oder?

Ich will nat√ľrlich die beiden nicht mit dem Naziabschaum vergleichen, aber ich meine, man sollte vorsichtig sein.


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logan3333
Beitrag 28. Jul 2005, 16:00
Beitrag #28


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QUOTE
Wenn Leute hier nicht reinkommen oder wieder rausgeschmissen werden, hier immer noch nix Konsum ....

Ich kann Leute durch Einwanderungspolitik aber dazu zwingen das sie ihr Geld hier ausgeben.


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Matt
Beitrag 28. Jul 2005, 16:12
Beitrag #29


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QUOTE (Nepharite @ 28. Jul 2005, 16:47)
Nat√ľrlich ist es legitim, rechte W√§hler abzusch√∂pfen. Es geht um Politik und nicht um carritativen Ringelpietz. Wenn sich einem Gutmenschenw√§hler wegen irgendwelcher schlimmen Worte die ehrbaren Haare str√§uben, ist mir das relativ egal.

Und was macht dich so sicher, daß es Lafontaines Intention war, einfach nur rechtes Wählerpotential abzuschöpfen?
Woher weißt du, daß er nicht wirklich so denkt?

Alle scheinen offenbar vorauszusetzen, da√ü das nur Kalk√ľl war, aber keiner widmet sich der Frage: Was, wenn nicht?
Und wie rechtfertigt man dann, daß man ihn wählt?

Daß in der Politik auch Skrupellosigkeit dazugehört, ist leider klar. Das mag man verabscheuen, aber verleugnen kann man es nicht.
Verherrlichung von Nazi-Ideologie ist IMO dennoch noch ein anderes Kaliber als innerparteilichen Gegenkandidaten XY mittels Intrige abzuschießen.

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 28. Jul 2005, 16:13


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sepia
Beitrag 28. Jul 2005, 16:35
Beitrag #30


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Logan, ich erlaube mir mal, deine Liste zu lesen:

1936-1939 Spanischer B√ľrgerkrieg SOZIALISTEN
1939-1945 Zweiter Weltkrieg SOZIALISTEN
1978/79-1989 Afghanischer B√ľrgerkrieg und sowjetische Invasion SOZIALISTEN
1980-1988 Erster Golfkrieg: Iran-Irak SOZIALISTEN
1990 Golfkrieg SOZIALISTEN


Spanischer B√ľrgerkrieg:
QUOTE
Wikipedia:
Initiiert durch eine Militärrevolte in Marokko begann am 17. Juli 1936 der Militäraufstand gegen die Regierung Spaniens. Der Aufstand war vor allem ein Militärputsch, wurde aber auch von zivilen Gruppen (spanischem Klerus, Adel, Carlisten, Royalisten) und vom Großgrundbesitz und der faschistischen Bewegung Falange getragen.


2.WW:
Ist der Nationalsozialismus tatsächlich sozialistisch? In der Schule lernte ich folgendes:
1. Der dem Sozialismus näherstehende Teil der NSDAP wurde 1934 im Rahmen des sogenannten 'Röhm-Putsches' ausgeschaltet
2. Die Machtergreifung der NSDAP wurde durch die Zusammenarbeit mit der Grossindustire möglich
3. Der Faschismus ist seinem Wesen nach kapitalistisch, nicht sozialistisch.

Sowjetische Invasion Afghanistans:
QUOTE
Wikipedia:
Gem√§√ü der offiziellen amerikanischen Version der Geschichte begann die Unterst√ľtzung der Taliban durch den CIA erst im Laufe des Jahres 1980, also nach der Invasion der sowjetischen Armee in Afghanistan am 24. Dezember 1979. In einem Interview mit der franz√∂sischen Zeitschrift "Le Nouvel Observateur" im Januar 1998, zeichnete Brzeziński ein ganz anderes Bild von den damaligen Begebenheiten. Demnach setzte die amerikanische Unterst√ľtzung der fundamentalistischen Mujahedin, die Gegner des pro-sowjetischen Regimes in Kabul waren, schon viel fr√ľher ein: schon am 3. Juli 1979, also fast ein halbes Jahr vor der Invasion, unterschrieb Pr√§sident Carter die erste Direktive f√ľr eine geheime Unterst√ľtzung der Taliban.


Erster und zweiter Golfkrieg:
Da in beiden F√§llen Saddam Husseins Irak den Krieg begann, scheint mir, du bezeichnest ebendiesen als sozialistisch. Ich w√§re dir dankbar, wenn du diesen Sachverhalt erl√§utern k√∂nntest und damit eine weitere Wissensl√ľcke meinerseits schliessen w√ľrdest.


Ausserdem freut es mich zu erfahren, dass die USA der einziger Vertreter des christlichen Kapitalismus sind.



EDIT:
Matt, vielleicht hat Nepharite √§hnliche Beweggr√ľnde wie ich an einen lediglich populistischen Lafontaine zu glauben: Mit den beiden darauffolgenden S√§tzen hat er seinen Nazis-nicht-fremdenfeindlich-Satz jegliche skandal√∂se Deutung genommen.

Die Erkl√§rung des Historikers bei Spiegel Online halte ich f√ľr oberfl√§chlich. Was ist, wenn ich z.B. Inuit zur 'Herrenrasse' erkl√§re und 'mein Volk' (was ist das √ľberhaupt, kann mir das mal jemand erkl√§ren?) als minderwertig ansehe? Bin ich dann kein Rassist?

Der Beitrag wurde von sepia bearbeitet: 28. Jul 2005, 16:41


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I mean, after all; you have to consider we're only made out of dust. That's admittedly not much to go on and we shouldn't forget that. But even considering, I mean it's a sort of bad beginning, we're not doing too bad. So I personally have faith that even in this lousy situation we're faced with we can make it. You get me?
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logan3333
Beitrag 28. Jul 2005, 17:18
Beitrag #31


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Spanischer B√ľrgerkrieg, Falange laut Wikipedia:

Gr√ľndung

Die Falange Espa√Īola wurde offiziell am 29. Oktober 1933 im Teatro de la Comedia in Madrid durch den Anwalt Jos√© Antonio Primo de Rivera und seine Schwester Pilar gegr√ľndet. Beide waren Kinder des Generals Miguel Primo de Rivera, der von 1923 bis 1930 Milit√§rdiktator Spaniens gewesen war. 1934 vereinigte sich die Falange mit den ideologisch nahestehenden Juntas de Ofensiva Nacional Sindicalista (dt.: Vereinigungen der Nationalsyndikalistischen Offensive, JONS) zur Falange Espa√Īola de las JONS. Von den JONS √ľbernahm die Falange auch das auf die Reyes Cat√≥licos zur√ľckgehende Symbol von Joch und Pfeilen sowie die schwarzrote Fahne, welche die JONS ihrerseits den Anarchisten abgesehen hatte. Parteihymne war das Lied "Cara al Sol" (Gesicht zur Sonne).

1935 gab sie sich ein national-soziales Programm , jedoch wurden taktisch-ideologische Differenzen bald deutlich: W√§hrend Jos√© Antonio Primo de Rivera die Durchsetzung einer Nationalsyndikalistischen Revolution durch eine kleine Gruppe der Anh√§nger propagierte, wollte der F√ľhrer der JONS, Ramiro Ledesma, die Falange zu einer Massenpartei machen.

Nach dem Erfolg der Volksfront bei den Wahlen von 1936 versch√§rften sich in Madrid und anderen Gro√üst√§dten die gewaltt√§tigen Auseinandersetzungen zwischen Anh√§ngern der Falange und der linken Parteien auf dramatische Weise. Nach einem Mordanschlag auf den Juraprofessor und Sozialisten Jim√©nez de As√ļa am 11. M√§rz 1936 durch Studenten des Falangistischen Studentenbundes SEU wurde die Falange von der Volksfrontregierung verboten. Am 14. M√§rz wurden die F√ľhrer der Falange, darunter Primo de Rivera, inhaftiert.



Hier gehts nicht darum ob kommunistische Sozialisten oder nationale Sozialisten den Krieg angefangen haben sonderen ob es Sozialisten waren....

QUOTE
2.WW:
Ist der Nationalsozialismus tatsächlich sozialistisch? In der Schule lernte ich folgendes:
1. Der dem Sozialismus näherstehende Teil der NSDAP wurde 1934 im Rahmen des sogenannten 'Röhm-Putsches' ausgeschaltet
2. Die Machtergreifung der NSDAP wurde durch die Zusammenarbeit mit der Grossindustire möglich
3. Der Faschismus ist seinem Wesen nach kapitalistisch, nicht sozialistisch.


Wikipedia:
Nationalsozialismus bezeichnet die Weltanschauung, die das Denken und Handeln der Machthaber in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus in den Jahren 1933-1945 bestimmte. Es war ihre eigene propagandistisch motivierte Bezeichnung, die sp√§ter in der Bundesrepublik √ľbernommen wurde; in der DDR wurde daf√ľr die Bezeichnungen „Faschismus“ und „Hitlerfaschismus“ verwendet. Die Bezeichnung „Nationalsozialismus“ r√ľhrt daher, dass in dem
1920 erschienen Programm der NSDAP tats√§chlich eine sozialistische Gesellschaftsordnung gefordert wurde. Die Partei der deutschen Nationalsozialisten war die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Der Begriff Nazismus, in Deutschland eher selten verwendet, ist die wieder eingedeutschte Version des englischen Wortes nazism. In Deutschland wird h√§ufig der Begriff Nazi f√ľr einen Anh√§nger des Nationalsozialismus verwendet.

Saddam Hussein F√ľhrer der Ba'ath Partei:

Wikipedia zur Ba'ath Partei:

Die in Syrien und bis vor kurzem im Irak regierende Baath-Partei (arab. hizb al-bacath al-carabī al-ischtirākī, „Arabische Sozialistische Partei der Wiedererweckung “) aus arab. „Auferstehung, Erneuerung“, geht von der Doktrin einer einzigen ungeteilten arabischen Nation aus. Als Grundprinzipien gelten „Einheit, Freiheit, Sozialismus“. Im Kern ist (oder zumindest war) sie s√§kular, das hei√üt eher weltlich, nicht religi√∂s (siehe auch Arabischer Nationalismus).

Die Partei wurde 1940 von dem Syrer und griechisch-orthodoxen Christen Michel Aflaq und dem sunnitischen Muslim Salah ad-Din al-Bitar in Damaskus gegr√ľndet. Im Laufe der Zeit bildeten sich ein syrischer und ein irakischer Fl√ľgel heraus, die sich untereinander befehdeten.

In Syrien bildet ein alawitischer Stamm die Machtbasis der Partei, im Irak st√ľtzte sich die von Saddam Hussein gef√ľhrte Partei v. a. auf einen sunnitischen Klan aus Tikrit.

W√§hrend Saddam Hussein und die Baath-Partei im Jahre 2003 im Irak durch US-gef√ľhrte Koalitionstruppen gest√ľrzt wurde, regiert sie in Syrien nach wie vor; der syrische Pr√§sident ist das Baath-Mitglied Baschar al-Assad.


Diese Kriege wurden von Sozialisten gestartet. Wo bist du in der Schule gewesen, in der DDR? Da hat man nat√ľrlich versucht sich von diesen Schl√§chter abzugrenzen.

Was Afganistan angeht, wenn du es als US Agression ansiehst, dann kann ich Vietnam, Korea und die Schweinebuch als SOZIALISTISCHE AGRESSION ansehen.

So oder So

Mehr Krieg dank Sozialismus!


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Beitrag 28. Jul 2005, 18:03
Beitrag #32


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Was lehren uns Logans Ausf√ľhrungen: Nicht √ľberall, wo Sozialismus draufsteht, ist auch Sozialismus drin mrgreen.gif

QUOTE (Matt)
Und was macht dich so sicher, daß es Lafontaines Intention war, einfach nur rechtes Wählerpotential abzuschöpfen?
Woher weißt du, daß er nicht wirklich so denkt?
Alle scheinen offenbar vorauszusetzen, da√ü das nur Kalk√ľl war, aber keiner widmet sich der Frage: Was, wenn nicht?
Und wie rechtfertigt man dann, daß man ihn wählt?


Da es selbst mir nicht vergönnt ist, Lafontaines Gedanken zu lesen, muss ich notgedrungen aus seiner politische Vitae schließen. IMO hat er sich bisher nicht als Anhänger faschistischer Ideologien dargestellt; und wenn sich sein Braun-sein auf die Verwendung eines negativ belegten Begriffs beschränkt, soll es mir auch recht sein.

Der Beitrag wurde von Nepharite bearbeitet: 28. Jul 2005, 19:58


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Beitrag 28. Jul 2005, 19:39
Beitrag #33


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Danke, Nepharite. Es haben sich wirkliche viele, sehr sehr viele Bewegungen als sozialistisch bezeichnet und ich dachte wir w√ľrden Sozialismus aufgrund von Taten und nicht aufgrund von Worten definieren. Offensichtlich habe ich mich nat√ľrlich geirrt. Meine Aussagen gehen komplett am Thema vorbei. √úber das wirkliche Thema bin ich aber immer noch im unklaren. Sozialismus haben wir ja jetzt definiert, aber wieso definieren wir 'christlich/kapitalistisch' als USA? Schon wieder diese L√ľcken in meinem Wissen...


QUOTE
Logan:
Was Afganistan angeht, wenn du es als US Agression ansiehst, dann kann ich Vietnam, Korea und die Schweinebuch als SOZIALISTISCHE AGRESSION ansehen.
So oder So
Mehr Krieg dank Sozialismus!

Okay ich habe jetzt keine Lust wirklich alles rauszukramen und aufzuschreiben was ich dazu weiss, weil das nicht das Thema hier ist und ich nicht glauben kann, dass der letzte Satz wirklich von vielen Menschen geglaubt wird. Falls doch, soll mir bitte jeder, der denkt die Aussage 'Mehr Krieg dank Sozialismus' sei richtig und wichtig eine PM schreiben und ich mache ein Thema auf, wo wir alle unsere Geschichtskenntnisse miteinander teilen.

Ach ja, ich weiss sehr wenig √ľber Geschichtsunterricht in der DDR - nebenbei bemerkt dr√ľckt deine Anspielung meines Erachtens nicht gerade wirklichen Respekt gegen√ľber deinen Gespr√§chspartnern aus -, vielleicht da ich mein Abitur mit LK Geschichte erst letztes Jahr im eher westlichen Teil unserer hochverehrten BRD gemacht habe und in meinem Leben nie in der DDR gewesen bin, aber ein Grund, warum deine Aussage bzgl. der Distanzierung der DDR von Saddam Husseins' Irak vielleicht zutreffen k√∂nnte ist, dass dieser meines Wissens nach Unterst√ľtzung aus der BRD erhielt, nicht aber aus der DDR.


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I mean, after all; you have to consider we're only made out of dust. That's admittedly not much to go on and we shouldn't forget that. But even considering, I mean it's a sort of bad beginning, we're not doing too bad. So I personally have faith that even in this lousy situation we're faced with we can make it. You get me?
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logan3333
Beitrag 28. Jul 2005, 20:18
Beitrag #34


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Okay ich habe jetzt keine Lust wirklich alles rauszukramen und aufzuschreiben was ich dazu weiss, weil das nicht das Thema hier ist und ich nicht glauben kann, dass der letzte Satz wirklich von vielen Menschen geglaubt wird. Falls doch, soll mir bitte jeder, der denkt die Aussage 'Mehr Krieg dank Sozialismus' sei richtig und wichtig eine PM schreiben und ich mache ein Thema auf, wo wir alle unsere Geschichtskenntnisse miteinander teilen.

Ach ja, ich weiss sehr wenig √ľber Geschichtsunterricht in der DDR - nebenbei bemerkt dr√ľckt deine Anspielung meines Erachtens nicht gerade wirklichen Respekt gegen√ľber deinen Gespr√§chspartnern aus -, vielleicht da ich mein Abitur mit LK Geschichte erst letztes Jahr im eher westlichen Teil unserer hochverehrten BRD gemacht habe und in meinem Leben nie in der DDR gewesen bin, aber ein Grund, warum deine Aussage bzgl. der Distanzierung der DDR von Saddam Husseins' Irak vielleicht zutreffen k√∂nnte ist, dass dieser meines Wissens nach Unterst√ľtzung aus der BRD erhielt, nicht aber aus der DDR.

Na und? Und wer hat denn dem Irak die T-65 T-72 T-80 Panzer, die SCUD Raketen, die Migs die MI 24 Hinds die MI 8 Hips die allseitsbelieben Ak74 7,92 mm und gegen harte Devisen geliefert? Der milit√§rische industrielle Komplex der Udssr. Es ist nicht so das der Irak nur mit dem "b√∂sen" Westen gehandelt hat. Das achso tollen Sozialisten auch regelm√§sig Lieferungen aus dem Westen bekommen ist auch klar, in erster Linie nat√ľrlich Nahrungsmittel weil nat√ľrlich im "Wunderland" des Sozialismus nichts mehr da war um die Bev√∂lkerung zu ern√§hren.

Ach und soll das dann ein Thread zur Pisa Studie werden oder zum Sozialismus?

Der Beitrag wurde von logan3333 bearbeitet: 28. Jul 2005, 20:33


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Matt
Beitrag 1. Aug 2005, 13:30
Beitrag #35


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Fassen wir zusammen:

Wenn es darum geht, unverantwortliche √Ąu√üerungen von Parteien bzw. Politikern zu relativieren oder zu verteidigen, die einem politisch nahestehen, ist man ganz schnell bei der Hand. Dabei siegt der Verteidigungsreflex, so verfehlt er auch sein mag, sogar √ľber den gesunden Menschenverstand.

Als Roland Koch seinerzeit seine uns√§gliche Unterschriftaktion gegen den Doppelpa√ü ins Leben rief, waren - auch hier - von vielen Usern Ha√ütiraden zu lesen. Wenn Herr Lafontaine sich dagegen auf √§hnlich d√ľnnes Eis am rechten Seeufer begibt, wird er in Schutz genommen und trotzdem gew√§hlt. Vielleicht sollte der eine oder andere mal dar√ľber nachdenken, warum er hier mit zweierlei Ma√ü mi√üt.

Koch ging es damals mit seinem Rechtspopulismus allein um den Wahlerfolg. Er hatte Erfolg. Lafontaine geht es mit seinem Rechtspopulismus auch allein um ein gutes Wahlergebnis. Koch hetzte seinerzeit auf unverantwortliche Weise gegen Minderheiten und appellierte an niedere, xenophobe Instinkte. Lafontaine hetzt auf unverantwortliche Weise gegen Minderheiten und appelliert an niedere, xenophobe Instinkte.

Damit keine Mi√üverst√§ndnisse aufkommen: Ich verabscheue beide Kampagnen und vertrete keineswegs die Ansicht, der Zweck heilige die Mittel. Auch wenn Neph dann wieder den Begriff vom Gutmenschenw√§hler herauskramt und glaubt, damit einen negativ besetzten Begriff zu verwenden. F√ľr mich ist er ganz klar ein Kompliment. smile.gif

P.S.: Neuesten Zeitungsberichten zufolge hat Lafontaine jetzt sogar eingeräumt, bewußt am rechten Rand zu fischen. Er findet da aber eigener Aussage nichts dabei.


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Beitrag 1. Aug 2005, 14:24
Beitrag #36


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QUOTE (Matt @ 1. Aug 2005, 14:30)
Als Roland Koch seinerzeit seine uns√§gliche Unterschriftaktion gegen den Doppelpa√ü ins Leben rief, waren - auch hier - von vielen Usern Ha√ütiraden zu lesen. Wenn Herr Lafontaine sich dagegen auf √§hnlich d√ľnnes Eis am rechten Seeufer begibt, wird er in Schutz genommen und trotzdem gew√§hlt. Vielleicht sollte der eine oder andere mal dar√ľber nachdenken, warum er hier mit zweierlei Ma√ü mi√üt.

Nat√ľrlich messe ich mit zweierlei Ma√ü, da es sich auch um zwei unterschiedliche Sachverhalte handelt: der Eine, Lafontain, mag wie ein Brauner reden, der Andere, Koch, agiert wie ein Brauner. Man k√∂nnte Lafontain h√∂chstens als geistigen Brandstifter bezeichnen, das Feuer jedoch legen Leute wie Koch, Schily oder Beckstein ...


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Matt
Beitrag 1. Aug 2005, 14:45
Beitrag #37


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QUOTE (Nepharite @ 1. Aug 2005, 15:24)
Man könnte Lafontaine höchstens als geistigen Brandstifter bezeichnen

Das rahme ich mir ein.
Wobei "h√∂chstens" nat√ľrlich fragw√ľrdig ist: Gen√ľgt das etwa noch nicht? rolleyes.gif

QUOTE
der Eine, Lafontain, mag wie ein Brauner reden, der Andere, Koch, agiert wie ein Brauner.

Ah ja... Roland Koch ist hessischer Ministerpr√§sident seit 1999. Was an seinen Handlungen war denn seitdem "braun"? Ich w√ľrde eher sagen: Seit Koch Ministerpr√§sident ist, √ľbt er das Amt im Grunde v√∂llig unspektakul√§r aus. Oder meintest du die Unterschriftenaktion an sich? Die war nicht mehr oder weniger "braun" als Lafontaines "Fremdarbeiter"-Hetze.

Zwar k√∂nnen wir jetzt eine Debatte dar√ľber f√ľhren, ob das eine "schlimmer" als das andere ist, aber das bringt rein gar nichts. Mir ging es darum aufzuzeigen, da√ü dort wo links draufsteht, nicht automatisch links drin sein mu√ü. Da√ü von Leuten wie Koch und Beckstein Rechtspopulismus betrieben wird, war bekannt. Da√ü Lafontaine als Aush√§ngeschild der Linkspartei welchen betreibt, ist hingegen neu und wird von vielen nur allzugern ignoriert, weil es das Bild vom neuen Messias der deutschen Politik, mit dem sich manche nur allzugern selbst bel√ľgen, massiv besch√§digt.

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 1. Aug 2005, 14:51


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Beitrag 1. Aug 2005, 20:23
Beitrag #38


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QUOTE (Matt @ 1. Aug 2005, 15:45)
Mir ging es darum aufzuzeigen, daß dort wo links draufsteht, nicht automatisch links drin sein muß.

Was dir (noch) nicht gelungen ist, denn Lafos Auftreten kann genau entgegengesetzt interpretiert werden: Nicht √ľberall, wo "braun" draufsteht, ist auch "braun" drin ... mrgreen.gif


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Matt
Beitrag 2. Aug 2005, 08:59
Beitrag #39


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Naja, bei Lafo (so nennen ihn also seine Freunde, dann wäre das auch geklärt...) steht eben nicht braun drauf. Und da liegt eigentlich genau der Hase im Pfeffer. unsure.gif


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Beitrag 2. Aug 2005, 09:09
Beitrag #40


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QUOTE (Matt @ 2. Aug 2005, 09:59)
Naja, bei Lafo (so nennen ihn also seine Freunde, [...]

... und Leute, die zu faul sind, den Namen auszuschreiben ... mrgreen.gif
Das, was draufsteht, spiegelt sich in den Worten/Reden wider, das was drin ist, manifestiert sich in Taten ... nach meinem Verständnis.
Rechts reden und links handeln ist IMO absolut in Ordnung.


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Matt
Beitrag 2. Aug 2005, 09:18
Beitrag #41


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QUOTE (Nepharite)
Rechts reden und links handeln ist IMO absolut in Ordnung.

Wenn du meinst... unsure.gif
Bleibt nur die Frage, in welche Kategorie "viel reden und gar nicht handeln" oder "zu inkompetent zum Handeln" fällt. mrgreen.gif

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 2. Aug 2005, 09:19


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Beitrag 2. Aug 2005, 12:31
Beitrag #42


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QUOTE (Matt @ 2. Aug 2005, 10:18)
QUOTE (Nepharite)
Rechts reden und links handeln ist IMO absolut in Ordnung.

Wenn du meinst... unsure.gif
Bleibt nur die Frage, in welche Kategorie "viel reden und gar nicht handeln" oder "zu inkompetent zum Handeln" fällt. mrgreen.gif

Erwiesenermaßen in die Kategorie "SPDCDUFDPGRÜNE" mrgreen.gif


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Matt
Beitrag 2. Aug 2005, 14:07
Beitrag #43


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^Was auch immer f√ľr dich erwiesen sein mag: Erwiesen ist definitiv das Stehlen aus der Verantwortung von Gysi und Lafontaine, als sie wichtige √Ąmter innehatten.
Nennen wir die gesuchte Kategorie also lieber "GYSILAFONTAINE"... mrgreen.gif


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Schukow
Beitrag 4. Aug 2005, 09:43
Beitrag #44


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QUOTE (logan3333 @ 28. Jul 2005, 21:18)
QUOTE
Okay ich habe jetzt keine Lust wirklich alles rauszukramen und aufzuschreiben was ich dazu weiss, weil das nicht das Thema hier ist und ich nicht glauben kann, dass der letzte Satz wirklich von vielen Menschen geglaubt wird. Falls doch, soll mir bitte jeder, der denkt die Aussage 'Mehr Krieg dank Sozialismus' sei richtig und wichtig eine PM schreiben und ich mache ein Thema auf, wo wir alle unsere Geschichtskenntnisse miteinander teilen.

Ach ja, ich weiss sehr wenig √ľber Geschichtsunterricht in der DDR - nebenbei bemerkt dr√ľckt deine Anspielung meines Erachtens nicht gerade wirklichen Respekt gegen√ľber deinen Gespr√§chspartnern aus -, vielleicht da ich mein Abitur mit LK Geschichte erst letztes Jahr im eher westlichen Teil unserer hochverehrten BRD gemacht habe und in meinem Leben nie in der DDR gewesen bin, aber ein Grund, warum deine Aussage bzgl. der Distanzierung der DDR von Saddam Husseins' Irak vielleicht zutreffen k√∂nnte ist, dass dieser meines Wissens nach Unterst√ľtzung aus der BRD erhielt, nicht aber aus der DDR.

Na und? Und wer hat denn dem Irak die T-65 T-72 T-80 Panzer, die SCUD Raketen, die Migs die MI 24 Hinds die MI 8 Hips die allseitsbelieben Ak74 7,92 mm und gegen harte Devisen geliefert? Der milit√§rische industrielle Komplex der Udssr. Es ist nicht so das der Irak nur mit dem "b√∂sen" Westen gehandelt hat. Das achso tollen Sozialisten auch regelm√§sig Lieferungen aus dem Westen bekommen ist auch klar, in erster Linie nat√ľrlich Nahrungsmittel weil nat√ľrlich im "Wunderland" des Sozialismus nichts mehr da war um die Bev√∂lkerung zu ern√§hren.

Ach und soll das dann ein Thread zur Pisa Studie werden oder zum Sozialismus?

Wer hat Saddam die Massenvernichtugnswaffen und die Fabriken geliefert?
Abgesehen davon sind die Waffen der Kalaschnikowreihe die weltweit verbreiteststen.
Viele Entwicklungsl√§nder bevorzugen russische bzw sowjetische Technik, weil sie robuster und weniger wartungsbed√ľrftig ist, was dem relativ niedrigen Bildungsgrad der Soldaten und Techniker entgegenkommt.
Abgesehen davon hat der Iran amerikanische Waffenlieferungen gerkriegt, als das noch die b√∂sen waren (Iran Contra Aff√§re). Aber jetzt darauf hinzweisen, das die Amis mit Khomeni verb√ľndet seien, w√ľrde sicher Kritik ausl√∂sen.


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logan3333
Beitrag 4. Aug 2005, 12:01
Beitrag #45


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Abgesehen davon hat der Iran amerikanische Waffenlieferungen gerkriegt, als das noch die b√∂sen waren (Iran Contra Aff√§re). Aber jetzt darauf hinzweisen, das die Amis mit Khomeni verb√ľndet seien, w√ľrde sicher Kritik ausl√∂sen.

Und um was zu tun?

Ah, ja um die Sozialisten in Mittel- und Lateinamerika politisch und militärisch zu vernichten.


QUOTE
Viele Entwicklungsl√§nder bevorzugen russische bzw sowjetische Technik, weil sie robuster und weniger wartungsbed√ľrftig ist, was dem relativ niedrigen Bildungsgrad der Soldaten und Techniker entgegenkommt.

Ja jeder kann nun seinen eigenen kleinen Krieg mit ganz wenig Geld anfangen, mehr Krieg dank Sozialismus.

QUOTE
Wer hat Saddam die Massenvernichtugnswaffen und die Fabriken geliefert?

USA, GB, Deutschland, Frankreich.

Wer hat sie ihm weggebombt, bzw den politischen Willen welche zu bauen und das Regime entfernt?

USA, GB. Immerhin verantwortungsvoll!

Der Beitrag wurde von logan3333 bearbeitet: 4. Aug 2005, 12:03


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Beitrag 4. Aug 2005, 14:51
Beitrag #46


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QUOTE (logan3333 @ 4. Aug 2005, 13:01)
QUOTE
Abgesehen davon hat der Iran amerikanische Waffenlieferungen gerkriegt, als das noch die b√∂sen waren (Iran Contra Aff√§re). Aber jetzt darauf hinzweisen, das die Amis mit Khomeni verb√ľndet seien, w√ľrde sicher Kritik ausl√∂sen.

Und um was zu tun?

Ah, ja um die Sozialisten in Mittel- und Lateinamerika politisch und militärisch zu vernichten.


... woran die Sozialisten nat√ľrlich selber Schuld waren, .. genauso wie die Juden am Holocaust ...


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Schukow
Beitrag 5. Aug 2005, 09:17
Beitrag #47


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QUOTE (logan3333 @ 4. Aug 2005, 13:01)
QUOTE
Wer hat Saddam die Massenvernichtugnswaffen und die Fabriken geliefert?

USA, GB, Deutschland, Frankreich.


Welche L√§nder haben die meisten Kriege nach 1945 gef√ľhrt? Top 3 USA GB Frankreich Je nach Liste variiert die Reihenfolge.

QUOTE
QUOTE
Viele Entwicklungsl√§nder bevorzugen russische bzw sowjetische Technik, weil sie robuster und weniger wartungsbed√ľrftig ist, was dem relativ niedrigen Bildungsgrad der Soldaten und Techniker entgegenkommt.

Ja jeder kann nun seinen eigenen kleinen Krieg mit ganz wenig Geld anfangen, mehr Krieg dank Sozialismus.

Der gr√∂√üte Waffenh√§ndler sind aktuell die USA, die √ľbrigens auch die meiste Milit√§rhilfe leisten. Mehr Krieg dank Demokratie/Kapitalismus.


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Der RvD
Beitrag 5. Aug 2005, 09:28
Beitrag #48


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Einigen wir uns doch auf "Mehr Krieg dank Menschen"...


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Donnervogel
Beitrag 5. Aug 2005, 10:28
Beitrag #49


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Hm. Die NPD hat ihre Homepage aktualisiert. Ich finde gar nicht mehr soviele Rechtschreibfehler. Scheint als hätten sie ihre Dumpfbacken gefeuert und durch neue intelligentere Schreibtischtäter ersetzt. ^^



Quelle: http://www.npd.de/medien/bilder/brd.gif


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VirtualSelf
Beitrag 5. Aug 2005, 11:02
Beitrag #50


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QUOTE (Donnervogel @ 5. Aug 2005, 11:28)
Hm. Die NPD hat ihre Homepage aktualisiert. Ich finde gar nicht mehr soviele Rechtschreibfehler. Scheint als hätten sie ihre Dumpfbacken gefeuert und durch neue intelligentere Schreibtischtäter ersetzt. ^^

Intelligenz und NPD? Ist das kein Widerspruch? Vielleicht haben sie ja auch einfach einen externen Berater f√ľr die Pflege ihrer Seite angeheuert. Es soll ja Leute geben, die f√ľr Geld alles machen .. mrgreen.gif


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