In unserer Zweitrezension blicken wir noch einmal auf die jüngste Episode von “Star Trek: Picard”, in der eine alte Star Trek-Legende ein Comeback feiert, das spannende Fragen aufwirft. Vorsicht, SPOILER!
Strange New Worlds: James T. Kirk für Staffel 2 besetzt
Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel “Strange New Worlds” laufen bereits, obwohl der US-Start der Serie erst noch bevorsteht. Darin taucht offenbar der dritte Captain der U.S.S. Enterprise höchstpersönlich auf: James Tiberius Kirk.

Wie schon bei Spock und Pike wird nicht das Alter Ego der Kelvin-Filmreihe die Figur verkörpern, es gibt also (unseres Wissens nach) kein Wiedersehen mit Chris Pine auf der kleinen Leinwand. Die Rolle des Jim Kirk übernimmt der Amerikaner Paul Wesley (Künstlername von Paweł Tomasz Wasilewski), Sohn polnischer Immigranten aus New Brunswick, New Jersey.
Bekannt wurde Wesley als Stefan Salvatore in “The Vampire Diaries” und seinem Spiel in der Anthalogieserie “Tell Me a Story”. Der 39-Jährige ist darüber hinaus auch Regisseur und Produzent, und somit der dritte Darsteller, der nach Shatner und Pine die Rolle spielt.
Vom ehemaligen Kapitän der Enterprise gab es auch direkt Glückwünsche via Twitter.
Fun Fact: Wesley ist mit 39 Jahren älter als William Shatner bei seinem ersten “Star Trek”-Auftritt (da war der Kanadier 34 Jahre alt), obwohl er vermutlich eine jüngere Version des Charakters spielen wird. Das lädt zu allerlei Spekulationen dazu ein, unter welchen Umständen Kirk in der zweiten Staffel auftritt, Zeitreisen und Flash-Forwards eingeschlossen.

Paramount veröffentlichte bereits ein Bild von Wesley im Stuhl des Captains, ließ aber nichts dazu verlautbaren, ob er als einmaliger Gast, wiederkehrende Figur oder gar Ersatz für Anson Mount besetzt wurde.
Wann wir die fremden neuen Welten mit Anson Mounts Captain Pike, Rebecca Romijn als Nummer Eins und Anthony Peck als Spock erkunden dürfen, steht indes weiter in den Sternen. Paramount möchte die Serie wohl für den Start der eigenen Streamingplattform Paramount+ reservieren, die immer noch keinen offiziellen deutschen Starttermin hat.
Video-Review: “Hero Quest (2022) Teil 1 – Alt vs. Neu”
Im ersten Teil unserer Review-Reihe zu Hero Quest (2022) machen wir nicht nur ein Unboxing sondern sehen uns auch die neue Version im direkten Vergleich zur alten an.
Zusätzlich zu diesem Vergleich sehen wir uns aber auch im Detail die Entstehungsgeschichte des “neuen” Hero Quest, respektive die Crowdfunding-Kampagne und was es dort noch an “Extras” abzustauben gab, an.
Diese Extras sind leider Crowdfunding-Exklusiv und daher extrem schwer zu bekommen. Bei Ebay werden dafür horrende PReise von 15 Euro oder mehr pro Figur (!) fällig.
Also ja, es ist schade, das man hier so nicht dran kommt, aber lasst euch hier keinesfalls über den Tisch ziehen :).
Rezension: “Unsere liebe Frau der unendlichen Welten 1 – Schwestern des ewigen Schwarz”
Wir werfen einen Blick auf einen etwas ungewöhnlichen Glaubensroman.
Inhalt (Klappentext)
Vor Jahren sandte die Erde Ordensschwestern in die weit entfernte Dunkelheit des kolonisierten Weltalls aus, bewaffnet nur mit Kruzifixen und eisernem Glauben. Jetzt befinden sich die Schwestern des Ordens der Heiligen Rita in interstellarer Mission auf einem lebenden, atmenden Schiff, das entschlossen scheint, einen eigenen Willen zu entwickeln. Als der Orden einen Notruf von einer neu gegründeten Kolonie erhält, entdecken die Schwestern, dass nicht nur das Seelenheil ihrer weit verstreuten Gemeinde auf dem Spiel steht. Es droht tödliche Gefahr – und diese geht nicht zuletzt von der eigenen Kirche aus …
Kritik
„Schwestern des ewigen Schwarz“ ist ein recht dünnes Büchlein und schlägt mit knapp 150 Seiten zu Buche. Man kann es allerdings nicht als Jugendroman einstufen, sondern hier wird eine durchaus ernste Geschichte präsentiert.

Die Hintergründe der Welt in Kürze: In nicht näher benannter Zukunft liegt die Erde in Trümmern und die Menschen haben das All kolonisiert. Oder zumindest vier Systeme, denn die Reisen gehen immer noch ohne Überlichtgeschwindigkeit vonstatten und Nachrichten brauchen teils Jahre, bis sie dort ankommen, wo sie hinsollen. Zumindest der Verzicht auf höhere Technologien ist schonmal ein erfreulicher neuer Ansatz.
Die Schwestern reisen dabei auch in einem lebendigen Schiff (wer „Lexx“ noch kennt, wird hier Assoziationen finden). Es gibt aber auch noch normale Metallschiffe, wie etwa beim Militär. Die Hintergründe der Erdgeschichte werden allerdings leider nur am Rande angekratzt, obwohl hier durchaus Potential drinstecken würde.
Die Schwestern, das sind eine Gruppe Nonnen, die eben im All unterwegs ist, um alles zu machen, was man sonst auch so macht: Ehen schließen, Segnungen oder allgemeine Hilfeleistungen. Und das ist im Grunde auch schon die Ausgangsstellung dieses Romans.
Leider fragt man sich aber über eine große Strecke der Erzählung, was die Autorin uns eigentlich sagen möchte. Knapp 100 Seiten werden nämlich wirklich mit eben dieser Hilfeleistung verbracht. Es ist zwar irgendwie schön, mal etwas ohne Action zu haben, aber Alltag im All ist eben, wie jedweder Alltag, schon etwas langweilig.
Auch wird an der Stelle verpasst, uns die Charaktere näher vorzustellen. Wir haben zwar ein oder zwei „Hauptschwestern“, die im Mittelpunkt stehen und über die man im Ansatz etwas über ihre Lebensweise und Vergangenheit erfährt, dies ist aber eher spärlich und hilft leider nicht dabei, das man mit den Charakteren warm wird oder sich gar in sie hineinfühlen kann. Von den Nebencharakteren fangen wir erst gar nicht an, denn die werden nur ab und an erwähnt um z.B. am Ende dann wieder sang- und klanglos vom Schiff zu verschwinden. Da man aber keinerlei Bindung aufgebaut hat oder die eben keinerlei Rolle im großen Ganzen spielen, wirken sie halt leider auch total überflüssig.
So plätschert der Roman etwa 100 Seiten vor sich hin, bis dann ein Priester an Bord kommt, der das Schiff inspizieren und nötige Reformen anstoßen will. Nun wird es endlich interessant – könnte man meinen. Aber auch dieser Priester bleibt total blass und hat, außer etwas Rumzustänkern, nicht viel zur Handlung beizutragen.
Keine 30 Seiten später verschwindet er, wie andere Charaktere zuvor, in der Versenkung (bzw. Bedeutungslosigkeit) um nicht mehr aufzutauchen. Dabei hätte man hier durchaus einiges an Konflikten schüren können. Konflikte gab es auch einige, etwa die Schwester, die sich verliebt und deswegen gehen will. Aber auch in diesem Beispiel ist es einem am Ende egal, ob die Figur geht oder nicht, da auch diese letztlich Belanglos bleibt.
Erst bei ca. 130 Seiten kommt man einer großen Verschwörung auf die Spur und die Geschichte wird noch ein wenig interessant und zeigt, wieviel Potential eigentlich im Setting stecken würde, wenn man nur etwas mehr Zeit (oder vor allem Seiten) auf World-Building ausgelegt hätte. So ist nicht nur das Geheimnis der Oberin sondern eben auch das Rätsel um den Virus durchaus etwas, worauf man hätte aufbauen können.
Indes, ihr ahnt es schon, sind ja nur noch 20 Seiten zu füllen, bevor wir auch schon am Ende der Geschichte angelangt sind. So vermag auch hier nicht wirklich Spannung aufzukommen und besagtes Ende kommt dann auch etwas willkürlich daher.
Rezension: “Sonnenstein – Mercy 2”
Der zweite Band der neuen Sonnenstein-Reihe bei uns im Review.
Inhalt (Klappentext)
Die Geschichte über BDSM und Metal geht weiter. Ally und Alan entdecken gemeinsam die Höhe und Tiefen ihrer sexuellen Vorlieben, während Anne und Laura glücklich im siebten Himmel schweben. Allen geht es prächtig. Und es wäre ja auch zu schade, wenn Vertrauensprobleme alles ruinieren würden, nicht wahr? Die beliebte Serie Sonnenstein vom New York Times-Bestsellerautor Stjepan Sejic (Harleen, Death Vigil) findet in diesem zweiten Band von Mercy eine anregende Fortsetzung – sexy und witzig.
Kritik

Über zwei Jahre mussten wir auf den neuen Sonnenstein-Band warten. Ob Corona hier für die Verzögerung verantwortlich zeichnet, kann nur vermutet werden. Aber wenn wir gerade von “Zeichen” sprechen: die Zeichnungen sind wieder auf dem gewohnten Niveau gehalten, was aber auch kein Wunder ist, ist doch wieder Stjepan Sejic dafür verantwortlich. Auch wenn man im Vergleich zu etwa den Superheldencomics etwas kantiger oder eher mit Strichen akzentuiert, hat die Reihe seit jeher ihre eigene Identität gefunden. Fans werden sich also schnell wieder zurechtfinden. Und auch die Gesichtszüge der Charaktere spiegeln wunderbar ihre Emotionen wider.
Storytechnisch behandelt auch dieser zweite Band der neuen Reihe wieder die Vorgeschichte unserer Protagonisten. Wobei man diesmal, auch was die Zeichnungen angeht, einen Schritt weitergeht. Es gibt mehr Sexszenen und diese sind auch ausführlicher dargestellt, an der Grenze zur Pornografie, ohne diese aber je zu überschreiten. In gewisser Weise eine durchaus akzeptable Weiterentwicklung der Reihe.
Wobei man natürlich nicht nur vom Erotikfaktor her eine Weiterentwicklung sieht, sondern auch von den Charakteren. Waren die ersten Sonnenstein-Bände eine wunderbare Heranführung an das Thema BDSM, so gibt es jetzt in gewisser Weise eine Heranführung an Sexualität. Im Grunde kann man diesen Band an vielen Stellen als Blaupause für unerfahrene Personen nehmen, welche ihre ersten Erfahrungen sammeln. Dabei wird sich nicht nur auf die Hetero-Schiene eingeschossen, sondern eben auch, wofür die Reihe ja eigentlich steht, auf die lesbische Liebe.
Auch hier machen unsere beiden Protagonistinnen ihre ersten Schritte, wobei man natürlich als Leser der Reihe schon weiß, dass ihre Beziehungen nicht lange halten werden, sind sie doch in der Hauptreihe letztlich zusammen gekommen. Demzufolge bahnt sich am Ende schon der ein oder andere Schatten an, und auch hier werden Beziehungsprobleme wieder gut dargestellt. Aber auch wenn man dieses Hintergrundwissen nicht hat, kann man bedenkenlos in die Reihe einsteigen.
Weitere wichtige Themen, die hier angesprochen sind, sind etwa auch, wie man mit den Eltern darüber redet und vielleicht auch wie wichtig deren Reaktionen sind. Die Story an sich ist dabei so dicht am Alltag gehalten, das vermutlich jeder, der sich halbwegs für das Thema interessiert, hier warm werden kann. Wobei das Thema an dieser Stelle eben NICHT BDSM ist, das kommt in der Tat nur am Rande vor, sondern eben wirklich das Erforschen der eigenen Sexualität (die dann eben, in der ursprünglichen Reihe, zu BDSM führen kann). Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, wie gut Sejic, als Mann, hier Einfühlungsvermögen zeigt.
Rezension: Picard 2×02 – “Buße”
Auch die zweite Folge der neuen “Picard”-Staffel punktet wieder. Wie genau, das sehen wir uns in der Spoiler-Review an.
Fast schon etwas schade ist es, dass das Finale von “Discovery” irgendwie im Fahrwasser der neuen “Picard”-Staffel untergeht. Während diese über alle Maßen gelobt wird, hört man von “Discovery” eher nichts mehr. Zumindest fühlt es sich so an.
Doch auch wenn die vierte “Discovery”-Staffel ihre Macken hat, so hat sie durchaus auch ihre Stärken. Doch genug von der Schwesterserie, immerhin soll es hier um “Picard” gehen. Und da hat auch die zweite Folge wieder durchaus die erwähnten Stärken.
Q is back
Das geht sofort mit Q los, der den Einstieg in die Folge dominiert. Okay, es folgt das obligatorische Namedropping (aka. Fanservice), wenn Q die Schädel diverser hochrangiger Persönlichkeiten abklappert: Dukat, Martok und Sarek. Es ist an dieser Stelle aber auch eine schöne Verbeugung vor dem Trek-Kanon.
Überhaupt gefällt das Gezeter zwischen Picard und Q, denn es weckt nicht nur an mehreren Stellen Erinnerungen an alte TNG-Zeiten. Dass Q Picard letztlich ohrfeigt – inklusive blutiger Nase – fand ich allerdings etwas zu viel des Guten. Andererseits wird damit angedeutet, dass auch bei Q irgendwas nicht zu stimmen scheint. Ob er vielleicht auch im Sterben liegt?
Zumindest wird Picards Androidenkörper nochmal angesprochen und wir sehen erneut die “Star Trek”-Version eines planetaren Schildes. Das war schon in der letzten Staffel der Fall.

Doch Picard ist natürlich nicht allein in dieser veränderten Realität. Seven, Rios, Jurati, Raffi und Elnor sind mit dabei (wo ist eigentlich Soji abgeblieben?). Und ja, an dieser Stelle könnte man sich durchaus fragen, warum gerade Picard der oberste Vollstrecker ist. Oder warum Q gerade diese Gefährten mit in die neue Realität holt, statt etwa andere aus TNG-Tagen? Die Antwort ist natürlich, weil es der Cast der Serie ist. Aber genauso gut könnte man sich bei den anderen Trek-Serien fragen, warum diese Crews immer die interessanten Handlungen bekommen.
Der Einstieg ist jedenfalls gelungen, auch wenn manche Sachen ob des Trailers etwas überflüssig wirken. So wurde Sevens Gesicht die ersten Sekunden so gefilmt, dass man ihre Gesichtshälfte mit den Implantaten nicht sehen kann. Das wurde aber schon in den Trailern verraten und führt das Ganze etwas ad absurdum.
Wohin die Reise indes geht, ist an der Stelle natürlich noch nicht vorherzusagen.
Lass den Bösewicht raus
Wie schon bei den “Discovery”-Folgen zum Spiegeluniversum so ist es auch hier durchaus mal interessant, die altbekannten Recken in neuen Rollen zu sehen, bei denen sie so richtig „die Sau“ rauslassen können. Okay, Letzteres machen die Helden natürlich nicht, obwohl es sicher interessant gewesen wäre, eine Situation zu zeigen, in der sie, um zu überleben, nicht anders handeln können als ihre bösen Alter Egos.
In solchen Konstellationen kann man natürlich auch nur wenig auf Charakterentwicklung setzen. Trotzdem ist es eine Freude, unseren Helden in der veränderten Realität zuzusehen. Seven ist die Präsidentin (und verheiratet), Raffi anscheinend wie Picard Offizierin, Elnor gehört einer unterdrückten Minderheit an und Jurati… nun, sie ist die verschrobene Wissenschaftlerin inklusive programmierter Katze Spot (wuhu!). Die darf übrigens gern öfter auftauchen.
Als Comic Relief hat sich Jurati bereits letzte Folge gut gemacht und auch in dieser Folge sticht sie damit hervor und sorgt für die Auflockerungen, wenn sie etwa lustig um Seven herum redet. Das passt besser zum Charakter als die gesamte erste Staffel. Überhaupt ist auch hier wieder auffällig, dass der der Serie verpasste „Neustart“ nicht nur dringend nötig war, sondern dem Ensemble auch gut tut.

Rios spielt zwar in dieser Folge eher eine Nebenrolle, aber im Grunde darf jeder Charakter hier einmal glänzen. Raffi beschützt Elnor, wie sie es in der ersten Folge versprochen hatte. Und auch Picard will natürlich er selbst sein, obwohl schon Q so richtig sagt: “Das schaffen Sie ja eh nicht!”
Die neue Realität erinnert dabei sicher nicht von ungefähr an das böse Spiegeluniversum. Doch eigentlich befinden wir uns in einer alternativen Zeitlinie, wie uns durch eine alte Bekannte offenbar gemacht wird.
Borg-Königin im neuen, alten Gewand
Denn in dieser Realität sind die Borg besiegt und die (letzte?) Borg-Königin soll ausgelöscht werden. Das ist eine traditionelle Queen und nicht die aus der letzten Folge, wie Seven klarstellt. Diesmal wird sie von Annie Wersching gespielt (und jepp, mir ist auch der tiefere Ausschnitt aufgefallen, da bin ich ganz bei meinem Kollegen).
Die macht ihre Sache eigentlich ganz gut und auch das neue Make-Up fügt sich gut ein. Bedrohlicher waren die alten Versionen aber irgendwie schon. Jedenfalls stellt sich schnell heraus, dass man mit ihr zusammenarbeiten muss, um weiter zu kommen, was eine neue Konstellation darstellt. Es wird immerhin auch kurz angesprochen, dass man die alte Realität, in der die Borg den Delta-Quadranten erobert haben, wiederherstellen will. Hoffentlich wird das Thema in künftigen Folgen noch ausgebaut, denn hier sehe ich ein moralisches Dilemma am Horizont. Und eigentlich wäre die Königin nicht die Königin, wenn sie nicht eigene Pläne in der Hinterhand hätte.
Es bleibt also spannend an dieser Stelle und der Folge gelingt es, das Mysterium der letzten Folge hochzuhalten. Ob die Borg deswegen Frieden wollen, weil Picard ihnen hier, respektive in der Vergangenheit hilft? Wir werden es sehen.

Schön auch, dass der Schleudereffekt erwähnt wird und man wie weiland in “Star Trek IV” durch die Zeit reisen will. Eben dafür braucht man die Königin und das heißt: Man muss irgendwie fliehen. Bei der Exekutionszeremonie sieht man daher auch die jubelnden Massen, die man aber nicht lange hinhalten kann.
Ganz so dumm wie in anderen Serien sind die Sicherheitskräfte hier aber noch nicht, denn man kann der Truppe hinterherbeamen. Und auch wenn man schon weiß, dass die Reise in die Vergangenheit führt und unsere Helden da irgendwie rauskommen, darf man auf das Wie gespannt sein.
Rezension: “Spider-Woman 3: Auf Messers Schneide”
Wir sehen uns den neuen Spider-Woman-Band in der Schnapszahl-Rezension an. Dies ist nämlich Rezension 2222 unseres Kollegen Thomas Götz.
Inhalt (Klappentext)
essica Drew ist die taffe Superheldin Spider-Woman, und das hat katastrophale Auswirkungen auf ihr Leben. Nicht genug, dass zwei schwertschwingende, bankräuberische Brüder einen Restaurantbesuch von Jess und ihrem Freund Roger unterbrechen. Darüber hinaus nehmen auch noch skrupellose Söldner wie Lady Bullseye Spider-Woman ins Visier. Und wieder einmal geht es um Jessicas Familie.
Kritik
Mit „Spider-Woman Band Drei“ geht die Saga um Jessica Drew weiter. Zeichnungstechnisch kann man nicht meckern, hier befindet man sich auf gutem Superheldenniveau. Die Panels wirken farbenfroh, selbst in dunklen Umgebungen, von den Actionszenen ist immer alles detailliert zu erkennen und auch die Charaktere wirken plastisch genug, um Emotionen widerzuspiegeln.

Bei der Handlung setzt man zunächst bei Jessicas Familienproblemen an, denn sie versucht, wie schon zuvor, Superheldendasein und Familienleben unter einen Hut zu bringen. Das ist natürlich nicht leicht, wenn man sie immer braucht und sie mitten in wichtigen Gesprächen weggerufen wird.
Folgerichtig geht auch ihre Beziehung in die Brüche.
In dieser ersten Hälfte der Geschichte ist das persönliche Drama von Jess interessanter als die Bösewichte rund um eine alte Schwertgang, die natürlich auch etwas mit Magie hantieren. Das die Actionszenen hier nur Beiwerk sind und die eigentliche Handlung auf Charakterebene stattfindet, ist an der Stelle ein großes Plus.
Im weiteren Verlauf geht die Story um Jessicas Bruder, der aus der Heilformel des letzten Bandes Profit schlagen will. Hier gibt es zwar ein paar Actionsequenzen mehr, aber man hat auch hier darauf geachtet, dass die Charaktere im Mittelpunkt stehen. Auf der einen Seite ist ihr Bruder skrupellos und will sogar für den Profit die eigene Tochter opfern. Auf der anderen Seite liebt er sie (und seine Freundin, die auch nicht ganz unschuldig ist) wirklich, und so kommt hier ein wirklich gut umgesetztes Dilemma zum Tragen.
Falsch ist die Handlungsweise natürlich alle mal und so tun sich Rebecca und Jess am Ende zusammen, wobei sich auch ihre Neffin als schlagkräftige Ergänzung herausstellt. Generell kann man sagen, das man von diesem Team auch künftig gerne mehr zeigen darf.
Doch das ist noch nicht alles, denn auch der Humor kommt hier nicht zu kurz. Generell scheint es ja bei Spider-Helden so üblich zu sein, das sie bei jedem Schlag einen witzigen Spruch auf den Lippen haben. Auch Jessica steht ihren Comicpendants hier in nichts nach. Im Gegensatz zu Spider-Man, wo es manchmal schon aufgesetzt wirkt, fügen sich Jessicas Flapsereien etwas natürlich in das große Ganze ein. Dabei wird der Humor hier auch eher dezent eingesetzt, aber er ist dennoch passend und ergibt sich teils sogar aus der Situation. Etwa wenn Jess nochmal umdreht, weil sie ihr Essen vergessen hat (!) oder wenn sie mit einem lahmen Boot die Verfolgung des deutlich schnelleren des Gegners aufnehmen muss.
Rezension: “The Mandalorian Staffel 2 (Jugendroman)”
Auch zu Staffel Zwei des Mandos ist ein Buch erschienen, das wir uns hier anschauen.
Inhalt (Klappentext)
Der Mandalorianer soll das Kind zu anderen seiner Art bringen. So geht die Reise der beiden weiter – durch eine Galaxis, die nach dem Zusammenbruch des Galaktischen Imperiums turbulente Zeiten erlebt. Alte Feinde, neue Verbündete und unzählige Gefahren – dieser actiongeladene Jugendroman von Joe Schreiber fängt die spektakuläre zweite Staffel der erfolgreichen Star Wars-Streamingserie meisterhaft ein!
Kritik

Nachdem es ja bereits zu Season 1 von “The Mandalorian” ein Buch gab, gibt es nun auch einen Jugendroman zu Season 2. Wieder einmal wird der Beliebtheitsgrad der Figur bis zum Erbrechen gemolken, wie es nunmal auch bei den Filmen mit ihren ganzen Romane, Jugendromanen, Comics, Jugendcomics, Hörspielen, Kinderbüchern und was auch immer da noch so rumfleucht der Fall ist.
Und nun eben auch, mit einem Jahr Verspätung, zu besagter Mando-Staffel. Dabei ist man den Weg gegangen, den man auch schon bei Band Eins, oder generell den Jugendbüchern, geht und hat die Episoden in ihrer Erscheinungsreihenfolge nacherzählt. Dabei hat man es eins zu eins bei Nacherzählungen belassen und gibt auch nur wenig tiefere Einblicke in die Charaktere selbst. Wer also an dieser Front mehr Erleuchtung gesucht hat (was vor allem bei “Buch von Boba Fett” wichtig wäre, aber dazu schreiben wir dann, wenn auch dazu ein Buch erscheinen sollte) wird hier eher nicht fündig.
Jede Episode hat dabei etwa 30 Seiten spendiert bekommen, in denen die Handlung nochmal runtererzählt wird. Auch das war im ersten Band so schon vorhanden. Wie für ein Jugendbuch üblich pendelt man sich damit auf etwa 200 Seiten Gesamtlänge ein. Neue Szenen gibt es allerdings auch nicht spendiert, auch an dieser Front gibt es keine neuen Einblicke.
Und auch sonst ist, Jugendbuch-typisch, wieder einiges etwas kompakter erzählt worden. Einige wichtigere Szenen etwa werden in kurzen Sätzen abgehandelt oder sind gleich ganz rausgeflogen (etwa Ahsokas Frage nach Thrawn bei der Magistratin). Auch wenn man hier sagen muss, das dies vermutlich nur Hardcore-Fans auffallen dürfte, ist es trotzdem ärgerlich. Und auch Lukes Auftritt am Ende ist eher kurz.
Wie erwähnt gibt es ansonsten kaum Ecken und Kanten und es ist eine recht geradlinige Nacherzählung. Ob man sowas heutzutage noch braucht, ist eine andere Frage.













