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BBS Watcher, Unsere Foren im DAILY TREK Newsletter
Maja
Beitrag 5. Dec 2003, 21:14
Beitrag #1


Captain
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QUOTE
// INHALT //

1. INTRO                      | Nikolaus
2. DAILY TREK              | Fantastik-Weihnachtstreff 2003 in Hamburg
3. FOCUS¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬†  | Pharaonen und Castor-Transporte in der TrekBBS
4. READER'S CORNER¬†  | Wie denken Sie √ľber "Matrix Revolutions"?
5. SF-ZONE                  | Schauspieler/Regisseur David Hemmings gestorben
6. IN SPACE¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬†  | Mars Express: Der Mars ist rot

[...]

// 3. FOCUS: Pharaonen und Castor-Transporte in der TrekBBS - BBS Watcher //
Aus der Analen der Istenz erhebe ich mich nun und beginne mein Werk. Gewartet habe ich lange - doch es scheint Zeit, mich der TrekBBS preiszugeben. Eintrag eins meines Tagebuchs: Atomare Endlagerung in √Ągypten. Was sind Pyramiden wirklich?

Worauf ich hinaus will: Dieser Tage diskutiert die TZN-Community unter http://www.trekbbs.de angeregt das Thema Atomenergie und seine Nebenwirkungen. Im Wirrwarr der Forenbeiträge zeigen sich die unterschiedlichsten Ansichten, bisweilen entstehen aggressive Auseinandersetzungen. Und ich bin mittendrin, notiere alles, niemand sieht mich.

Der hauptsächliche Diskussionsfaden umspannt die Castor-Transporte und entsprechende Gegendemonstrationen. Hier nun die wichtigsten Kernaussagen und Statements der Community-Mitglieder:

"Fakt ist: Demonstranten verz√∂gern die Transporte nur und machen sie umso gef√§hrlicher... Sie denken, sie w√ľrden etwas Gutes tun, dabei gef√§hrden sie den ganzen Transport und die ganze Region, denn wenn sie einmal 'zu' handgreiflich werden und etwas schief geht, ja dann gute Nacht."

"Anti-Castor-Demonstranten sind IMO Leute, denen man die Kosten der Polizeieins√§tze in Rechnung stellen sollte. Denn selbst die friedlichen Demonstranten machen es erforderlich, dass ganze Hundertschaften zur Sicherung der Transporter anr√ľcken m√ľssen."

"Ich sehe das etwas differenzierter. F√ľr mich gibt es da zwei Gruppen, die friedlichen Demonstranten und die Chaoten. Jeder hat das Recht, seine Meinung frei zu √§u√üern und im Normalfall auch das Recht, zu demonstrieren."

"Zu den Castor-Transporten: Es ist unser Dreck, den wir daher gef√§lligst auch zu lagern haben - das Verursacherprinzip gilt auch f√ľr Atomm√ľll. [...] Die Gefahr einer Umweltkontamination w√§hrend des Transports ist vernachl√§ssigbar gering. Daher sind die Proteste nur insofern berechtigt, als sie Ausdruck einer generellen Ablehnung der Atompolitik sind."

"Ziel der Demonstranten ist es, die Atomkraft f√ľr den Staat ineffektiv zu machen. Indem der Staat 13.000 Polizisten zusammenziehen und bezahlen muss (um gerade einmal 5.000 Demonstranten zu bewachen...), wird die Atomkraft ein St√ľck weit ineffektiver."

"Nur zu demonstrieren, damit aufgrund der teuren Polizeieins√§tze die Transporte unrentabel werden, ist l√§cherlich! Das hie√üe ja, dass ihr wollt, dass irgendwann der Staat die Transporte aufgibt, weil er den Aufwand nicht bezahlen kann, und dann erreicht der Atomm√ľll nie ein Endlager, sondern strahlt an einem viel gef√§hrlicheren Ort vor sich hin. Das kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein..."

"Gewalt bei Castoren hat [...] auch den Sinn, √∂ffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Vielleicht lehnen viele Leute wegen der Gewalt die Aktionen ab, aber sie werden immerhin dazu gebracht, dr√ľber nachzudenken. Diesen Zusammenhang finde ich erschreckend: Erst wenn Steine fliegen, sind die Medien, das Kontrollorgan der Demokratie, pr√§sent. Solange sich die Leute nur friedlich versammeln, interessiert es niemanden."

"Heiligt der Zweck also die Mittel? Rechtfertigt 'Präsenz in den Medien' Sachbeschädigung, oder noch schlimmer, Gewalt? IMO nicht."

"Das Grundgesetz - genauer Artikel 20 (Strukturprinzipien) - l√§sst Widerstand auch dann zu, wenn der Staat unrechtm√§√üig (was nicht gleichbedeutend mit ungesetzlich ist) handelt. Dabei braucht nicht nur das eigene Leben gef√§hrdet sein, sondern auch der Schutz Dritter vor potenziellen, unrechtm√§√üigen √úbergriffen durch staatliches Handeln ist damit abgedeckt. Dieser Artikel bezieht sich √ľber den individuellen Aspekt der Gewalt hinaus eben auch den strukturellen, systemischen Aspekt. Ein Unrechtssystem kann nicht die Loyalit√§t seiner B√ľrger erwarten."

Man darf gespannt sein, wie sich dieser Diskurs weiter entwickelt. Denn eine ganz bestimmte und interessante Bemerkung wurde noch nicht ausreichend besprochen:

"Die Endlagerung geh√∂rt zu den gr√∂√üten Problemen der Atomkraft. Die Halbwertszeiten von Uran beziehungsweise Plutonium sind gigantisch. Ein Endlager zu finden, hei√üt einen Ort zu finden, der mehrere zehntausend Jahre stabil ist. Gehen wir mal von einer Lagerungszeit von nur 15.000 Jahren aus, so ist das eine Zeit, die dreimal so lang ist wie es menschliche Hochkulturen gibt (die Hochkultur unter Hammurabi liegt etwa 5.000 Jahre zur√ľck). Diese Zahlen zeigen, wie hirnverbrannt das Vorhaben ist, den Atomm√ľll √ľber einen solchen Zeitraum zu lagern.

Und mal von den geologischen und seismischen Problemen abgesehen (denn keine Region der Erde ist da hundertprozentig sicher), ist es fast unm√∂glich diese Lagerungsstellen f√ľr zuk√ľnftige Generationen beziehungsweise viel eher f√ľr zuk√ľnftige Kulturen zu kennzeichnen: Es gibt heute keine Form eines Hinweiszeichens, das 15.000 Jahre an einer Stelle √ľbersteht.

Der Bekannte erz√§hlte mir das und eine Idee, die in den 70er-Jahren, in den Hochzeiten der Anti-Atomkraftbewegung, diskutiert wurde: Am erfolgvversprechendsten schien in dieser Diskussion der Vorschlag, eine eigene Religion zur Wahrung dieses Wissens um die Lagerst√§tten zu stiften. Eine streng gef√ľhrte Priesterkaste h√§tte dann die Aufgabe, alle n√∂tigen Informationen zu erhalten und die Menschen vor den Gefahren des M√ľlls zu wahren.

Wie ist das eigentlich mit den √§gyptischen Pyramiden? Diese Monumente √ľberdauern bereits Jahrtausende und stehen trotz Wind und Wetters weiter stabil mitten in der W√ľste. Nach der Geschichtsforschung wurden sie als Grabm√§hler der Pharaonen gebaut. Aber wer wei√ü? Wer sagt uns, dass dies nicht Hinweisschilder sind zur Warnung vor Atomm√ľlllagern in den Tiefen des W√ľstengesteins? Entsprechen diese Monumente nicht genau dieser Idee, die in Zusammenhang mit atomarer Endlagerung in unserer Zeit angestrebt wird: eine mehrere 10.000 Jahre √ľberstehende Warnung zu installieren...?"

Bemerkenswerter Gedanke. Mal schauen, ob er ausreift. Verfolgt also das Geschehen und besucht ab und wann die TrekBBS unter http://trekzone.lunarpages.com/community/i...p?showtopic=396. Aber: Be careful with your answers! Ich beobachte euch!

Euer
BBS Watcher




Laut Auskunft von der Chefredaktion ist der Beitrag schon eine Woche alt und konnte aus was-wei√ü-ich-f√ľr-Gr√ľnden erst heute reingenommen werden.

Der Beitrag wurde von Maja bearbeitet: 5. Dec 2003, 21:20
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Maja
Beitrag 8. Dec 2003, 11:27
Beitrag #2


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Habe weitere Ausgabe in der DTWE entdeckt

http://www.trekzone.de/dt/archiv/dtwe/dtwe...560.htm#trekbbs


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www.originalmaja.de
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Maja
Beitrag 14. Dec 2003, 22:56
Beitrag #3


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14 Dezember, Sonntag, dritter Eintrag ins Tagebuch

http://www.trekzone.de/dt/archiv/dtwe/dtwe...567.htm#trekbbs
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