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2.09 - Rätselhafte Fenna / Second Sight, Sternzeit 47329,4 - Siskos erste (nach-Jennifer) Liebe
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FREAK
Beitrag 23. Mar 2003, 19:00
Beitrag #1





Gast






Second Sight:
In Ansätzen ist Second Sight wirklich gelungen. Die Magic Moment-Szenen zwischen Sisko und Fenna beispielsweise sind gut geschrieben und auch der Charakter von Professor Seyetik ist interessant.
Doch insgesamt wird der Zuschauer nicht genug in das Geschehen eingebunden. Die Beschäftigung mit Siskos Gefühlen kommt zu plötzlich und ist nicht wirklich in den bisherigen Verlauf der Serie eingebunden, so dass eine Identifikation mit dem Hauptcharakter hier noch schwerfällt.
Seyetiks Selbstmord ist ebenso nicht gelungen. Er wirkt überstürzt, lediglich um Spannung zu erzwingen und schafft es nicht den Zuschauer zu bewegen.
Lediglich Fenna ist durchgängig gut bleibt immer rätselhaft. Auch die Szenen mit Jake sind insgesamt geglückt.
Second Sight ist somit ein nicht geglücktes Portrait von zwei Charakteren, schafft es aber in Ansätzen den Zuschauer durchaus zu faszinieren.


Sanctuary:
Auch Sanctuary ist eine gescheiterte Chance. Das Grundproblem ist durchaus interessant, doch es fehlt die wirklich Bindung an zumindest einen Charakter.
Da es ungemein schwer ist innerhalb von nur einer Folge eine emotionale Bindung zu einem neuen Volk herzustellen, hätte man den Schwerpunkt der Folge von den Skrreea auf Kira verlagern sollen. Das wurde zwar ansatzweise versucht, doch reicht es leider nicht aus um den Zuschauer zu fesseln.
Dabei ist die Beschäftigung mit der Flüchtlingsproblematik durchaus sinnvoll und wünschwenswert. Auch ist es insgesamt geglückt auf subtile Art die schleichende Xenophobie bei den Bewohnern von DS9, ausgesprochen lediglich von Quark, aber sichtbar teilweise selbst in den Gesichtern der Statisten, darzustellen, als das was sie ist: Eine natürliche Reaktion von uns allen. Das Verhalten Siskos offenbart gleichzeitig den Geist Star Treks einer positiven Zukunft. Er versucht die Skrreea zu akzeptieren, auch wenn sie anders sind.
Gut ist auch die Ablehnung der Bajoraner beschrieben. Sie wollen die Skrreea nicht haben, können es ihnen aber nicht sagen. Wichtiger als die potentielle Hungersnot ist, dass Bajor ihre Heimat ist und sie dort im Endeffekt kein anderes Volk (als Gesamtes) leben lassen wollen. Dies sieht man dem Vedek und der Ministerin deutlich an, ohne dass sie es ausprechen müssen.
Zerrissen zwischen den Skrreea und den Bajoranern soll nun Kira sein und genau hier liegt das Problem der Folge: Es kommt beim Zuschauer nicht an.
Daher ist Sanctuary 'nur' eine weitere gute Folge, die aber nicht die Klasse der vorherigen Kira-Folgen Necessary Evil und Duet halten kann.

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Voivod
Beitrag 28. Mar 2003, 01:18
Beitrag #2


Admiral
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Bei der erstgenannten Folge kann ich dir nicht ganz zustimmen: Zugegeben, Sisko verliebt sich etwas gar schnell, doch Brook's schauspielerische Leistung holt das beste aus dem mittelmässigen Plot raus. Der Schluss mit dem emotional aufgewühlten Sisko, der in Gedanken versunken auf dem Promenadendeck steht, ist IMO schwer gelungen und steht ganz im Einklang mit seinem nachdenklichen Charakter. Ohne den genialen Brooks wäre DS9 nur die Hälfte wert! Man stelle sich dieselbe Szene mal mit Archer vor, das ginge kräftigst in die Hose!

Der dramatische Effekt von Seyetiks Selbstmord scheitert leider an der schauspielerischen Leistung des Darstellers, obwohl die Idee IMO gar nicht so schlecht ist. Der Typ ist halt Wissenschaftler durch und durch, eine Karriere-Hengst, wie er wohl auch noch im 24. Jahrhundert anzutreffen ist. Seyetik hat sich wohl nicht für Fenna, sondern für seine kranken Ruhmvorstellungen in die erloschene Sonne gestürzt, das hätte man besser rausarbeiten sollen. So wirkt sein Suizid tatsächlich etwas aufgesetzt.

"Sanctuary" kann man zugute halten, dass ein wirklich ernstes Thema in Angriff genommen wurde, aber ich bin dir einverstanden, dass die Umsetzung nicht ganz gelungen ist. Die religiöse Komponente der Folge (Prophezeiung) und die vieldeutige Anspielung auf das Dominion (jaaaa, ein Arc, ein verbindendes Element, Applaus!) sorgen aber dafür, das die Episode immer noch als überdurchschnittlich durchgeht. Ich finde es grundsätzlich immer spannend, wenn ein Charakter vor einem Dilemma steht, dass er nicht so einfach mit ein bisschen Logik auflösen kann. Dass sich die Bajoraner schliesslich gegen die Skkreea entscheiden, ist eher pessimistisch-realistisch und darum ziemlich "un-trekkisch", doch dies macht IMO den Reiz von DS9 aus: Keine heile Welt, sondern Probleme, gegensätzliche Interessen, religiös verbrämte Ignoranz: ganz wie im richtigen Leben!

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Adm. Ges
Beitrag 8. Jan 2007, 23:40
Beitrag #3


Fleet Admiral
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So, wieder mal ein alter Thread den ich ausbuddeln und verdoppeln muss...

hieraus wird "Rätselhafte Fenna"

IMO liegt bei dieser und den nächsten 2 Folgen der Tiefpunkt der 2.Staffel. Rätselhafte Fenna ist zwar nett anzuschauen, aber allenfalls Mittelmaß. Durchaus eine trektypische Story. Brooks holt hier auch einiges raus, erst der Jahrestag der Wolf-Schlacht, und dann das Treffen mit einer netten Unbekannten auf der Promenade. Die Reaktion des Wissenschaftlers auf Fenna war etwas komisch, Sisko übernahm dann ja die Initiative und ränkte alles wieder ein. Schade dass man dann in der Abschlussszene, als er mit Nidell auf der Promenade redet, nicht mehr draus gemacht hat.
Etwas merkwürdig fand ich auch die Verhältnisse auf der Prometheus (Nebula-Class). Wollen die mir ernsthaft erzählen, dass ein Ensign! ein Schiff kommandiert? Dass der Wissenschaftler als einer der hellsten Köpfe ein "eigenes" Schiff hat mag noch verständlich sein. Dennoch sollte auch so ein Schiff eine gewisse Komandokette aufweisen, zumal die Nebula-Klasse ja auch nicht gerade zu den kleinsten Schiffen gehört. Ein Commander häts IMO schon mindestens sein müssen. Damit ihm Sisko was sagen kann zumindest ein Lt.-Cmmdr., aber definitiv kein Ensign.


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Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
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Adm. Ges
Beitrag 11. Aug 2011, 00:39
Beitrag #4


Fleet Admiral
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Da ich immer im Doppelpack gucke, war auch diese Folge gestern wieder dran. Vorweg muss ich meine Kritik aus dem Jahr 2007 leicht korrigieren. Der nette Herr auf der Prometheus war Lieutenant Junior Grade. Unglaubwürdig bleibts trotzdem. wink.gif Insgesamt hat mich die Folge auch dieses Mal nicht wirklich beeindruckt. Diese "Loch"-Wirkung wird natürlich durch die grandiose vorhergehende Folge noch vertieft. Und da ich derzeit ja versuche nach Sternzeiten zu gucken, fällt mir natürlich auch auf, dass wir hier abseits irgendeines Wolf359-Jahrestages liegen. Der 3. Jahrestag liegt ein gutes Quartal zurück, der erwähnte 4. somit noch deutlich entfernt. Nuja, sei es drum...


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Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
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Der RvD
Beitrag 22. Sep 2011, 18:56
Beitrag #5


Redshirt vom Dienst
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Puh, das hier fällt nach Necessary Evil natürlich gleich wieder gewaltig ab. Die Ein-Folgen-Romanze mit Alibi-SF-Element war IMO nie etwas, was Star Trek wirklich konnte. Aber es gab wohl auch schlimmere - ich denke mal an Chakotay und die vergeßliche Dame. Dagegen war das hier hohe Kunst. Das Ende mit dem Selbstmord des sehr von sich eingenommenen Wissenschaftlers hätte in einer besser geschriebenen Folge sogar ergreifend werden können.

Überhaupt, nach Kosinski in TNG schon wieder so ein Geselle, der als McKayscher Bruder im Geiste durchgehen würde.

Naja. Schwache 3, denke ich.


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Redshirt vom Dienst, USS Enterprise (NCC-1701. Kein verdammtes A, B, C, D oder E!)
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