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The Wire, This America, man!
Mordred
Beitrag 16. Feb 2009, 10:07
Beitrag #1


Rear Admiral
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Gruppe: Global-Moderator
Beiträge: 4.036
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Was ist the wire?
Eine Metapher für moderne Abhörmethoden. Der Draht, der sich durch die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten schlängelt. Alles ist miteinander verwoben.

Schon die erste Szene beginnt mit einem bitteren Abgesang auf das Land der Freiheit:

Det. James 'Jimmy' McNulty: I got to ask you. If every time Snotboogie would grab the money and run away, why'd you even let him in the game?
Witness: What?
Det. James 'Jimmy' McNulty: If Snotboogie always stole the money, why'd you let him play?
Witness: You got to, this is America, man.

Was ist the wire noch?
Eine schnörkellose Erzählung, bar jeder ablenkender technischer Finessen, bodenständig geschrieben, nuanciert im Spiel, präzise und detailverliebt in der Regie.
Eine tief moralische Millieustudie. Weil sie das Gegenteil aller Moral zeigt.

Why you say "war against drugs"?
Why not?
Wars end...
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Henning
Beitrag 6. Mar 2009, 13:16
Beitrag #2


Captain
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Staffel 2 fand ich gar noch besser als die erste Staffel. Das Hafenmilieu als zusätzliche Schicht zu den Sozialwohnungen/dem Drogenhandel und der Polizei macht sie Serie noch ein Stück komplexer und fügt sich hervorragend in die schon bestehende Geschichte ein.

Schon gesehen?


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Mordred
Beitrag 6. Mar 2009, 13:34
Beitrag #3


Rear Admiral
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Beiträge: 4.036
Beigetreten: 27. July 03
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ZITAT(Henning @ 6. Mar 2009, 13:16) *
[...]
Schon gesehen?


Nö. Hat sich etwas gezogen mit der ersten. Bin jetzt bei Episode 11...
Aber die zwote steht schon im Regal und wartet wink3.gif
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Adm. Ges
Beitrag 23. Sep 2012, 18:47
Beitrag #4


Fleet Admiral
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Oha, erst 3 Beiträge im Thread zu dieser genialen Serie. Ich bin nun seit gestern komplett durch und überlege nun ersthaft über die DVD-Anschaffung nach. Die ersten beiden Staffeln sind bereits für je 10€ zu haben. 3.+4. sind noch bei 20 bzw. 30€ und Nummer 5 kommt wohl im November raus. Ein wenig spekuliere ich ja auf eine Komplettbox, aber die wird vermutlich noch etwas auf sich warten lassen, denn schließlich wollen ja die Einzelstaffeln verkauft werden.

Die Handlung wird mit jeder Staffel vielschichtiger und führt neue Figuren ein, während Altbekannte wieder auftauchen. Zudem ist bei vielen Charakteren eine Entwicklung zu erkennen - im Guten wie im Schlechten. Als beste Staffel würde ich derzeit direkt nach dem Durchgucken die 4. Staffel bewerten. Auch die 2. Staffel hat mir recht gut gefallen, ebenso 1 und 3. Nach der 4. empfand ich die 5. Staffel allerdings als deutlichen Abfall, wobei ich sie keinesfalls "schlecht" bewerten möchte. Den Teil mit den Baltimore Sun fand ich aber irgendwie nicht so gelungen und bin mit den Figuren nicht so wirklich warm geworden. Die Entwicklung der Stammfiguren fand ich auch teilweise überdreht. Der Abschluss der Serie ist aber durchaus gelungen und spannt ja absichtlich auch wieder einen Bogen zur Pilotfolge.

Bei den Charakteren mochte ich McNulty und Bunk sehr als Team. Beadie, Bodie, Bubbles und Omar gehören ebenso zu meinen Lieblingscharakteren. D'Angelo hat mir in der Entwicklung gut gefallen, ebenso Carver. Und während ich so nachdenke, könnte ich sicher weitere Namen aufzählen...

PS: Kann die Serie nur voll empfehlen.


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Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
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Voivod
Beitrag 20. Jul 2016, 05:47
Beitrag #5


Admiral
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Dank Ges unverschämter Werbung gucke ich die Serie jetzt auch. wink.gif Nur die erste Folge empfand ich als zäh, aber nach sieben Folgen bin ich komplett angefressen. Juhui, noch 4.5 Staffeln vor mir! Zuerst befürchtete ich, die Serie sei fast ZU realistisch und vernachlässige neben all der sorgfältigen Charakterentwicklung und den genialen Dialogen die Spannung und Unterhaltung, aber die Befürchtungen haben sich erledigt. Bisher beste Szene: McNulty und sein Kumpel von der Mordkommission lösen ein Rätsel an einem Tatort alleine mit den Worten "fuck" und "Motherfucker". Staubtrocken! laugh.gif

Die Querelen, Eitelkeiten und das Kompetenzengerangel innerhalb der Polizei finde ich jetzt persönlich nicht soooooo spannend, das Gangstermillieu gefällt mir besser.

Kann mir nicht vorstellen, dass man in die Serie quereinsteigen kann, die Story und Charakterentwicklung beginnt bei Sekunde 1 der ersten Folge. Muss weitergucken! smile.gif

Edit: Ich liebe es, wie fein die Charaktere gezeichnet sind. D'Angelo ist trotz Gangsterbackground ein nachdenklicher junger Mann und führt eine feine Klinge, doch kaum tauchen seine Bosse auf, macht er auf harten Macker und wird prollig und schaltet auf Gangsterlang um. Nach nur sieben Folgen schon ein Genuss zu sehen, wie er sich entwickelt. Hoffentlich überlebt er! Sieben Folgen habe ich mir überlegt, woher ich gewisse Schauspieler kenne. Dann die Erleuchtung: Pater Gabriel aus TWD ist dabei! Immerhin schon einen erkannt, haha.

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 20. Jul 2016, 06:06


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Adm. Ges
Beitrag 20. Jul 2016, 17:27
Beitrag #6


Fleet Admiral
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Wunderbar. Ist eigentlich bei jeder Staffel so, dass man sich am Anfang etwas Zeit nimmt, um die neuen Charaktere und Umgebungen einzuführen und dann Fahrt aufnimmt bis zum Staffelfinale. Auch der Vorspann ändert sich jedes Mal. In der 2. Staffel singt Tom Waits höchstpersönlich den Titelsong!

Meine Lieblingsszene kennst du nun auch schon. Allein für diese 5 Minuten Fuck-Dialog zwischen McNulty und Bunk lohnt sich die Serie schon. Sowas geniales muss man sich als Autor erst mal trauen! Aber auch die Schach-Erklärung von D'Angelo war toll - hattest du die schon?

Und ja, die Charakterdichte und Entwicklung ist einfach der Hammer. Das zieht sich durch und macht auch eiskalte Gangster irgendwo sympathisch. Ich könnte dir auch gar nicht sagen, welchem Charakter du besondere Aufmerksamkeit schenken solltest, weil sie sich einfach alle irgendwie entwickeln. Am Liebsten würde ich jetzt sofort wieder anfangen und die Serie am Stück durch gucken.


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Voivod
Beitrag 22. Jul 2016, 08:39
Beitrag #7


Admiral
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Bin schon in Staffel 2... Ich mag die Balance der Handlung. Das Gute setzt sich zwar nicht durch, aber das Böse triumphiert auch nicht vollumfänglich. So kann man mitleiden und sich aufregen, wird aber nicht komplett frustriert! laugh.gif

Nach dieser Serie will glaub ich niemand mehr Polizist werden, lol...! unsure.gif

Edit: Ges, einen Lieblingscharakter? Unmöglich! Zu Beginn mochte ich Di Angelo extrem, aber Anfangs zweite Staffel habe ich das Gefühl, er macht es nicht mehr lange, er trötzelt nur noch rum und verärgert im Knast seinen Onkel, was eine saudoof Idee ist. Er spielt nicht mehr mit, NACHDEM er für seine Leute alles geopfert hat? Das hätte er sich Ende der ersten Staffel überlegen müssen. Jetzt ist Schluss mit lustig, kein Zurück mehr. Was für ein Dummbatz. Ich möchte ihn prügeln! mad.gif Cedrick hingegen steigt in meiner Achtung. Er spielt das Spiel, ohne seine Ideale zu verraten. Er wird immer kälter. Bin gerade bei der Szene, in der sein Erzfeind Burrel vor ihm im Staub kriechen muss. Herrlich! Ob er so integer bleibt? Es wird immer spannender! Der einzige Hasscharakter mit wenig Facetten ist der Anwalt der Gangster. Ich hoffe der wird mal um die Ecke gebracht. wink.gif

Ich bin emotional involviert, hihi. Klasse Serie!

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 22. Jul 2016, 12:35


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Adm. Ges
Beitrag 13. Aug 2016, 10:41
Beitrag #8


Fleet Admiral
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Jetzt bin ich mal auf eine Post-The-Wire-Einschätzung von Voiv gespannt.

Wer die Serie noch nicht gesehen hat, sollte jetzt nicht weiterlesen, da es sich dann um Spoiler handelt, die den Spaß an dieser tollen Serie verderben können.

Bei den Charakteren hatte ich - wie ja schon geschrieben - keinen wirklichen Lieblingscharakter, weil mir einfach viele Charaktere gut gefallen haben. Da wäre Bubbles, der uns als Junkie und Polizeispitzel eingeführt wird, tiefe Täler durchschreiten muss und schließlich zum Ende hin "clean" wird. Es toller Charakter, grandios geschauspielert und richtig gut über die Staffeln hinweg entwickelt.

McNulty, wenn man so will der Hauptcharakter der Serie, hat mir auch fast durchweg gefallen. In der letzten Staffel fand ich ihn teils etwas überzeichnet, aber alles in allem erkennt man auch bei ihm eine charakterliche Entwicklung. Gut gefallen hat mir auch, dass er mit Beadie zusammengekommen ist. Da deuteten sich in der 2. Staffel ja Sympathien an und ich freute mich über ein Wiedersehen mit ihr und hätte ihn dafür schlagen können, was er dieser Frau so angetan hat.

Ganz wichtig ist natürlich Omar Little. Unter den "Ganstern" der Robin Hood. Er hatte meine Sympathie, obwohl er ein verdammt schlimmer Finger ist. Die Entwicklung, die er zum Ende nahm, deutete sich im Verlauf der Serie, insbesondere in der letzten Staffel an, wo er nur noch ein Schatten seiner selbst war und fast nur noch von seinem Ruf lebte.

Natürlich muss ich auch noch drei Worte zu Stringer Bell loswerden. War glaub ich mein erster Kontakt mit dem Schauspiler Idris Elba, der es echt drauf hat. Das zeigt sich schon daran, dass er als Engländer für eine Serie im Baltimore-Dialekt ausgewählt wurde. Er hat ihn besser hinbekommen, als alle Amerikaner, die für die Rolle gecastet wurden. Er gab wunderbar den kühlen Strategen der Barksdales und scheiterte letztendlich am Versuch das Geschäft zu professionalisieren.

An der Stelle muss ich nun aus Zeitgründen abbrechen. Vielleicht kann Voiv (oder Mo) weitermachen. wink.gif


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Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
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Voivod
Beitrag 13. Aug 2016, 16:53
Beitrag #9


Admiral
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Mein Fazit?

SPOILERFREI!

Ja was soll ich sagen? Die Serie ist nix anderes als grandios! Und ich schaue sonst keine Krimis, obwohl "The Wire" ja mehr eine Sozialstudie ist. Sicher etwas vom besten, was je im TV zu sehen war. Wer die Serie links liegen lässt, ist ein Ignorant. Das Niveau ist beängstigend hoch in allen Bereichen. Häufig deprimierend, weil die Serie sich halt nahe an der Realität bewegt. Dieser Kampf gegen Windmühlen der von Korruption zerfressenen Justiz, Politik und Polizei, das Elend der Unterschicht, die keine Chance auf Aufstieg hat und sich selbst zerfleischt und nicht nur Opfer ist, sondern genau so unmoralisch. Nix wird beschönigt, die sozial Geächteten, die Verlierer sind keineswegs die Guten, mit denen man Mitleid haben muss. Nix mit Angriff auf die Tränendrüsen, keine Sozialromantik. Dann die Heuchelei der oberen Klasse, die Machtkämpfe, die Eitelkeiten. Jeder gegen jeden, und die wenigen Anständigen bleiben als erste auf der Strecke. Gleichzeitig ist die Story mehr als spannend. Am Ende bleibt alles beim Alten, und die Welt dreht sich weiter.

10/10!!!

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 13. Aug 2016, 16:58


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RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 27. September 2016 - 02:50